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ÖFB könnte Cup-Finale künftig in Salzburg austragen

Red Bull Salzburg steht 2012 im ÖFB Cup-Finale. Leider müssen die Fans dazu nach Wien reisen. Schon ab 2013 könnte sich das ändern. Auch am Modus wird geschraubt.

Lange galt Österreichs Fußball-Cup als Stiefkind, bei Fans und Vereinen gleichermaßen. In den vergangenen Jahren bemüht sich Österreichs Verband (ÖFB) verstärkt, diesem Status entgegenzuwirken. Erhöhte Prämien, gravierende Strukturreformen und Corporate Branding sollen dem Bewerb zu jenem Glanz verhelfen, der ihm in den Augen des ÖFB zusteht - und in anderen Ländern längst hat. Nach wie vor trübt freilich ein Schönheitsfehler das Konzept: Noch immer ist kein Finalort gefunden, an dem das Endspiel auf mehrere Jahre hinaus ausgerichtet wird.

Hunde-Messe verhinderte "Finale Dahoam"

Dass heuer der anvisierte Finalort Salzburg der Welthundeausstellung in Stadionnähe aufgrund von Parkplatzproblemen zum Opfer fiel, soll die letzte unglückliche Fügung in dieser Causa gewesen sein. Schon ab kommenden Jahr will man das Endspiel in einem auf drei bis fünf Jahre bestimmten Stadion austragen, als Favoriten gelten Wien (Happel-Stadion), Klagenfurt, Salzburg und Linz, dahinter Graz und Innsbruck. In puncto Klagenfurt hofft Ludwig nicht zuletzt auf eine rasche Permanentmachung, die Bauarbeiten sollen im Juli beginnen und im Herbst 2013 fertig sein. "Wenn im kommenden Juli dann noch ein Kran steht, könnten wir nicht spielen. Wenn ein Stiegengeländer fehlt, schon", meinte ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig.

Cup-Finale: Klagenfurt gegen Salzburg

"Ich hoffe, dass wir im September eine Entscheidung treffen können", erklärte Ludwig. "Erstes Kriterium ist die Infrastruktur, zweitens muss das auch politisch gewollt sein", betonte Ludwig. "Die Stadt soll schließlich Bestandteil des Finales sein. Man soll in der Stadt in einem angemessenen Zeitraum vor dem Finale schon mit Dekoration merken, dass gespielt wird. Denkbar wären auch kleine Fanparks für den anreisenden Anhang. Unser Vorbild ist Berlin." Kulissen wie im 2011 nur zu einem Drittel gefüllten Happel-Stadion soll es dann - unabhängig von der Paarung - nicht mehr geben. "Im kommenden Jahr wollen wir eine Steigerung um 20 Prozent, in weiterer Folge peilen wir Stadien an, die so gut wie voll sind", erklärte Ludwig.

Mehr ÖFB-Cup im TV

Ausgebaut werden müsse auch die "umfassende" TV-Berichterstattung. "Ziel ist es, schon in der ersten Runde mindestens eine Partie live zu übertragen. Aber das ist halt sehr von den jeweiligen Paarungen und der Infrastruktur an den Schauplätzen abhängig." Die aktuellen TV-Verträge laufen noch bis Ende der Saison 2012/13, um die Vermarktung kümmert sich wie in der Bundesliga die Agentur Profile Partners. In der laufenden Saison sind bisher acht Spiele übertragen worden, ab der zweiten Runde je zwei Partien. Dazu kommt noch das Finale.

Juniors dürfen nicht mehr antreten

Endlich sei es auch gelungen, die Bundesligisten zu überzeugen, dass eine Teilnahme ihrer Amateurteams "sowohl sportlich als auch wirtschaftlich keinen Sinn macht". Duelle wie im Viertelfinale zwischen Salzburg und den eigenen Juniors gehören damit der Vergangenheit an. 2012/13 fungiert der Cup zudem als Saisoneröffnung, startet am 14./15. Juli und damit noch vor der Bundesliga. Vor einigen Jahren noch stand der Generalsekretär mit anderen Funktionären im "stillen Kammerl", um die Auslosung für die erste Cup-Runde vorzunehmen. Inzwischen lädt der Verband zu diesem Anlass in den Wiener Kursalon - für Ludwig ein sinnfälliges Merkmal des Paradigmenwechsels. Und der Aufschwung sei auch mit Zahlen zu belegen: "Der Werbewert war heuer im Halbfinale schon höher als in der gesamten vergangenen Saison."
(Quelle: S24)

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