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Auslosung in Zürich

ÖFB-Team im WM-Play-off-Semifinale gegen Wales

Bei Sieg daheim gegen Schottland oder die Ukraine

Franco Foda durfte mit der Auslosung zufrieden sein
ÖFB Teamchef Franco Foda während einer Trainingseinheit der ÖFB-Mannschaft für die Spiele zur Fußball WM-Qualifikation am Montag 8. November 2021 im Wörtherseestadion in Klagenfurt.

Österreichs Fußball-Nationalmannschaft trifft im Semifinale des WM-Play-offs am 24. März 2022 auswärts auf Wales. Das hat die Auslosung am Freitag in Zürich ergeben.

Im Falle eines Sieges würde es die ÖFB-Auswahl fünf Tage später im Wiener Happel-Stadion mit dem Gewinner aus Schottland gegen die Ukraine zu tun bekommen. Sollte man auch diese Partie für sich entscheiden, wäre Österreich zum ersten Mal seit 1998 und zum insgesamt achten Mal bei einer WM dabei.

WM 2022 in Katar

Das Turnier geht vom 21. November bis 18. Dezember 2022 in Katar über die Bühne. Die Auslosung der WM-Gruppenphase erfolgt voraussichtlich im April 2022. Ein Blick auf eine andere Paarung verrät, wie sehr Österreich das Losglück gesonnen war. So treffen in Pfad 3 Italien zunächst auf Nordmazedonien und Portugal auf die Türkei. Die Sieger dieser Partien kämpfen dann im direkten Duell um ein WM-Ticket - also fehlt entweder der regierende Europameister Italien zum zweiten Mal in Folge bei einem Weltturnier, oder Cristiano Ronaldo muss zuschauen.

Foda: "Hatten etwas Glück"

ÖFB-Teamchef Franco Foda meinte dazu: "Die schwierigste Gruppe ist sicher die mit Italien und Portugal, insofern hatten wir etwas Glück. Aber alle, die im Play-off sind, wollen sich qualifizieren. Insofern gibt es nur gute Mannschaften und kein leichtes Spiel."

Der Deutsche warnte vor überzogenen Erwartungen. "Wir tun alle gut daran, wenn wir bodenständig und demütig bleiben." Trotz aller Zurückhaltung gab sich der 55-Jährige auch optimistisch. "Wir sind in der Lage, in Wales zu gewinnen, die Chancen stehen 50:50. Wir gehen positiv an die Sache heran. Es ist wichtig, dass wir uns gut und intensiv auf den Gegner vorbereiten." Als "ganz wichtig" bezeichnete Foda die Tatsache, bei einem Sieg über Wales ein finales Spiel vor eigenem Publikum zu haben. "Was gibt es Schöneres, als in einem vollen Heimstadion den Sack zuzumachen?"

Personalprobleme beim Nationalteam

Der Nationaltrainer hatte zuletzt mit großen Personalproblemen zu kämpfen. Stand jetzt besteht allerdings die Hoffnung, dass Ende März alle Schlüsselspieler fit und einsatzbereit sind. "Es ist von großer Bedeutung, dass man in so einem wichtigen Spiel alle an Bord hat. Das war in der WM-Qualifikation nie der Fall", erklärte Foda.

ÖFB-Präsident Gerhard Milletich sagte zur Auslosung: "Fortuna hat es mit uns gut gemeint, auch wenn wir natürlich wissen, wie schwer diese Gegner sind. Wenn wir eine Top-Leistung abrufen können, haben wir reelle Chancen auf ein großes Finale im Ernst-Happel-Stadion und in der Folge auf ein WM-Ticket."

Ähnlich äußerte sich ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel. "Alles ist sehr ausgeglichen, es gibt keinen klaren Favoriten. Unser Fokus liegt voll auf dem Spiel gegen Wales. Gegen Schottland und die Ukraine haben wir dieses Jahr gespielt. Fakt ist, dass wir im Fall des Aufstiegs bereits viel an Informationen haben. Mit dem Heimspiel in einem möglichen Finale ist unser Wunsch in Erfüllung gegangen."

Baumgartner mit Auslosung zufrieden

Teamspieler Christoph Baumgartner meinte, man könne mit der Auslosung "grundsätzlich zufrieden" sein. "Natürlich gibt es bei einem WM-Play-off keine leichten Gegner, das war von vornherein klar. Wir haben die Chance auf ein richtiges Finale daheim. Wenn wir das erste Spiel in Wales gewinnen, wartet ein Gegner, den wir gut kennen. Wir sind hochmotiviert und freuen uns sehr auf die Spiele", erklärte der Hoffenheim-Profi.

Mit den Walisern machte das österreichische Nationalteam zuletzt in der Qualifikation für die WM 2018 unliebsame Bekanntschaft. Daheim reichte es nur zu einem 2:2, auswärts setzte es ein 0:1. Die jüngste WM-Qualifikation beendete Wales ohne Heimniederlage als Zweiter der Gruppe E, fünf Punkte hinter Belgien und einen Zähler vor Tschechien. Die Topstars des EURO-2016-Semifinalisten sind Gareth Bale (Real Madrid) und Aaron Ramsey (Juventus Turin).

Gegen den möglichen Finalgegner Schottland setzte es erst im September im Prater in der WM-Quali ein 0:1, ein halbes Jahr davor reichte es in Glasgow zu einem 2:2. Gegen die Ukraine feierte das ÖFB-Team im Sommer in der EM-Gruppenphase einen 1:0-Erfolg.

Sollte gegen die Waliser gewonnen werden, würde das entscheidende Match auf jeden Fall im Happel-Stadion ausgetragen werden, berichtete ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold. Im Falle einer Niederlage ist die Austragung eines Freundschaftsspiels am Finaltermin aufgrund der UEFA-Zentralvermarktung verpflichtend.

In diesem Fall würde man fix im Happel-Stadion und mit großer Wahrscheinlichkeit gegen den Verlierer aus Schottland - Ukraine antreten, allein schon aus logistischen Gründen. Diesbezüglich wurde bereits Kontakt mit den betreffenden Nationalverbänden aufgenommen. Neuhold: "Es wäre mehr herausfordernd, bis zum 24. März zu warten, gegen wen man fünf Tage später spielt." Mit dem Kartenvorverkauf für das Spiel am 29. März im Prater wird der ÖFB wohl schon vor dem Gastspiel in Wales beginnen.

(Quelle: APA)

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