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Großevent winkt

Österreich stößt EM-Tür weit auf

Dem ÖFB-Team fehlt nur noch ein Punkt

Für das österreichische Nationalteam ist die Europameisterschaft (EM) 2020 zum Greifen nahe. Nach dem 1:0-Goldtor von Stefan Posch gegen Slowenien am Sonntagabend fehlt der Elf von Trainer Franco Foda nur noch ein Punkt aus zwei verbleibenden Spielen.

Unter der Regie von Teamchef Franco Foda verbuchte die ÖFB-Elf somit in 20 Spielen dreizehn Siege, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen. Mit der nahezu schon fixen Qualifikation zur EM impfte Foda dem Nationalteam einen erfolgreichen – wenn auch nicht immer schönen – Fußball ein. Der Erfolg gibt dem 53-jährigen Deutschen, der immer wieder aufgrund des Spielstils in der Kritik stand, allerdings mehr als Recht.

Fußball-Größen wie Deutschland, Uruguay und Russland wurden unter der Leitung vom ehemaligen Sturm Graz-Trainer gewonnen. Am Sonntag wurde "Lieblingsgegner" Slowenien bereits zum dritten Mal in der Ära Foda bezwungen.

Foda vor größtem Erfolg mit ÖFB-Team

Nach acht Spieltagen in Gruppe G fehlt Österreichs Elitekicker nur noch ein mickriger Zähler um das Ticket für das Großevent zu lösen. In der 13. Minute fand Michael Gregoritsch die erste Großchance für Österreich vor. Nach idealer Hereingabe von Marcel Sabitzer scheiterte der anstelle von Marko Arnautovic spielende Stürmer jedoch an Top-Tormann Jan Oblak.

Posch erzielt gegen Slowenien Debüt-Tor

Österreichs Edelkicker nahmen nach einer verhaltener Anfangsphase das Zepter in die Hand. Stefan Posch köpfte nach schönem Lazaro-Eckball in seinem viertem Länderspiel mustergültig zur 1:0-Führung ein. "Das Gefühl ist natürlich überragend, vor allem weil es so wichtig für uns war", erklärte Posch nach Spielende gegenüber dem ORF. Das war zugleich auch das Debüt-Tor vom Hoffenheim-Verteidiger. Da vor der Pause die Chance von Gregoritsch (43.) nichts Zählbares einbrachte, ging es für Kapitän Baumgartlinger und Co. mit der knappen Führung in die Katakomben.

Slowenien, Österreich APA/ROBERT JAEGER
Stefan Posch (Mitte) köpfte einen Lazaro-Eckball gegen Slowenien (weiß) zur 1:0-Führung für Österreich ein.

Alaba und Arnautovic fehlen deutlich

Im ersten Pflichtspiel seit dem Länderspieldebüt von David Alaba im September 2009, stand weder der Bayern-Verteidiger noch China-Legionär Arnautovic auf dem Platz. Das Fehlen der beiden ÖFB-Stars wurde erst in Hälfte zwei so richtig bemerkbar. Österreich hatte zwar mehr vom Spiel, so richtig gefährlich wurde die Offensive allerdings nicht. Außer harten Zweikämpfen geschah bis auf einem Gregoritsch-Kopfball (60.) und Sabitzer-Schuss (62.), bei denen Oblak Sieger blieb, nichts mehr. Slowenien verlor gar Popovic nach einer Ellbogen-Attacke in der 89. Minute.

Da sich Leader Polen gegen Nordmazedonien nach dem 2:0-Sieg fix qualifizierte, festigte Österreich mit fünf Punkten Vorsprung Rang zwei. Auf den Tabellenführer fehlt der Foda-Crew drei Zähler. Am 16. November kann das ÖFB-Team gegen Normazedonien endgültig das EM-Ticket fixieren.

Dritte EM-Quali in Reichweite

Nach der Europameisterschaft 1960 in Frankreich (Aus im Viertelfinale), 1964 in Spanien (Aus im Achtelfinale) wäre die Teilnahme an der EM 2020 das dritte Großereignis – mit Ausnahme der Heim-EM 2008 – nach 2016 (Frankreich), an dem sich Österreich aus eigener Hand qualifiziert hat.

(Quelle: SALZBURG24)

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