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Pucher nachnominiert

Wiesinger debütiert im ÖFB-Team und trifft

LASK-Verteidiger überzeugt im Nationalteam

Philipp Wiesinger, LASK APA/ERWIN SCHERIAU
Philipp Wiesinger von Bundesligist LASK traf bei seinem Nationalteam-Debüt für Österreich zum 3:0-Endstand gegen Luxemburg.

Der 3:0-Testspielsieg des österreichischen Fußball-Nationalteams am Mittwochabend in Luxemburg ist im Zeichen der LASK-Akteure gestanden. Bis zu vier Spieler der Linzer standen in der zweiten, deutlich besseren Hälfte des ÖFB-Teams auf dem Platz. Die Defensivmänner Philipp Wiesinger aus Puch (Tennengau) und Gernot Trauner erzielten in ihrem ersten bzw. zweiten Länderspiel gleich ihre Premierentreffer im Nationalteam – und erhielten danach Sonderlob von Teamchef Franco Foda. Kurios: Wiesinger erfuhr beim Playstation Spielen von seiner Einberufung.

Puch bei Hallein

Trauner agierte im Zentrum einer Dreierabwehr umsichtig. Mit dem 1:0 bewies er seine enorme Stärke bei Standards. Dreimal traf der 28-Jährige in dieser Saison bereits für den LASK - jeweils per Kopf. "Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, für das Nationalteam ein Tor zu erzielen", sagte Trauner. "Es war erst mein zweites Spiel." Seinen ersten Kurzeinsatz hatte er vor mehr als zwei Jahren im Test gegen Dänemark (0:2) absolviert.

Trauner zeigt im ÖFB-Team auf

Seither hat sich der Linzer weiterentwickelt. In Luxemburg betrieb er Werbung in eigener Sache. "In erster Linie geht es darum, dass wir als Mannschaft gewinnen", betonte Trauner. "Ich denke, wir sind es sehr seriös angegangen. Wir können vor allem mit der zweiten Hälfte zufrieden sein." Die Aussagekraft des Erfolges, an dem neben Wiesinger auch seine eingewechselten Clubkollegen Reinhold Ranftl und Husein Balic mitwirkten, wollte der Innenverteidiger nicht bewerten. "Aber es ist natürlich gut fürs Selbstvertrauen."

Wiesinger beim Playstation Spielen ins Nationalteam berufen

Das sah auch Wiesinger so. Der 26-Jährige hatte am Montagabend noch auf seiner Couch Playstation gespielt, als ihn der Anruf mit der Nachnominierung ereilte. Zwei Tage später gab er sein Teamdebüt – und traf im Finish zum Endstand. "Für das erste Länderspiel war es ganz okay. Natürlich ist noch Luft nach oben", meinte der Salzburger, der die linke Außenbahn beackerte. Beim LASK wird Wiesinger üblicherweise eine Etappe weiter hinten eingesetzt. "Jeder Sieg ist gut für die Moral. Da sieht man, dass die Mannschaft intakt ist", meinte die Aushilfskraft. "Man kann viel mitnehmen für die nächsten zwei Spiele."

Wiesinger schnürte zu Beginn seiner Fußball-Karriere seine Schuhe für seinen Heimatort Puch, ehe er über die Bullen-Akademie, Anif, dem FC Liefering vor vier Jahren den Sprung zu Bundesligist LASK schaffte und dort national sowie international zu überzeugen wusste.

Lob von Foda für Wiesinger

Wiesinger habe laut Teamchef Foda seine Sache in seinem ersten Länderspiel auf der für ihn ungewohnten linken Außenbahn "gut gemacht". Er und Trainer haben sich gut eingefügt. "Insofern hat das Freundschaftsspiel seinen Zweck erfüllt. Für sie war es wichtig, sich mal hier zu präsentieren in unserem Kreis."

Neu formierte Österreich-Elf

In diesen geht es in Wien gegen Nordirland (Sonntag) und Norwegen (Mittwoch) um den Gruppensieg in der Nations League. "Wir wollten mit einem positiven Gefühl in die Nations League gehen", betonte Christopher Trimmel die Bedeutung des Gastspiels in Luxemburg. "Außerdem haben viele Spieler die Chance bekommen, sich zu beweisen." Er selbst nutzte sie mit einer starken Vorstellung auf dem rechten Flügel – und dem Assist für Trauner per Corner. "Wenn man in der Fünferkette außen spielt, ist man offensiv immer dabei. Da ist es auch wichtig, dass man einmal einen Scorerpunkt mitnimmt", erklärte der Union-Berlin-Legionär.

Österreich gewinnt gegen Luxemburg 3:0

Die ÖFB-Auswahl behielt in einem Test beim Weltranglisten-95. Luxemburg verdient mit 3:0 die Oberhand. Es war die letzte Partie vor dem Nations-League-Finish, in dem es noch zu Hause gegen Nordirland (Sonntag) und Norwegen (Mittwoch) geht. Richtige Generalprobe war es keine, da Teamchef Franco Foda fast ausschließlich auf Spieler aus der zweiten Reihe gesetzt hatte.

Die beiden weiteren ÖFB-Treffer bereitete in seinem 80. Länderspiel der erst im Finish eingewechselte Kapitän Julian Baumgartlinger vor. Zum 2:0, seinem zweiten Tor im fünften Länderspiel, vollendete Adrian Grbic. "Ich habe davor schon ein, zwei Chancen gehabt. Als Stürmer muss man immer dranbleiben", sagte der 10-Millionen-Mann vom FC Lorient. "Wir haben gewonnen, das ist ganz, ganz wichtig. Am Ende des Tages haben wir drei Tore gemacht." In der zweiten Hälfte hätten es sogar noch mehr sein können. "Aber das 3:0 gibt uns Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben."

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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