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Red Bull Salzburg bestellt neues Trainerteam

Fußball-Meister Salzburg hat am Montag sein Trainer-Team komplettiert. Der bisher als Sportkoordinator arbeitende Oliver Glasner wird künftig als Co-Trainer des neuen Coaches Roger Schmidt fungieren.

Der 37-Jährige war im Jänner nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn bei der SV Ried nach Salzburg gewechselt. Der bisherige Assistenztrainer Piet Hamberg (NED) wird künftig als Individualtrainer mit der Mannschaft arbeiten.

Top-Athletiktrainer bei Red Bull Salzburg

Als neuer "Athletiktrainer" wurde der Deutsche Benjamin Kugel verpflichtet. Der 32-jährige Diplom-Sportwissenschaftler ist dabei weiterhin als Fitnesstrainer des deutschen Nationalteams unter Joachim Löw für den DFB tätig. Kugel betreute auch bereits den deutschen Bundesligisten Werder Bremen. "Die Konstellation mit Oliver Glasner als Co-Trainer sowie Benjamin Kugel als Athletiktrainer passt fachlich und auch menschlich hervorragend. Wir sind jetzt insgesamt sehr gut aufgestellt und gehen die bevorstehenden Aufgaben mit vollem Elan an", wurde Red-Bull-Sportdirektor Ralf Rangnick in einer Aussendung zitiert.

Rangnick wieder als Trainer?

Ralf Rangnick hat nach der Genesung seines Burn-out-Syndroms Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um einen neuerlichen Erschöpfungszustand zu vermeiden. "Zwei Begriffe haben für mich eine neue Bedeutung bekommen: Selbstdisziplin und delegieren. Die Handys müssen nicht beim Essen neben dem Teller liegen, und wenn man mal zu Hause bei der Familie ist, dürfen sie auch mal ausgeschaltet sein", sagte Rangnick im Gespräch mit dem kicker: "Man muss den Körper pflegen, gerade in diesem Job."Der 54-Jährige hatte Ende Juni nach neun Monaten Pause wegen eines Burn-Out-Syndroms den Sportdirektor-Posten beim österreichischen Meister Red Bull Salzburg angetreten. Der frühere Schalke-Coach Rangnick ist in dieser Funktion auch für das Viertliga-Team in Leipzig zuständig. Zwar sei klar, dass man mit Leipzig "nicht in einem Jahr in die Bundesliga durchmarschieren" könne. "Aber ich bin überzeugt, dass die Entwicklung schnell gehen kann, wenn man dafür die Rahmenbedingungen schafft", sagte Rangnick. Er selbst schloss nicht aus, irgendwann wieder als Coach zu arbeiten. Allerdings nicht mittelfristig in Salzburg oder Leipzig. "Beide Trainer wissen: Ich will nicht ihren Job. Sonst hätte ich es ja direkt selbst machen können", erklärte Rangnick.

"System fährt wieder hoch"

Seinen sofortigen Rücktritt als Cheftrainer beim Bundesligisten Schalke 04 im September 2011 in Folge der Burn-out-Erkrankung hält Rangnick auch heute noch für "einfach alternativlos". "Aufzuhören war eine brutale Notwendigkeit", sagte der frühere Hoffenheimer und Stuttgarter Bundesliga-Coach: "Ich habe dann einiges in meinem Leben umgestellt, auch die Ernährung. Es dauerte aber bis März, dass ich merkte, jetzt fährt der Körper die Systeme wieder komplett hoch." (APA)
(Quelle: S24)

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