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Europa-Reise geht weiter

So euphorisch feiert Salzburg den CL-Aufstieg

Bullen weiter im Konzert der Großen

Jubel-Ekstase so weit Augen und Ohren reichen. Red Bull Salzburg macht nach dem historischen Aufstieg ins Achtelfinale der Champions League die Nacht zum Tag. Die Reise der Bullen durch Europa geht somit weiter.

Der historische Erfolg hat bei den Spielern von Red Bull Salzburg für Begeisterungsstürme gesorgt.

Nach dem Heim-1:0 am Mittwoch über den FC Sevilla und dem damit verbundenen erstmaligen Aufstieg eines österreichischen Clubs ins Achtelfinale der Champions League wurden beinahe minütlich Videos aus der Kabine auf diverse Social-Media-Kanäle hochgeladen. Darauf zu sehen waren hauptsächlich hüpfende, jubelnde, singende und schreiende Kicker.

Salzburg, Sevilla, Noten APA/KRUGFOTO
Salzburg steigt erstmals ins Achtelfinale der Champions League auf.

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"Natürlich herrscht Ausnahmezustand, bei uns geht es rund", berichtete Sportdirektor Christoph Freund auf Sky. Die Spieler machten selbst in Lockdown-Zeiten kein Hehl aus ihrer Partylaune. "Ich kann an nichts anderes denken, als mit den Jungs bis Samstag zu feiern", sagte Karim Adeyemi und schwärmte von einer "geilen Mannschaft".

Tränen bei Wikinger Kristensen

Rasmus Kristensen hatte im Interview Tränen in den Augen. "Es war sicher der schönste Abend meiner Karriere, ein super Gefühl. Wir haben das so verdient." Der große Triumph müsse gebührend gewürdigt werden, meinte der dänische Rechtsverteidiger. "Es ist wichtig diesen Moment zu genießen und zu feiern. Das machen wir auch", versprach der Wikinger.

Salzburg, Sevilla, Champions League GETTY/RED BULL
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Leistungsexplosion bei Okafor

Ermöglicht wurde die Sternstunde durch Noah Okafor, der in der 50. Minute das entscheidende Tor erzielte. "Ich bin sprachlos, extrem stolz auf die ganze Mannschaft, wir genießen jetzt den Moment", sagte der Stürmer, der zu Saisonbeginn vom Abschlusspech verfolgt wurde. Der Sturmpartner von Adeyemi machte jedoch im Laufe der Wochen den Ausfall von Sekou Koita nahezu vergessen.

Okafor erlebt gerade die wohl erfolgreichste Phase seiner noch jungen Karriere - abgesehen von dem geschichtsträchtigen Tor gegen Sevilla war der 21-Jährige erst Mitte November maßgeblich daran beteiligt, dass sich die Schweiz für die WM qualifizierte. "Die letzten Wochen waren sehr emotional und schön für mich."

Rekordeinkauf zahlt Vertrauen zurück

Dabei hat Okafor schon ganz andere Zeiten erlebt. Vor zwei Jahren zahlte Salzburg für den Angreifer rund elf Millionen Euro an den FC Basel und machte ihn damit zum teuersten Einkauf der Klubgeschichte. Danach konnte sich Okafor auch wegen Verletzungen nicht wie erhofft in Szene setzen, ehe er in dieser Saison richtig durchstartete. "Ich habe trotz allem nie den Fokus und den Glauben verloren und wurde für meine harte Arbeit belohnt", erzählte der Schweizer.

 

Bullen wünschen sich Manchester United

Der zum "Man of the Match" gekürte Okafor hob aber auch den Team-Aspekt hervor. "Unser großes Erfolgsgeheimnis ist der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft, das hat man heute speziell gemerkt. Jeder gibt für jeden alles." So wie Freund wünscht sich auch Okafor Manchester United als Achtelfinal-Rivalen. "Wir haben schon bewiesen, dass wir jeden Gegner fordern und auch gegen jeden Gegner bestehen können."

Trainer Matthias Jaissle hätte gegen Manchester United im Achtelfinale wohl ebenfalls nichts einzuwenden. Mit "Red Devils"-Coach Ralf Rangnick tauschte der 33-Jährige noch vor dem Sevilla-Match Textnachrichten aus, beide kennen einander schon aus gemeinsamen Zeiten bei Hoffenheim. Rangnick war Jaissles Entdecker und Förderer.

"Etwas Besonderes geschafft"

Unmittelbar nach dem Duell mit Sevilla überwog aber weniger der Gedanke an den möglichen Achtelfinal-Rivalen als die Freude über das eben Erreichte. Jaissle: "Wir sind alle total überwältigt, wir haben etwas ganz Besonderes geschafft, darauf können wir stolz sein. Die Mannschaft kann jetzt so richtig feiern."

Salzburg, Sevilla, Noten S24
Die Bullen-Kicker in der Einzelkritik von SALZBURG24-Sportredakteur Aleksandar Andonov.

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff war Jaissle nur kurz Teil der Salzburger Jubeltraube gewesen, er ging lieber in die zu diesem Zeitpunkt noch verwaiste Kabine. "Ich wollte einfach zwei, drei Minuten alleine sein", erzählte der Trainer. So blieb ihm Zeit, noch einmal den Auftritt seiner Spieler Revue passieren zu lassen. Es sei kein perfektes Spiel gewesen, so Jaissle. "Aber wir waren nahe dran."

Achtelfinal-Auslosung am Montag

Im 28. internationalen Spiel hielt Salzburg zum ersten Mal die "Null" und blieb ohne Gegentor. Der heroische Auftritt wurde schlussendlich belohnt. Sevilla steigt als Gruppendritter in die Europa League ab - die Bullen sind unter den 16 besten Teams Europas vertreten.

Auf wen Salzburg im Achtelfinale der Champions League trifft, erfahrt ihr am Montag ab 13 Uhr bei uns im LIVETICKER.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

Aufgerufen am 01.07.2022 um 12:20 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/red-bull-salzburg-feiert-champions-league-aufstieg-113755807

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