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Starker Auftritt

Salzburg schnappt sich Punkt gegen Milan

Bullen trennen sich mit 1:1 im CL-Auftakt

Die Bullen starten am Dienstag mit einem 1:1 in die erste Champions League Runde. Mit einer starken Leistung konnte man den AC Milan fast bezwingen.

Wals-Siezenheim

Beim Champions League Auftakt schenkten sich die beiden Mannschaften nichts. Die Punkte werden zum Schluss geteilt.

Okafor trifft nach toller Einzelaktion

Noah Okafor (28.) brachte das Team von Matthias Jaissle vor ausverkauftem Haus (29.520) in Führung, Alexis Saelemaekers (40.) sorgte noch vor der Pause für den Endstand im Gruppe-E-Match. Die Hausherren hatten dank einer couragierten Vorstellung insgesamt die besseren Chancen und dürften dem Sieg wohl etwas nachweinen. Dabei hatte man kurz vor Anpfiff erst Maximilian Wöber und knapp vor der Pause Oumar Solet verloren - und damit beide etatmäßigen Innenverteidiger.

Kameri mit Europacup-Debüt

Aufgrund der Leistenblessur von Luka Sucic schenkte Jaissle hinter den Spitzen Fernando und Noah Okafor dem 18-jährigen Dijon Kameri das Vertrauen. Jenem ÖFB-Nationalteamspieler, der noch keinen Europacupeinsatz für die "Bullen" und nur drei in der Liga am Konto hatte und sein Startelfdebüt am vergangenen Samstag beim 2:0 gegen die WSG Tirol feierte. Keine Wahl hingegen hatte Jaissle in Sachen Wöber, der sich beim Aufwärmen ebenfalls an der Leiste verletzte und durch Neuzugang Strahinja Pavlovic ersetzt wurde.

Wöber muss nach Aufwärmen passen

Am Feld wirkte sich das aber nicht aus. Pavlovic verschätzte sich in der 8. Minute zwar bei einem hohen Ball, der ansonsten unauffällige Olivier Giroud schloss aber überhastet ab, Goalie Philipp Köhn war zur Stelle. Ansonsten durfte sich Milan zwar klar mehr Ballbesitz und immer wie erwartet immer wieder Vorstöße gutschreiben, das hoch stehende Salzburg unterband die meisten Aktionen jedoch erfolgreich. Abgesehen vom Giroud-Abschluss waren vor allem ein verzogener Volley von Kapitän Davide Calabria (7.) und das Eingreifen Köhns bei einer gefährlichen Freistoßhereingabe (18.) nennenswert.

Guter Offensivdrang der Salzburger

Salzburg wiederum zeigte gleich nach Anpfiff seine Offensivtugenden. Andreas Ulmer und Co. traten wie von Jaissle gefordert äußerst mutig auf, beschäftigten die Milan-Defensive mit viel Tempo und stellten sich schon in der ersten Minute mit einem Köpfler (knapp) und einem Schuss Nicolas Capaldos (weit) daneben bei Milan vor. Immer wieder tauchte man vorne auf, ein geblockter Weitschuss von Maurits Kjaergaard (16.) und ein abgefälschter Fernando-Schuss in die Arme von Maignan (24.) waren nennenswert. Gut zehn Minuten später ließ der Brasilianer auf sechzehn Metern nicht locker, eroberte den Ball und assistierte Okafor. Der Schweizer spielte Innenverteidiger Pierre Kalulu schwindlig und schoss ins lange Eck ein - schönerweise per "Gurkerl".

Milan konnte Bullen-Pressing umgehen

Doch Milan blieb unbeeindruckt. Solet rettete nach einem "Ausflug" von Köhn gegen Rafael Leao (31.), kurz vor der Pause hatte der bis dahin wenig auffällige und bei CL-Debütant Amar Dedic gut aufgehobene Portugiese dann seinen Auftritt: Milan löste sich perfekt aus dem Salzburger Pressing, Leaos Hereingabe fand im Zentrum den alleingelassenen Saelemaekers, der locker einschoss.

Fernando vergab Riesenchance

Dass sich kurz vor der Pause auch Solet verletzte, machte die Malaise in der Verteidigungszentrale perfekt (42.), er musste durch Bernardo ersetzt werden. Einer guten Vorstellung auch nach der Pause stand das aber nicht entgegen. Die scheinbar "Hundertprozentige" vergab Fernando nach Kjaergaard-Hereingabe aus fünf Metern (53.), etwas mehr als zehn Minuten später musste auch er mit einer Muskelblessur vom Feld.

Milan hatte Siegtreffer am Fuß

Während Milan in der Folge kaum noch richtig zwingend wurde - Pobega schoss am langen Eck vorbei (61.), Divock Origi köpfelte daneben (76.) - arbeitete Salzburg weiter unermüdlich für den durchaus möglichen Sieg. Nicolas Seiwald zwang Maignan aus über 20 Metern zu einer Parade (62.), Sesko verzog im Finish aus ähnlicher Distanz nur knapp (86.). In der Nachspielzeit war es Origi, der im Strafraum den Ball zu Salzburgs Glück nicht richtig traf (91.). Noch mehr Fortune hatten die Gastgeber danach, als die Stange bei Leaos Schuss einen unverdienten Sieg Milans verhinderte (94.).

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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