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Red Bull Salzburg muss vor Meisterfeier WAC biegen

Am Sonntag wollen die Bullen ordentlich feiern. APA/Krug/Archiv
Am Sonntag wollen die Bullen ordentlich feiern.

Meister Red Bull Salzburg empfängt in der letzten Fußball-Bundesliga-Runde am Sonntag (ab 17.30 Uhr) den Tabellensechsten WAC. Die Wolfsberger sind nach drei 1:1 als einziges heimisches Team in dieser Saison noch ungeschlagen gegen die Bullen, die nach dem Match den Meisterteller und die Medaillen für die erfolgreiche Titelverteidigung von Liga-Präsident Hans Rinner überreicht bekommen. Fragezeichen gibt es um einen möglichen Fan-Boykott.

Außerdem erhalten auch die Salzburg-Legionäre Naby Keita und Alexander Walke ihre Auszeichnungen für den besten Spieler und Tormann der Saison. Bei der Meisterfeier der Mozartstädter wird den Fans, von denen zuletzt einige wegen der Entscheidung gegen einen Meisterstern auf dem Trikot sauer waren, dann noch Livemusik und Gratisbier geboten.

Vermiest WAC den Salzburgern die Meisterfeier?

Der WAC könnte die Feierlaune der mehr als 10.000 erwarteten Anhänger aber trüben, sollte er auch im vierten Saisonduell mit dem alten und neuen Champion ohne Niederlage bleiben.

"Wir hatten ein cooles Frühjahr", betonte Wolfsbergs Trainer Heimo Pfeifenberger mit Blick auf die Tabelle der zweiten Saisonhälfte, die sein Team hinter Salzburg und Rapid als Dritter abschließen wird. "Nun gilt es noch einmal über die Schmerzgrenze zu gehen.

Pfeifenberger will Salzburg "Haxl" stellen

Vielleicht gelingt uns die Sensation, den Salzburgern ein 'Haxl' zu stellen", meinte Pfeifenberger, der schon mit einem Punkt hochzufrieden wäre, vor dem Gastspiel in seiner Heimat.

Ein WAC-Sieg in Wals-Siezenheim wäre eine Premiere, hat doch Salzburg keines seiner bisherigen sieben Heimspiele (vier Siege, drei Remis) gegen die Kärntner verloren. Vor einem knappen Jahr feierte der Meister zum Saisonabschluss einen 3:0-Heimsieg über die Wolfsberger, die in dieser Saison bisher nur zweimal in der Fremde (2:0 bei der Admira und 1:0 in Grödig) gewonnen haben.

Bullen seit 13 Runden ungeschlagen

Salzburg ist seit mittlerweile 13 Runden (neun Siege/vier Remis) ungeschlagen, zu Hause sogar seit dem 1. August des Vorjahres (1:2 gegen Rapid). Seither feierten die Bullen in 16 Liga-Heimspielen 13 Siege und haben deshalb am Sonntag erneut drei Punkte im Visier, wie Trainer Oscar Garcia am Freitag versicherte. "Wir haben schon im letzten Spiel (2:1 in Grödig, Anm.) gezeigt, dass wir die Mentalität haben und professionell genug sind, jedes Spiel gewinnen zu wollen. Wir werden alles dafür geben", versprach der Katalane, der im Hinblick auf das Cup-Finale am Donnerstag in Klagenfurt gegen die Admira erneut einige Stammspieler schonen wird.

Nach Verzicht auf Meisterstern: Fan-Boykott bei Meisterfeier?

Nachdem zuletzt Fußball-Fans von Red Bull Salzburg wegen des Verzichts auf einen Meisterstern sauer gewesen waren, hoffen die "Bullen" auf eine würdige Meisterfeier am Sonntag beim letzten Liga-Spiel zu Hause gegen den WAC. Laut Geschäftsführer Jochen Sauer sei man "in einem guten Dialog" und habe "positive Gespräche" mit den Anhängern führen können, um einen Fan-Boykott zu vermeiden.

Zuletzt beim 2:1-Sieg am Mittwochabend in Grödig war der mitgereiste Anhang des Meisters mit Ausnahme einer Minute still geblieben. "Kein Stern? Wir sind sprachlos", war auf einem Transparent der Red-Bull-Fans zu lesen gewesen. Hintergrund ist, dass der Club inklusive der drei Meisterwürden des Vorgängervereins SV Austria Salzburg nun schon bei insgesamt zehn Titeln hält und deshalb eigentlich einen Meisterstern auf dem Trikot der kommenden Saison verdient hat. Die Club-Führung entschied sich aber dagegen, um eine klare Trennlinie zum Vorgängerverein zu ziehen.

"Wir haben die Entscheidung, auf den Meisterstern zu verzichten, nicht aus dem Bauch heraus getroffen, sondern die Argumente sehr lange abgewogen. Aber wir wissen, dass es eine emotionale Geschichte ist, und man muss die Reaktion der Fans respektieren", sagte Sauer am Freitag. "Wir sind mit ihnen in Kontakt und haben, soweit es uns möglich ist, diese Entscheidungen erklären können. Ich glaube, wir sind in einem guten Dialog und haben positive Gespräche führen können. Deshalb bin ich guter Hoffnung, dass die Meisterfeier so begangen wird, wie es die Mannschaft nach dieser Saison und diesen Leistungen verdient hat."

(APA)

(Quelle: S24)

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