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Vor CL-Play-off

"Unglaublich schlechte Situation" für Bullen

Corona wütet bei Salzburgs Gegner

Eigentlich sollte vor dem ersten Saison-Highlight die Vorfreude bei Red Bull Salzburg überwiegen. Doch das anstehende Champions-League-Play-off gegen Maccabi Tel Aviv steht bereits vor der Abreise der Bullen unter keinem guten Stern. Denn in Israel und beim 23-fachen Rekordmeister wütet das Coronavirus. "Eine unglaublich schlechte Situation", sagte Salzburg-Trainer Jesse Marsch am Salzburger Flughafen (siehe S24-Video oben). Wir berichten am Dienstag ab 20.50 Uhr im LIVETICKER.

Die Chance für die Marsch-Crew, sich zum ersten Mal über die letzte Quali-Runde zu qualifizieren, ist größer denn je. Denn bei den dezimierten Israeli sollen sechs Spieler und sieben Betreuer positiv auf Covid-19 getestet worden sein. Tel Aviv-Trainer Georgis Donis wird – wenn überhaupt – nur eine B-Elf auf das Feld schicken können. 

 

Für Marsch eine "komische Zeit"

Bei den Bullen-Kickern rannte am Salzburger Flughafen dennoch der "Schmäh". Andre Ramalho, Dominik Szoboszlai und Co waren gut gelaunt und zum Scherzen aufgelegt. Doch beim genaueren Hinhören war die Anspannung und Verunsicherung deutlich zu vernehmen. "Es ist eine komische Zeit und es ist schade, dass wir eine unglaublich schlechte Situation schaffen müssen", klagte Trainer Jesse Marsch.

An dem sportlichen Ziel, Teil der heurigen Starliga zu sein, ändert das freilich nichts. "Es ist eine eigenartige Situation, weil wir wissen, dass es in Israel extrem viele Corona-Infektionen gibt und es nun auch beim Verein (Maccabi Tel Aviv, Anm. d. Red.) ausgeartet ist. Aber wir können nur das beeinflussen, was in unserer Macht liegt", erklärte Sportdirektor Christoph Freund (siehe S24-Video unten). Soweit ihm bekannt, sei es das erste Mal, dass unter solchen Umständen ein Spiel durchgeführt werden soll.

Tel Aviv gegen Salzburg soll stattfinden

Die Mozartstädter hatten am Sonntagabend noch Kontakt mit der UEFA und wurden darüber informiert, dass ein Team 13 gesunde Feldspieler und 2 gesunde Tormänner haben müsse, dass ein Spiel stattfinden kann. Die Israeli sollen demnach am Montag und eventuell am Dienstag noch einmal getestet werden. Den Bullen wurde versichert, dass Maccabi Tel Aviv alles Mögliche unternehmen wolle, damit das Duell über die Bühne gehen kann. "Auch der Austausch mit dem Gegner ist sehr professionell. Sie sind stets bemüht, uns immer auf dem aktuellen Stand zu halten", betonte Freund.

Israel im Lockdown

Weil sich Israel derzeit im Lockdown befindet, ist die Reisegruppe im Charterflieger aus Sicherheitsgründen extrem klein gehalten und umfasst lediglich rund 45 Personen. Spieler, die nicht zum direkten Aufgebot für das Match gehören, bleiben aus präventiven Gründen ebenso in Salzburg wie etliche Betreuer, Klubmitarbeiter und Medienverteter, die sonst stets vor Ort sind.

Drei Bullen fehlen

Montagnachmittag steht für Salzburg noch ein Abschlusstraining an, ehe der gesamte Klub im Hotel "InterContinental David", das direkt am Strand liegt, von der Öffentlichkeit komplett abgeschottet wird. Beim ersten Saison-Highlight, bei dem es um mehr als 20 Millionen Euro für die Teilnahme an der Champions League geht, machten die verletzten Kaderspieler Zlatko Junuzovic und Oumar Solet den Trip ebenso nicht mit wie Verteidiger Jerome Onguene, der anders als der wieder fitte Maximilian Wöber, laut Klub keinen Platz im Kader fand.

Die Gier und Lust, sich auch heuer trotz der Umstände mit europäischen Topklus zu messen, ist beim österreichischen Serienmeister ungebrochen.

(Quelle: SALZBURG24)

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