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Vor Duell gegen Genk

Bullen hoffen auf Haaland-Rückkehr

Erling Haaland, Red Bull Salzburg GEPA/Red Bull
Erling Haaland fehlte zuletzt gegen St. Pölten.

Es könnte ein Weckruf zur rechten Zeit gewesen sein. Der FC Red Bull Salzburg verspielte am Samstag im Bundesliga-Heimspiel gegen den SKN St. Pölten eine 2:0-Führung, offenbarte beim 2:2 zum wiederholten Mal Schwächen in der Defensive. Der LASK lauert nach seinem 2:0-Erfolg bei der WSG Tirol als Tabellenzweiter nur noch einen Punkt hinter den Salzburgern.

Salzburg-Trainer Jesse Marsch wollte den Rückschlag vier Tage vor dem so wichtigen Champions-League-Gastspiel bei KRC Genk nicht überbewerten. "Ich mache mir wegen Mittwoch keine großen Sorgen", betonte der US-Amerikaner. "Wir sind für Mittwoch bereit." Zumal in seiner Abwehr mit dem gegen St. Pölten geschonten Maximilian Wöber ein Schlüsselspieler zurückkehrt.

Dazu hoffen die Bullen auf die Rückkehr ihres Superstürmers Erling Haaland. Der 19-Jährige, mit sieben Toren Führender der CL-Schützenliste, fehlte gegen den SKN wegen seiner beim norwegischen Nationalteam erlittenen Knieverletzung. Laut Marsch sollte er am Sonntag aber voll trainieren. "Wir brauchen ihn dringend, er ist ein ganz wichtiger Spieler für uns", sagte Verteidiger Marin Pongracic über seinen Teamkollegen. "Aber wir brauchen jeden einzelnen Spieler."

Marsch: "Wir brauchen mehr Zu-Null-Spiele"

Pongracic selbst verursachte gegen St. Pölten den Elfmeter zum 2:1, Nebenmann Andre Ramalho mit einem schweren Patzer das 2:2. "Wir können immer ein Tor machen, aber wir brauchen eine bessere Verteidigung", erklärte Marsch. Die Leistung sei grundsätzlich "relativ gut" gewesen. "Aber am Ende kann man nicht auf diesem Niveau diese Fehler machen. Das ist nicht genug."

Dass nicht alle Stammkräfte mit dabei waren, ließ der Bullen-Coach nicht als Ausrede gelten. "Wir haben einen guten Kader. Wir erwarten immer, dass alle bereit sind." Die Begegnung habe ihn an die 2:3-Heimniederlage im Oktober in der Champions League gegen SSC Napoli erinnert. Schon damals brachten sich die Salzburger selbst um die Früchte ihrer - damals noch viel besseren - Arbeit. Marsch: "Wir haben defensiv zu viele Fehler gemacht. Wir müssen weiter daran arbeiten. Wir brauchen mehr Zu-Null-Spiele."

Salzburg nur Remis gegen SKN

Zudem war St. Pöltens Hintermannschaft trotz 79 Prozent Ballbesitz für die Salzburger nur zweimal zu knacken. Immer wieder rannte sich der Serienmeister fest. "Vom Test her war es gar nicht so schlecht, weil wir gesehen haben, dass es nicht von alleine geht", meinte Routinier Zlatko Junuzuvic. "Es gibt keine Selbstläufer. Wir müssen jetzt eine Schippe mehr drauflegen und gegen Genk besser spielen."

National ist der LASK der Gegner. Die Linzer haben ihre vergangenen sieben Ligaspiele gewonnen. Zum nächsten direkten Duell mit Salzburg kommt es aber erst zum Frühjahrsauftakt Mitte Februar. "Es kommt ja noch die Punkteteilung. Die Spannung wird so oder so gegeben bleiben", sagte Junuzovic über das Titelrennen. "Der LASK macht es sehr gut, ist eine große Herausforderung für uns." Gleiches gelte für den drittplatzierten WAC. Junuzovic: "Es ist nur gut, dass es solche Mannschaften in der Liga gibt."

LASK ist Bullen auf den Fersen

Im Vorjahr betrug der Rückstand der Linzer auf Salzburg nach 15 Runden zwölf Punkte. Nun kleben sie den Bullen direkt an den Fersen. Auswärtsspiele (acht Siege in acht Spielen) und Abwehrstärke (acht Gegentore in 15 Spielen) sind die Trümpfe des LASK. In Tirol war auch Geduld gefragt, Peter Michorl (79.) und Samuel Tetteh (94.) erlösten die Oberösterreicher erst mit späten Toren.

"Das war nicht einfach. In der Halbzeit haben wir angesprochen, dass wir Geduld haben und weiter Druck machen müssen", erklärte LASK-Trainer Valerien Ismael, der sich letztlich über eine erfolgreiche Generalprobe für das Europa-League-Spiel am Donnerstag bei Rosenborg Trondheim freuen durfte. Marsch dagegen betonte, dass seine Mannschaft noch in der Entwicklung stecke. "Es ist November. Wir haben noch viel zu tun in dieser Saison." Der LASK sei eine gute Mannschaft. "Sie sind direkt hinter uns, aber wir müssen uns auf uns fokussieren. Wir müssen besser verteidigen."

(Quelle: APA)

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