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"Das war der Dosenöffner"

Knoten geplatzt! Salzburg besiegt den LASK

Bullen stehen im Cup-Finale

Es geht doch! Der FC Red Bull Salzburg siegt nach fünf Spielen ohne "Dreier" und bezwingt den LASK im Cup-Halbfinale. Im vorweggenommenen Endspiel des ÖFB-Cups setzen sich die Bullen mit 1:0 durch. Auf die Salzburger wartet in Klagenfurt am 1. Mai Austria Lustenau im Duell um den Titel.

Salzburg

Salzburgs imposante Serie setzt sich somit eindrucksvoll fort. Die Bullen schafften es in den vergangenen sechs Jahren ebenso oft ins Endspiel des Bewerbs und gewannen diesen fünf Mal. Und auch heuer findet das Finale mit Salzburg statt – bereits zum siebten mal in Folge.

Salzburg diktiert Spielgeschehen

Die Mozartstädter erwischte den besseren Start in die Partie und waren die ersten 23 Minuten das aktivere Team. Immer wieder tauchte der Cup-Titelverteidiger gefährlich vor das Linzer Tor auf. Entweder machten die zweikampfstarken Oberösterreicher den Bullen-Angriffen einen Strich durch die Rechnung oder Szoboszlai zeigte bei der besten Salzburg-Chance in Hälfte eins Nerven.

Indes trat der LASK jedes Mal nach Einwürfen und Standards gefährlich in Aktion. Mit starker Präsenz in den Zweikämpfen hielten die Gäste den Kasten sauber. Zudem wurde den Gästen ein Abseitstor durch Marko Raguz aberkannt. Die Linzer begannen zunehmend mehr Akzente in der Offensive zu setzen – jedoch ohne Kapital daraus geschlagen zu haben.

Titel-Chance für Bullen am Leben

Es war ein schwieriger Monat für uns, aber wir haben immer gut miteinander gearbeitet. Der Erfolg ist ein bisschen teuer erkauft, weil Hwang verletzt ist, aber wir sind im Finale und können uns jetzt einmal auf die Meisterschaft konzentrieren. Die Führung gegen den LASK ist immer wichtig, denn wenn sie aggressiver von hinten heraus spielen müssen, können wir umschalten. Das war unser bestes Spiel seit der Winterpause und eines der besten in dieser Saison.", analysierte Salzburg-Coach Jesse Marsch.

Hwang bricht Torbann gegen LASK

Halbzeit zwei startete wie der erste Abschnitt endete: Erneut war es Szoboszlai (46.), der einen schier sicheren Sitzer zu lässig vergab: Der ungarische Nationalspieler musste vor dem fast geschlagenen Keeper Schlager nur mehr einschieben. Doch der Flügelspieler ließ auch diesen Hochkaräter liegen. Eines der Hauptprobleme der Salzburger wurde somit wieder sichtbar: Es fehlte derzeit die Kaltschnäuzigkeit und die Selbstverständlichkeit vor dem Tor.

Besser machte es jedoch Hee-chan Hwang (50.) nach einem blitzschnell vorgetragenen Konter: Daka wurde auf die Reise geschickt und legt vor dem leeren Kasten auf den Koreaner quer, der ungehindert zum 1:0 einschob. Somit war "Hexer" Schlager das erste Mal geschlagen und Salzburgs Knoten geplatzt. Dass die Salzburger Führung nicht hoher ausfiel, hatte die Elf von Trainer Valerien Ismael seinem Keeper zu verdanken. "Wir hätten auch höher verlieren können, aber Alex (Schlager, Anm. der Red.) hat uns davor bewahrt", sagte Ismael.

Red Bull Salzburg, LASK, Cup-Halbfinale, Cican Stankovic GEPA/Red Bull
Cican Stankovic ließ seinen Emotionen nach dem Finaleinzug gegen den LASK freien Lauf.

Bullen halten die Null

Zudem wirkte die zuletzt wackelnde Abwehr mit Ramalho und Wöber als Stabilisatoren sattelfest. Das erste Mal fing sich der Serienmeister keinen Gegentreffer ein. "Das war der Dosenöffner für die kommenden Aufgaben", sagte Keeper Cican Stankovic im S24-Video-Interview (siehe ganz oben). Die Linzer konnten sich aus dem Spiel heraus kaum Großchancen herausspielen. Auch die Dranperiode der Oberösterreicher inklusive hektische Schlussphase überstanden die Salzburger unbeschadet und stehen somit gegen Austria Lustenau im Cup-Finale. Nicht mit von der Partie wird der umtriebige Enock Mwepu (90+4.) sein, der wie Reinhold Ranftl (glatt rot) in der Nachspielzeit des Platzes verwiesen wurde.

Cup-Halbfinale: Salzburg gegen LASK im LIVETICKER

(Quelle: SALZBURG24)

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