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Franzosen kommen nicht

Salzburgs Testspiel-Kracher abgesagt

Bullen gegen Monaco findet nicht statt

FC Red Bull Salzburg GEPA/Red Bull
Die Bullen dürfen über einen prominenten Gegner jubeln.

Ein wahres Testspiel-Schmankerl wäre dem FC Red Bull Salzburg am Freitag ins Haus gestanden: Die Bullen haben das französische Topteam AS Monaco zum Probegalopp eingeladen. Das Duell wurde jedoch am Montag vonseiten der Franzosen abgesagt.

Daher kommt es zu keinem Wiedersehen mit Ex-Coach Niko Kovac. Kovac war zwischen 2009 und 2011 zunächst für die Red Bull Juniors als Trainer verantwortlich, danach fungierte er als Co-Trainer von Ricardo Moniz in der Kampfmannschaft. Von 2013 bis 2015 war Kovac Trainer des kroatischen Nationalteams, es folgten Engagements bei Eintracht Frankfurt und Bayern München. Seit Juli 2020 ist der 48-Jährige Trainer von AS Monaco.

Das Testspiel zwischen Salzburg und Monaco hätte in der Länderspielpause stattfinden sollen. Da beim österreichischen Serienmeister gestern drei positive Corona-Fälle auftraten, nahm das französische Top-Team Abstand von der Reise. Am Sonntag schickte Salzburg den TSV Hartberg mit einer 7:1-Packung nach Hause. Weiter geht es für die Bullen am 17. Oktober mit dem Cup-Auswärtsspiel in St. Pölten.

Bullen startet in CL mit Heimspiel

In der Champions League ist mittlerweile auch der Spielplan der Bullen fix. Salzburg startet am 21. Oktober mit einem Heimspiel gegen Lok Moskau in die Gruppenphase. Schon sechs Tage später geht es in Madrid gegen Atletico weiter, ehe am 3. November daheim und 25. November auswärts Duelle mit Champions-League-Sieger Bayern München anstehen. Am 1. Dezember steht der Russland-Trip zu Lok Moskau an, abgeschlossen wird die Gruppe A aus Salzburger Sicht am 9. Dezember mit einem Heimspiel gegen Atletico.

Salzburgs Spielplan in der Champions-League

  • 1. Runde am 21. Oktober, 18:55 Uhr: Red Bull Salzburg - Lok Moskau
  • 2. Runde am 27. Oktober, 21:00 Uhr: Atletico Madrid - Salzburg
  • 3. Runde am 3. November, 21.00 Uhr: Salzburg - Bayern München
  • 4. Runde am 25. November, 21:00 Uhr: Bayern München - Salzburg
  • 5. Runde am 1. Dezember, 18:55 Uhr: Lok Moskau - Salzburg
  • 6. Runde am 9. Dezember, 21:00 Uhr: Salzburg - Atletico
(Quelle: SALZBURG24/APA)

Bullen rücken nach Corona-Turbulenzen zusammen

7:1-Kantersieg gegen Hartberg
Die Red Bull Salzburg-Spieler Patson Daka, Sekou Koita und Noah Arinze Okafor jubeln nach dem Treffer zum 7:1 am Sonntag, 04. Oktober 2020, während der tipico Bundesliga- Begegnung zwischen Red Bull Salzburg und TSV Prolactal Hartberg in Salzburg.

Vorerst drei positive Coronavirus-Tests haben bei Fußball-Meister Red Bull Salzburg Unruhe entstehen lassen. "Ein bissl eine Ungewissheit ist jetzt da, weil man nicht genau sagen kann, woher das kommt", meinte Verteidiger Albert Vallci nach dem 7:1-Kantersieg gegen Hartberg am Sonntag. Das Abstellungsverbot für alle Teamspieler könnte sich in der Länderspielpause aber sogar als Vorteil erweisen. Danach wartet am 21. Oktober mit Lok Moskau der erste Champions-League-Test.

"Wir haben in den letzten acht Monaten oft mit den Jungs gesprochen, dass unser größter Gegner vielleicht das Virus ist", sagte Trainer Jesse Marsch. Nun ist das Problem mitten in der Mannschaft. Nach dem Play-off-Rückspiel in der Champions League gegen Maccabi Tel Aviv am Mittwoch zeigten Tests bei drei Salzburgern eine Corona-Infektion an. Beim israelischen Meister waren im Vorfeld des Play-off-Duell mehr als ein Dutzend Fälle aufgetaucht. Die Hypothese, dass die Übertragungen direkt im Spiel passiert sind, erscheint daher nicht abwegig.

Salzburg rätselt über Corona-Fälle

"Wir wissen aus vielen Studien, dass eine Ansteckung am Platz noch nicht nachgewiesen wurde", erklärte allerdings Geschäftsführer Stephan Reiter. "Wir wissen noch nicht genau, wie das jetzt passieren hat können. Ob es wirklich von dem Champions-League-Spiel ist, weiß man jetzt leider nicht", betonte auch Vallci im Sky-Interview. Das Virus könnte sich genauso durch private Unachtsamkeit eingeschlichen haben, hielten die beiden fest.

Corona-Tests jeden zweiten Tag

Laut dem Verein haben die drei Betroffenen keine Symptome. Sie wurden gemäß dem Bundesliga-Präventionskonzept in Quarantäne geschickt, alle Kollegen müssen sich ebenfalls isolieren. Schnelltests bei allen anderen Spielern ergaben am Sonntag ein negatives Resultat, womit die Bundesliga-Partie gegen Hartberg plangemäß stattfinden konnte. Am Montag werden die Spieler wieder getestet, dann am Mittwoch - wenn der Trainingsbetrieb wieder anläuft - neuerlich. Am Sonntag standen u.a. Andre Ramalho, Mergim Berisha und Karim Adeyemi nicht im Matchkader.

Marsch verspricht sich und "verrät" Ramalho

Bei der Pressekonferenz nach dem Spiel ist Marsch ein Missgeschick passiert. Der US-Amerikaner erzählte, dass er mit einem Andre gesprochen habe und dieser in seinem Garten trotz Isolation 10 Meter hin und her laufen könne. Als alle anwesenden Journalisten und die Bullen selbst in Gelächter ausbrachen, war dem Coach klar, dass er sich versprochen hatte. "Oh sorry. Das ist ein anderer Andre. Ein Freund aus Amerika", nahm es Marsch mir Humor (siehe Video unten bei 12.30 Minuten).

Keine Länderspiele für Bullen

Dass alle Teamspieler der Bullen, also auch jene von U-Auswahlen, nun in Salzburg bleiben müssen, ist laut Reiter ebenfalls dem Bundesliga-Papier geschuldet. "Es wäre auch unlogisch, eine rote Gruppe zu verlassen und in eine andere rote Gruppe einzutauchen", fügte er hinzu. In Hinblick auf die nächsten großen Aufgaben ist diese Maßnahme aber nicht die schlechteste. Denn Marsch und sein Stab können nun praktisch zwei Wochen konzentriert mit dem Kader arbeiten, ehe Lokomotive Moskau in Wals-Siezenheim gastiert. Dazwischen findet nur die Cup-Partie beim SKN St. Pölten statt.

"Ich finde die Erfahrung der Nationalmannschaft für unsere Spieler so wichtig. Das Land zu repräsentieren ist immer ein großes Gefühl. Der Nachteil ist, wenn sie weg sind, kann ich die Belastung nicht kontrollieren", sagte Marsch. "Sie müssen reisen, das ist jetzt auch gefährlich. Von der Perspektive ist es ein Vorteil, aber ich möchte nicht die Spieler da behalten. Ich möchte immer, dass sie im Nationalteam spielen. Es ist eine große Ehre für die Jungs."

Hartberg kommt gegen Salzburg unter die Räder

Unter anderem betroffen sind die Stürmer Sekou Koita aus Mali und Patson Daka aus Sambia. Daka hat nun als erster Liga-Profi seit Jonatan Soriano 2013/14 in den ersten vier Runden jeweils getroffen, insgesamt schon fünf Mal. "Sekou und Patson spielen sehr gut zusammen. Aber auch Noah (Okafor; Anm.) hat eine sehr gute Leistung gebracht, Majeed (Ashimeru) von der Bank hat auch gut gespielt. Wir haben so viel Qualität. Wenn die Mentalität richtig gut ist, haben wir große Möglichkeiten", sagte Marsch nach dem bisher höchsten Saisonsieg.

Dass Hartberg so unter die Räder kam, habe laut Trainer Markus Schopp auch damit zu tun, dass nicht alle Spieler bei 100 Prozent seien. Insofern komme die Pause nun gelegen. "Ich glaube, dass wir weiter sind, als dieses Resultat zeigt. Aber es muss dem Letzten bewusst werden, dass das, was wir uns letztes Jahr erarbeitet haben, jetzt vorbei ist. Es geht beinhart ums Überleben", machte der Steirer deutlich. Wie Schopp bestätigte, ist Hartberg noch auf der Suche nach einem zusätzlichen Stürmer. "Es muss jemand sein, der wirklich zu uns passt. Die Frage ist, ob wir das wirklich schaffen."

Aufgerufen am 25.10.2020 um 10:36 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/red-bull-salzburgs-testspiel-kracher-gegen-monaco-abgesagt-93681628

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