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Regionalliga: Der große Saison-Abschlussbericht

Spannend bis zum Schluss: Anif hielt den Titelkampf bis zuletzt offen und scheiterte dennoch. Seekirchen rangt noch um den Abstieg. SALZBURG24 hat mit den Trainern gesprochen und wirft einen Blick auf alle Teams.

Die Meisterschaft blieb bis zum Schluss spannend. Erst in den letzten beiden Runden am Pfingstwochenende entschied sich die Titelvergabe in der Regionalliga West (RLW) – gegen Anif, zugunsten von Wattens. Auch unterhalb der Tabellenspitze tat sich einiges. SALZBURG24 hat mit den Trainern gesprochen und blickt auf eine spannende Regionalliga-Saison zurück.

Anif: „Ziel nicht erreicht“

„Viel können wir uns nicht vorwerfen“, sagte Anif-Coach Michael Baur im Gespräch mit SALZBURG24. „Die Saison war zufriedenstellend. Nur unser Ziel haben wir nicht erreicht.“ Die Vorentscheidung fiel in der vorletzten Runde am Freitag. Anif war bei den Red Bull Juniors zu Gast. Zur Halbzeit lag die Baur-Elf in Führung. Man wusste aber auch, dass das gleichzeitig spielende Wattens gegen die Wacker Innsbruck Amateure vorn liegt. Die Mannschaft war etwas verunsichert, wie auch Baur bestätigte. Am Ende stand ein 3:3 Remis gegen die Jungbullen am Konto – Meisterschaft Ade.

Auswärtsniederlage gegen Dornbirn als Wendepunkt

Knackpunkt war für Coach Baur die Auswärtsniederlage gegen Dornbirn in der 22. Runde. „Das war eine Riesenenttäuschung“, meinte der Anif-Trainer. Davor waren die Flachgauer, die als spielstärkste Mannschaft der Regionalliga gehandelt wurden, nur einen Punkt hinter Wattens. Nach dieser Begegnung waren es vier. Und gegen ein Team, das nicht verliert, ist eben schwer aufzuholen. Ziele bei im Team? „Das ist schwierig, wenn man die Mannschaft noch nicht beisammen hat“, so Baur. Durch das überwandern von Anif ins Red Bull Farmteam, bleibt bei der alten Mannschaft kein Stein auf dem anderen. „Ziel ist es, eine Mannschaft zusammenzustellen, die unter die ersten Sechs will“, gibt der Trainer schließlich doch ein Ziel aus. „Wir haben noch einiges zu tun“, sieht Baur viel Arbeit auf sich zukommen.

Seekirchen und das untere Ende der Regionalliga

Am anderen Ende der Tabelle kämpfte Seekirchen. Nach der letzten Runde liegt das Team auf dem 15. Platz. Das würde den Abstieg bedeuten, wären da nicht zwei Sachen. Zum Einen will Union Innsbruck nicht in der Liga bleiben und wechselt freiwillig eine Stufe nach unten. Zum Anderen hängt der Verbleib an der Bundesliga-Lizenz des LASK, das Schiedsgericht soll am Dienstag entscheiden.

10 Jahre Regionalliga, 10 Jahre gegen den Abstieg

„Normalerweise bin ich immer für den sportlichen Weg. Wenn du die Qualität nicht hast, ist es gscheiter abzusteigen“, meinte Markus Scharrer, Trainer von Seekirchen, zu der Geschichte. „Aber wenn wir den Klassenerhalt geschenkt bekommen, werden wir das annehmen.“ Zehn Jahre und 300 Spiele hat der SV Seekirchen in der Regionalliga auf dem Buckel, SALZBURG24 berichtete. Es waren aber auch zehn Jahre, in denen hauptsächlich gegen den Abstieg gekämpft wurde. „Da hast keine Freud, wenn du nur drei Spiele in der Saison gewinnst. Da kriegst du keine Siegermentalität“, zeigt sich Scharrer kritisch. Für die Zukunft ist er trotzdem zuversichtlich: „Wenn ich alle Spieler krieg, die ich will, sind wir wettbewerbsfähig.“

Austria Salzburg: Durchwachsene Saison

Eine durchwachsene Saison hatte auch die Austria Salzburg. Im September verließ Coach Didi Emich die Violetten, in der Hinrunde waren die Abstiegsplätze phasenweise nicht weit entfernt. Der Frühjahrsauftakt, das erste Spiel unter dem neu engagierten Coach Thomas Hofer (vormals Anif) ging ebenfalls schief. Im Derby gegen die Red Bull Juniors wurden die Austrianer mit 4:1 vom Platz gefegt. Die Violetten Fans sahen das gar nicht locker. Dann kamen die Kicker des Traditionsklubs in die Gänge, es folgten neun Spiele ohne Niederlage. Im Endspurt kam der Erfolgslauf wieder ins Stocken. „Gegen die Topmannschaften wurden uns die Grenzen aufgezeigt“, meinte Coach Hofer gegenüber SALZBURG24. Die Ziele für die nächste Saison sind noch nicht ausgegeben, erst muss der Kader stehen. „Wir werden eine Mannschaft zusammenbauen, die in der Tabelle den nächsten Schritt machen kann“, fasst Hofer zusammen, was in den nächsten Wochen auf den Verein zukommen wird.

St. Johann, Saalfelden und Neumarkt im Mittelfeld

Im Mittelfeld sind auch noch TSV St. Johann, FC Pinzgau Saalfelden und TSV Neumarkt unterwegs. St. Johann konnte zuletzt immer wieder aufzeigen, profitierte auch von dem treffsicheren Torschützen Leonardo Barnjak. Pinzgau Saalfelden hielt sich die meiste Zeit in den Top Ten auf und rutschte ausgerechnet in der letzten Runde noch auf Platz elf ab. Ausgerechnet gegen den freiwilligen Absteiger Union Innsbruck, dem Team mit den meisten Gegentreffern in der Regionalliga West, musste die Rottenspacher-Elf eine Niederlage einstecken. Dem TSV Neumarkt machte ebenfalls ein schlechtes Torverhältnis zu schaffen. 71 Gegentreffer bedeuten in dieser Hinsicht die zweitschlechteste Bilanz, Maßnahmen im Defensivbereich liegen nahe. (fga / SALZURG24)
(Quelle: S24)

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