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RLW-Check: Anif bleibt weiterhin Salzburgs Aushängeschild in der Regionalliga West

Die siebte Runde der Regionalliga West verlief nur aus Anifer Sicht positiv. Die restlichen Salzburger Vertreter in der dritthöchsten Spielklasse hatten allesamt das Nachsehen. Neumarkt verliert beim Liga-Krösus Wattens denkbar knapp, Eugendorf, Seekirchen und St. Johann müssen sich klar geschlagen geben und Pinzgau muss eine herbe Klatsche einstecken. Das und mehr im RLW-Check.

USK Anif sorgt in der Regionalliga West weiterhin für Furore. Im siebten Spiel konnten die Hofer-Mannen den sechsten Sieg einfahren. Im Aufsteiger-Duell gegen Bregenz behielten die Anifer knapp die Oberhand und üben dadurch weiter Druck auf den Tabellenführer Wattens aus. In einer offenen Anfangsphase hätten durchaus beide Teams in Führung gehen können. Bei Anif trafen der strake Spielmacher Wachter und Angreifer Omerovic Aluminium. Bregenz spielte ihre Vorstöße nicht klug fertig oder scheiterte an Anif-Schlussmann Stadlbauer.

Erdogan setzt Anifer Siegeszug fort

Eine halbe Stunde war gespielt als Anif das erste Mal jubeln durfte. Nach einem Patzer von Goalie Mähr war Erdogan zur Stelle und schob den Ball locker zum 1:0 über die Linie. In der Folge spielten beide Teams gefällig nach vorne. Der Treffer gelang jedoch abermals Erdogan (63.). Nach einer schönen Einzelleistung auf der rechten Seite krönte er seine Leistung mit dem zweiten Treffer. Die Bregenzer gaben nicht auf und kamen durch Kovacevic nur vier Minuten später zum 2:1 Anschlusstreffer. Stadlbauer hielt in der Schlussphase mit guten Reflexen noch die drei Punkte für sein Team fest. "Wir hätten den Sack schon früher zumachen müssen, aber da kam ein wenig die Jugend aus unserer jungen Mannschaft heraus und wir machten es damit unnötig spannend. Aber trotzdem Kompliment an die Mannschaft für den Start", freute sich Anif-Trainer Hofer über den zweiten Tabellenrang.

Neumarkt schrammt knapp an der Sensation vorbei

Die Rollen beim Spiel zwischen Wattens und Neumarkt waren klar verteilt: Die Wallerseer reisten ohne Jonjic, Urbanek, Enzenberger und Gottfried dezimiert zum überlegenen Tabellenführer und sind sich der Außenseiterrolle bewusst. Nicht nur die Personalsituation sprach gegen die Wallerseer, sondern auch die aussagekräftige Statistik: In den letzten zehn Duellen ging jedes Mal Wattens als Sieger vom Platz. Und genau weil Neumarkt statistisch eigentlich keine Chance gegen die Tiroler hat, spielte die Hajek-Elf von Beginn weg befreit auf. In einer ausgeglichenen ersten Hälfte erarbeitete sich Neumarkt die klar besseren Chancen heraus und hätte durch Hübl, Mayr und Friedl klar in Führung gehen können. "In dieser Phase müssen wir eigentlich ein, zwei Tore machen", trauerte Hajek den vergebenen Chancen nach.

"Heute wären wir fällig gewesen"

Spielerisch war Wattens dann zwar besser, jedoch hat es einen Schreter-Freistoß in Minute 60 zur 1:0 Führung gebraucht. Im Gegenzug zimmerte Ettlmayr einen Freistoß an die Querlatte und Hübl vergab den Nachschuss zum Ausgleich. In der Nachspielzeit nutze Toptorschütze Zangerl einen Fehler der Neumarkter zum 2:0 Endstand aus. "Heute wären wir gegen starke Neumarkter fällig gewesen und sind nur mit einem blauen Auge davon gekommen", rechnet WSG-Trainer Silberberger die Leistung der Wallerseer hoch an.

Eugendorf von Hard eiskalt erwischt

Vor der Begegnung zwischen Eugendorf und Hard hatten beide Teams aus sieben Spielen neun Punkte auf dem Konto. Eine Favoritenrolle konnte man daher keinem Team zuordnen. Ein nervöser Spielaufbau und kaum Torchancen prägten das Spiel. Keine Mannschaft wollte unnötiges Risiko eingehen und so waren Torraumszenen Mangelware. Erst kurz vor dem Pausenpfiff wurde es turbulenter. Zuerst verschoß Eugendorfs Reischl knapp und kurze Zeit später stellte Batir (42.) nach einem Ballverlust der Flachgauer auf 0:1. In der Folge konnte die Fötschl-Elf ihre weiteren wenigen Chancen nicht nützen und musste in Minute 65 durch Santin den zweiten Gegentreffer nach einem Eigenfehler einstecken. Eugendorf ließ in der Offensive weiterhin Kreativität vermissen und brachte sich hinten durch Eigenfehler weiter um die Früchte.

Kapitän Ramspacher (mi.) und Finder (re.) hatten gegen Hard das Nachsehen./ Krugfoto Salzburg24
Kapitän Ramspacher (mi.) und Finder (re.) hatten gegen Hard das Nachsehen./ Krugfoto

Dornbirn verpasst Pinzgau eine Abreibung

Das Spiel zwischen Dornbirn und Pinzgau war eine klare Angelegenheit für die Vorarlberger. Die Gäste aus dem Pinzgau gingen durch Tandari in Minute 16 früh in Führung und hatten sogar Chancen auf das 2:0. Die favorisierten Dornbirner drehten das Spiel nach einen Doppelpack von Özüyer (20. und 42.) noch vor der Pause und zerlegten die Saalfeldener in der zweiten Hälfte nach allen Regeln der Kunst. Nach dem schnellen 1:3 nach Wiederbeginn lösten sich die Fürstaller-Mannen auf und warfen alles nach vorne. Diese unüberlegte taktische Änderung sollte sich aber kurz darauf sofort rächen. Innerhalb von sieben Minuten kassierten die Pinzgauer vier Gegentreffer und lagen in der 59. Spielminute bereits 1: 6 hinten. "In dieser Phase verhielten wir uns wie eine Schülerliga-Mannschaft. Solche haarsträubende Fehler dürfen einfach nicht passieren", ärgerte sich FCP-Coach Fürstaller. "Es entwickelte sich eine Art Eigendynamik in der Mannschaft und sogar meine routinierten Spieler haben den Fehler begonnen und sind ins offene Messer gelaufen", so Fürstaller weiter. Auch in der Schlussphase verschonte Dornbirn die Heimischen nicht und schenkte ihnen in der 81. und 85 Minute noch zwei weitere Treffer zum 8:1 ein.

Erneute Seekirchen-Niederlage gegen Amateur-Team

Seekirchen ging erneut gegen eine zweite Mannschaft eines Bundesligisten baden. Die Bojceski-Mannen verloren nach dem 3:0 gegen Altach Amateure  in Runde fünf auch gegen die Amateure von Wacker Innsbruck mit dem selben Ergebnis. Die Innsbrucker gaben von Beginn weg den Ton an und stellen sich mit zwei Lattentreffer bei Seekirchen-Schlussmann O´Connor-Harold vor. Die einzige Chance für Seekirchen konnte Matscher nicht nützen.

Hesina für neuformierte Seekirchner eine Nummer zu groß

Seekirchen probierte es in diesem Spiel mit einer komplett neuen Formation. Federer sollte in der Spitze die Bälle  halten und die Dreierkette, gebildet von Petrovic, Jutric und Permannschlager, sollten der Defensive Stabilität verleihen. Doch diese taktische Ausrichtung ging diesmal in die Hosen. Zwei Mal konnten die Innsbrucker den Ball von rechts hoch in den Strafraum flanken, und zwei Mal war Hesina per Kopf zur Stelle und stellte in der 49. und 55. Minute per Doppelschlag die Vorentscheidung her. "Es hilft nichts, wenn wir in der Verteidigung drei robuste und große Kopfballspieler haben, diese aber bei den Hereingaben schlecht stehen", weiß Co-Trainer Lapkalo den Fehler für die ersten zwei Gegentreffer gefunden zu haben. Das 3:0 erzielte ebenfalls der überragende Hesina als ihn die Seekirchen-Defensive komplett alleine gelassen hat. "Wacker war einfach kompakter, gedanklich und vor allem spielerisch schneller. Dank O`Connor sind es heute nur drei Gegentreffer geworden", so Lapkalo zur verdienten Niederlage seines Teams.

Regionalliga West Ergebnisse der sechsten Runde

Wattens : TSV Neumarkt                                              2:0 (0:0)
USK Anif : Bregenz SW                                                   2:1 (1:0)
USC Eugendorf : Hard                                                   0:2 (0:1)
Dornbirn : FC Pinzgau Saalfelden                            8:1 (2:1)
Wacker Innsbruck Amat. : SV Seekirchen             3:0 (0:0)
Altach Amat. : Reichenau SVG                                         0:0 (0:0)
Kufstein : Kitzbühel                                                             2:1 (0:0)
Schwaz : TSV St. Johann                                               2:0 (1:0)

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(Quelle: S24)

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