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RLW: Die Hoffnung stirbt zuletzt

Anif (rot) klebt nach dem 2:0-Sieg gegen Austria Salzburg (violett) Westliga-Leader Grödig auf den Fersen. Krugfoto
Anif (rot) klebt nach dem 2:0-Sieg gegen Austria Salzburg (violett) Westliga-Leader Grödig auf den Fersen.

Grödigs Remis gegen Schlusslicht SAK lässt Anif beim Sieg über die Austria auf einen Punkt an den Westliga-Leader heranrücken. Neben Seekirchens Sieg konnte in Runde 20 nur St. Johann gegen starke Schwazer anschreiben. Egal ob Tabellenspitze oder Keller, fast alle Salzburger Teams klammern sich an der Hoffnung fest.

Gegen aufopfernd spielende Nonntaler zeigte Grödig eine inferiore Leistung. "Das schlechteste Spiel seit ich Grödig-Trainer bin", resümierte Fötschl im Gespräch mit SALZBURG24. Und das obwohl der Coach die ganze Woche vor dem angeschlagenen Gegner warnte.

Soder sorgt für SAKs Hoffnungsschimmer

Tabellenschlusslicht SAK und Neo-Trainer Hettegger haben sich noch lange nicht aufgegeben und bewiesen gegen Leader Grödig mit einer beherzten Leistung, dass sie noch am Leben sind. "Wir haben gewusst, dass wir nicht so weit weg sind. Unsere Hoffnung ist durch das Erfolgserlebnis gestiegen", erklärte Hettegger, der sich bei seinem Schlussmann Florian Soder für den Punkt bedanken kann. Der Keeper rettete gegen Grödig-Stürmer Jukic einen Elfmeter und mit vier weiteren Glanzparaden das 0:0. "Soder hatte an dem Tag gefühlte acht Hände", sagte Fötschl, dem die Abhängigkeit Jukics sauer aufstößt: "Nur er kam zu Torchancen, das will ich nicht." Einzig positiv war die Rückkehr vom Langzeitverletzten Innenverteidiger Markus Berger, der nun eine Alternative im Grödiger Spiel bietet.

RLW: Die Hoffnung stirbt zuletzt Salzburg24
RLW: Die Hoffnung stirbt zuletzt

Anif hängt Grödig im Nacken

Nur noch ein Punkt trennt die Hofer-Elf von dem Leader. Beim hitzigen Derby gegen die Austria überschlugen sich jedoch die Ereignisse: Nachdem die Violetten bei zwei Angriffen zurückgepfiffen wurden, tobte SVAS-Coach Emich: "Das ist ein großer Betrug. Bei uns wird mit Absicht mit zweierlei Maß gemessen." Nach dem 1:0 durch Ex-Austrianer Sommer (35.), sah Hada Gelb-rot. Nur eine Minute nach dem 2:0 von Kainz schwächte Tamas Fabian - wie schon in Anif - die Maxglaner mit dem zweiten Ausschluss. "Die Kampfpartie spielten wir dann souverän nach Hause", sagte Hofer, der mit seinem Team auf schwer bespielbaren Boden dennoch Meter auf Grödig gut machen konnte. In der eigenen Hand hat es Anif nicht mehr, muss auf einen erneuten Grödig-Patzer hoffen.

Simon Sommers (rot) ausgelassener Jubel beim 1:0 gegen seinen Ex-Verein./Krugfoto Salzburg24
Simon Sommers (rot) ausgelassener Jubel beim 1:0 gegen seinen Ex-Verein./Krugfoto

Seekirchen feiert ersten Rückrundensieg

Nach dem Remis gegen Eugendorf blieb Seekirchen auch gegen Kufstein ungeschlagen: Taferner, der um zwei weitere Jahre verlängerte, und Co. besiegten die Tiroler mit 2:0. Kapitän Löw brachte sein Team nach einem Freistoß in Führung. Youngster Neuhofer machte mit seinem Premierentor und dem 2:0-Endstand den Sack endgültig zu. „Eine gute Leistung und ein verdienter Sieg“, sagte Seekirchens Sportlicher Leiter Mario Lapkalo.

Top-Team Schwaz fordert St. Johann

"Nächste Saison kann Schwaz sicherlich mit Anif und Grödig mithalten", streute St. Johann-Coach Lottermoser dem Gegner Rosen. Mit vier Neuverpflichtungen trat Schwaz robust und technisch stark gegen die Pongauer auf. Dennoch fanden Hupf, Pertl und Grüll gute Chancen zur Führung vor. "Ein offener Schlagabtausch, bei dem wir mit dem Punkt zufrieden sind", erklärte Lottermoser. Um ganz nach vorne zu kommen, brauche es für den Übungsleiter statt elf arrivierte Spieler künftig 18. "Die Frage ist, ob das der Verein allerdings will", so Lottermoser, der immer wieder Eigenbauspieler aus dem Nachwuchs hochzieht.

Eugendorf trauert Punkt in Hard nach

Die Enttäuschung bei der Eder-Crew war nach der knappen 1:2-Pleite in Hard groß. "Zunächst hatte Hard leichte Vorteile und verdient das 1:0 erzielt", analysierte Eder. Darauf dominierten die Flachgauer das Geschehen, glichen durch Goiginger (55.) aus. Nur zwei Minuten später gelang den Hardern mit ihrem einzigen Schuss in Hälfte zwei der 2:1-Endstand. "Trotz einer guten Partie stehen wir mit leeren Händen da", so Eder, der für nächste Woche gegen den direkten Konkurrenten aus Dornbirn Hoffnung schöpft: "Wenn wir wieder so eine Leistung abrufen, werden wir uns sicherlich belohnen."

Pinzgau gegen Altach-Fohlen "grottenschlecht"

Nach dem überzeugenden 4:2-Sieg in der Vorwoche gegen die Austria, hätte sich Pinzgau gegen die Altacher Amateure Luft im engen Abstiegskampf verschaffen können. Doch bei den Fürstaller-Boys fehlte es an allen Ecken und Enden. Am Ende des Tages liefen sie ins offene Messer und gingen mit 5:0 unter. "Wir haben nie in die Spur gefunden, eine grottenschlecht Leistung meiner Mannschaft", fand Fürstaller klare Worte, dessen Team anscheinend Druck benötigt um ihr Leistungspotential abrufen zu können. "Ich hoffe, dass wir uns mit Leidenschaft den Abstiegskampf wieder vor den Augen holen."

(Quelle: S24)

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