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RLW: Grödig bleibt Salzburgs Aushängeschild

Dank Erdogans Doppelpack bleibt Leader Grödig auch nach elf Spielen in der Regionalliga West als einziges Team ungeschlagen. Krugfoto
Dank Erdogans Doppelpack bleibt Leader Grödig auch nach elf Spielen in der Regionalliga West als einziges Team ungeschlagen.

In Runde elf der Regionalliga West konnte nur Grödig mit einem Derby-Sieg voll anschreiben. Die restlichen Salzburger Vertreter kamen allesamt nicht über ein Remis hinaus. Beim Innergebirgs-Derby feierte St. Johanns Dreier-Goalie Strobl sein Westliga-Debüt.

Die 120 Minuten ÖFB-Cup-Strapazen merkte man den Grödigern im Duell mit Wals-Grünau deutlich an. Die Fötschl-Elf kam zum Start nicht richtig in die Gänge, wirkte etwas träge. Nach nur fünf Minuten musste Keeper Kalman, der den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand spielte, wegen Torraubs vom Feld. Da Stamm-Goalie Hundertmark auf Verdacht mit Muskelfaserriss verletzt W.O. gab, sprang Grödigs Wimpissinger als Nummer drei in die Breschen.

Mut siegt über Angsthasen-Fußball

Fötschl nahm viel Risiko und tauschte dafür mit Kennedy einen Verteidiger an Stelle eines Stürmers aus. Ein Schachzug, der sich bezahlt machen sollte. Grünau machte zu Beginn viel Druck und belohnte sich durch Federers (25.) 1:0 mit der Führung. Danach gab die Aigner-Crew aber das Heft aus der Hand und wurde sofort bestraft. Eine Körpertäuschung gegen Piljanovic nach einem Wallner-Zuspiel reichte Erdogan, der gegen den LASK den entscheidenden Elfmeter verschoss, um auszugleichen. "Drei, vier Spieler haben sich regelrecht in die Hosen gemacht", ärgerte sich Grünau-Coach Aigner gegenüber SALZBURG24 über den Angsthasen-Fußball seines Teams.

Erdogan Premiertetreffer für Grödig

Grünaus vermeintliche Führung in Minute 50 durch Ebner wurde aufgrund einer Abseitsstellung von Mayr aberkannt - eine strittige Entscheidung von Schiedsrichter Pfister. Grödigs Klasse setzte sich am Ende dennoch durch. Über fünf Stationen schloss Matchwinner Erdogan - nach einer Vorbereitung vom unermüdlichen Wallner - einen perfekten Angriff zum 2:1-Endstand. Für den Neuzugang vom Erzrivalen Anif waren dies die ersten beiden Liga-Tore für Grödig. "Eine körperlich und emotional intensive Woche endete zum Glück siegreich", fügte Fötschl an.

Dornbirn für Salzburg kein gutes Pflaster

In Dornbirn konnte keines der vier angetretenen Salzburger Teams voll punkten. Grödig und Grünau trennten sich torlos, während Seekirchen mit 6:1 nach Hause geschossen wurde. Nun kam auch Anif gegen den "Riesentöter" nicht über ein 2:2 hinaus. "Dornbirn ist schwer zu bespielen und sehr unangenehm", warnte Hofer im Vorfeld. 90 Minuten Cup-Fight gegen Sturm Graz zehrten an den Kräften des Meisters. Zwar konnten Prötsch mit einem Doppelpack zwei Mal die Führung erzielen, doch Dornbirn fand durch Domig und Viera immer die passende Antwort. In Hälfte zwei hatten die Anifer zwar Chancen auf den Sieg, verabsäumten es aber, den Abstand zu Grödig zu halten. So trennen den Erzrivalen nun vier Zähler vom Spitzenreiter aus der Nachbargemeinde.

Dreier-Goalie mit gelungenem Westliga-Debüt

Nicht nur bei Pinzgau kam es zu einem Tormanntausch zwischen Stammkeeper Van Hoeven und Steinbauer. Auch St. Johann musste umdisponieren, weil Hettegger (Zerrung) und Waltl (Patellasehne) verletzt ausfielen. Eigenbau-Keeper Maximilian Strobl machte beim Innergebirgs-Derby bei seinem Westliga-Debüt eine gute Figur. Zwar wurde der Keeper gegen den Tabellenletzten selten unter Beschuss genommen, aber als Pinzgau mit dem ersten Torschuss in Minute 85 vor das Tor kam, war er zur Stelle. Bei sehr mäßigem Niveau fanden die St. Johanner per Elfmeter ihre beste Chance vor. Thomas Pertl scheiterte aber am ebenso starken Ersatztormann Steinbauer. "Ein gerechtes Remis. Das Spiel hätte sich keinen Sieger verdient", lautete der O-Ton beider Trainer.

Herzschlag-Finale ohne Seekirchner Happy End

Gleich nach dem Anpfiff erwischte Hohenems die Gastgeber aus Seekirchen eiskalt. Nach einer Unachtsamkeit im Spielaufbau luchste der pfeilschnelle Stefanon (4.) den Flachgauern den Ball ab und schob nach einem Solo zur 0:1-Führung ein. "Da haben wir nicht geschlafen", erklärte Schriebl, dessen Team den Rückstand als Weckruf wahrnahm. Kopleder, Seekirchens Torschütze vom Dienst, glich praktisch mit dem Pausenpfiff mit seinem zehnten Saisontreffer zum 1:1 aus. Im Finish scheiterte Joker Obermüller zunächst an der Querlatte, ehe Tittler und Kopleder im direkten Duell Hohenems Schlussmann Erlacher nicht bezwingen konnten. "Vorwerfen kann ich dem Team nur die Chancenauswertung, gespielt haben wir super", sagte Schriebl, der sich dennoch über zwei verlorene Punkte ärgert. "Mit einem Sieg wären wir anstatt Sechster an der vierten Stelle."

Regionalliga West: 11. Runde

  • Alberschwende : FC Eurotours Kitzbühel 2:2 (2:0)
  • FC Mohren Dornbirn 1913 : USK Maximarkt Anif 2:2 (2:2)
  • FC Hard : SC Schwaz 1:1 (1:0)
  • FC Wacker Innsbruck II : FC Kufstein 2:1 (1:1)
  • SV Grödig : SV Wals-Grünau 2:1 (1:1)
  • FC Pinzgau Saalfelden : TSV McDonald´s St. Johann 0:0 (0:0)
  • SV Wörgl : Altach Amat. 0:3 (0:2)
  • SV Seekirchen : VfB Hohenems 1:1 (1:1)

 

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 22.10.2019 um 11:02 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/rlw-groedig-bleibt-salzburgs-aushaengeschild-56943178

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