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RLW: Grödig und Anif bekommen im Titelrennen Konkurrenz

Grünaus Matthias Pichler traf gegen Innsbruck gleich doppelt für den Westliga-Aufsteiger. Krugfoto
Grünaus Matthias Pichler traf gegen Innsbruck gleich doppelt für den Westliga-Aufsteiger.

Durch Grödigs Nullnummer rückte Meister Anif an zwei Zähler heran. Mit Altachs Amateuren mischt sich ein dritter Big-Player ins Westliga-Titelrennen ein. Während Grünau mit einem Kantersieg die Negativserie beendete, zeigt die Formkurve bei St. Johann und Seekirchen weiter nach unten. Pinzgau Saalfelden muss auf den ersten Sieg weiter warten.

Am Freitag eröffnete Seekirchen bei Kufstein die zwölfte Runde in der Regionalliga West. Die Leistungsschwankungen der Schriebl-Elf zogen sich auch bei der 1:2-Niederlage wie ein roter Faden durch die bisherige Saison. Nach engagiertem Beginn und der Führung von Goalgetter Kopleder, gab Seekirchen mit zwei leichtfertigen Fehlern die Punkte selbst aus der Hand. "Eine komplett unnötige Niederlage, die wir mit zwei Eigenfehlern selbst fabriziert haben", erklärte Seekirchens sportlicher Leiter Mario Lapkalo.

Anif mit bester Torausbeute in der Liga

Auch im Vorjahr lag Anif nach zwölf Runden zwei Punkte hinter Leader Grödig auf Rang zwei. Mit 33 Treffern haben die Hofer-Mannen zwar neun Tore weniger als letztes Jahr erzielt, dennoch weist der Meister das beste Torverhältnis und die beste Trefferausbeute vor - trotz dem Aderlass in der Offensive. Gegen Wörgl war die vorderste Front auch diesmal das Prunkstück. Sorda erzielte in der vierten Minute die Führung, musste danach verletzt runter. Hödl stellte mit dem frühen 2:0 in der 13. Spielminute die Weichen voll auf Sieg. Zwar hatte Wörgl in der Folge mehr vom Spiel, wusste die Gelegenheiten jedoch nicht zu verwerten oder scheiterte an Anif-Schlussmann Stadlbauer. Hödl setzte mit seinem neunten Treffer den Schlusspunkt zum 3:0. In knapp zwei Wochen kann der Meister im direkten Duell an Grödig erstmalig vorbeiziehen.

Marco Hödl führte Meister Anif mit seinem Doppelpack zum 3:0-Sieg gegen Wörgl./Krugfoto Salzburg24
Marco Hödl führte Meister Anif mit seinem Doppelpack zum 3:0-Sieg gegen Wörgl./Krugfoto

Grödig-Boss Haas konnte nur über Losglück jubeln

"Wir haben mit Abstand die beste Mannschaft und werden am Ende der Saison Meister", gab sich Grödig-Macher Haas in der Vorwoche im SALZBURG24-Gespräch optimistisch. Gegen Kitzbühel konnte von einer Überlegenheit und einem Klassenunterschied jedoch nicht die Rede sein. Zu harmlos präsentierte sich der Spitzenreiter beim 0:0, ließ einige Großchancen fast fahrlässig liegen. Auch spielerisch sieht Haas noch Aufholbedarf. Mit Altachs Amateuren spürt der Leader bereits von einem zweiten Konkurrenten den Druck. Den Voralbergern fehlen - gleich wie Anif - zwei Punkte auf Grödig. Nach dem torlosen Remis konnte der Grödig-Boss nur über sein Losglück bei Austria Salzburg jubeln. In der Pause gewann er die Verlosung des Stadion-Namens, versicherte allerdings den Gewinn für eine knapp fünfstellige Summe weiter zu verkaufen und den Reinerlös Grödig zugute kommen zu lassen.

Grünau zündet Offensiv-Feuerwerk

Aus den letzten fünf Runden konnte Grünau trotz engagierten Leistungen nur zwei Zähler einheimsen. Gegen Innsbrucks Amateure legte der wiedergenesene Doppeltorschütze Pichler und Ozegovic bereits in der Anfangsphase die Ladehemmungen der Walser ad acta. Nach 18 Minuten führte die zuletzt verunsicherte Aigner-Elf mit 3:0. Auch Joker Mayr, der nach der Auftaktrunde gegen St. Johann zehn Spiele in Folge nicht traf, beendete seinen Torbann. Jungpapa Federer widmete den 5:0-Endstand seinem frisch geborenen Sohn Yannick und Mutter Sandra.

Stefan Federer (re.) von Wals-Grünau widmete das 5:0 gegen Innsbrucks Amateure seinem Sohn Yannick./Krugfoto Salzburg24
Stefan Federer (re.) von Wals-Grünau widmete das 5:0 gegen Innsbrucks Amateure seinem Sohn Yannick./Krugfoto

St. Johann befindet sich im Reifeprozess

Mit Eder und Krimbacher hat St. Johann im Sommer wichtige Stützen verloren. Auch Abwehrboss Hupf steht nach einem Kreuzbandriss einige Monate nicht zur Verfügung. Einige junge und unerfahrene Spieler mussten daher ins kalte Wasser springen. "Die Qualität vom Vorjahr haben wir nicht mehr. Das wissen wir und müssen nun kleinere Brötchen backen", sagte Trainer Lottermoser, der den eingeschlagenen Weg komplett mitträgt. Nach Platz vier in der Vorsaison orientieren sich die Pongauer nun nach unten. Gegen Hohenems brachte zwar Barnjak sein Team in Front, stand schlussendlich bei der 1:2-Niederlage mit leeren Händen da.

Saalfelden verliert Anschluss

Zwölf Spiele, nur zwei Punkte. Die Stimmung im Pinzgau wird bei Kapitän Tandari und Co. immer trister. Auch wenn das Schlusslicht über weite Strecken tonangebend war und durch Fürstaller in Führung ging, konnten die Saalfeldener am Punktekonto keinen Zuwachs bejubeln. Hard drehte aus den wenigen Möglichkeiten das Spiel mit 1:2 zu seinen Gunsten um. Der Abstand zu einem vermeintlichen Nicht-Abstiegsplatz rückt damit in weite Ferne. Während auf Aufsteiger Alberschwende sechs Zähler fehlen, ist Drittletzter Dornbirn zehn Punkte entfernt.

Regionalliga West: 12. Runde

  • FC Kufstein : SV Seekirchen 2:1 (0:0)
  • SV Wals-Grünau : FC Wacker Innsbruck II 5:0 (3:0)
  • USK Maximarkt Anif : SV Wörgl 3:0 (2:0)
  • TSV McDonald´s St. Johann : VfB Hohenems 1:2 (1:2)
  • FC Pinzgau Saalfelden : FC Hard 1:2 (1:1)
  • FC Eurotours Kitzbühel : SV Grödig 0:0 (0:0)
  • Altach Amat. : Alberschwende 5:0 (3:0)
  • SC Schwaz : FC Mohren Dornbirn 1913 3:1 (1:0)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 22.10.2019 um 08:13 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/rlw-groedig-und-anif-bekommen-im-titelrennen-konkurrenz-57004297

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