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RLW: Grünau als Salzburgs Aushängeschild

Wals Grünau (Patrick Scheibenhofer/li.) konnte als einziges Salzburg-Team in der zweiten RLW-Runde gewinnen. Krugfoto
Wals Grünau (Patrick Scheibenhofer/li.) konnte als einziges Salzburg-Team in der zweiten RLW-Runde gewinnen.

Für Salzburgs Westliga-Vertreter gab es in der zweiten Runde nicht viel zu ernten. Anif ist gar als einziges Team punktelos Letzter. Auch Seekirchen und Bischofshofen mussten sich Tiroler Mannschaften beugen. Während Grödig, St. Johann und Pinzgau jeweils einen Punkt holen konnten, fuhr nur Wals-Grünau aus Salzburger Sicht einen Sieg ein.

Verkehrte Welt beim Meister. Nach dem 5:1-Debakel zum Auftakt gegen Tabellenführer Dornbirn setzte es auch gegen Wörgl eine schmerzliche Niederlage für Anif.

"Torschusspanik" bei Meister Anif?

Die Hofer-Crew befindet sich derzeit auf Fußball-Neuland. Während in den letzten zwei Meister-Saisonen maximal drei Pleiten im ganzen Jahr zu Buche standen, setzte es am Freitag bereits die zweite Niederlage in der noch jungen Saison. Auch das ist Neuland für Salzburgs "eigentliche Nummer zwei". Eine solche Negativ-Serie gab es zuletzt vor 824 Tagen - just im RLW-Aufstiegsjahr -, als hinter Wattens der Vizemeistertitel gefeiert werden konnte. Gegen Wörgl kreierten Wallner, Gvozdjar und Co. sieben Topchancen, zeigten allerdings Nerven vor dem Tor. Eine Art "Torschusspanik" machte sich breit. "Diese müssen wir nun ablegen. Uns fehlt derzeit die Lockerheit und Coolness, auch wenn die Leistung in Ordnung war", sagte Hofer im Gespräch mit SALZBURG24. Uns so kam es, wie es kommen musste. Wörgl nutze in Minute 87 seine zweite Möglichkeit nach einem Konter für den Goldtreffer.

Hängende Köpfe in Anif: Ein Foto mit Seltensheitswert. /Krugfoto Salzburg24
Hängende Köpfe in Anif: Ein Foto mit Seltensheitswert. /Krugfoto

Grünauer Jungspunde sorgen für einzigen Salzburg-Sieg

Genauso wie in Anif kam es auch bei Wals-Grünau zu einem Kaderumbruch, der ebenso in einem Debakel in Runde eins (2:5 gegen Seekirchen) endete. Am Samstag konnten die Flachgauer aber eine bessere Antwort finden. Franz Aigners Jungspunde setzten gegen den starken Aufsteiger Langenegg eine starke Duftmarke. Schnöll (5.) köpfte mit der ersten Chance bereits früh zur Führung ein, während Keeper Soder und Pertl hinten die Null verteidigten. Nach einigen vergebenen Chancen sorgte der für Schnöll eingewechselte Piljanovic (92.) in der Nachspielzeit für die Erlösung. "Mit einer kompakten Mannschaftsleistung und einem völlig veränderten Gesicht haben die Jungs die Auftaktpleite vergessen gemacht", erklärte Aigner.

Als geschlossene Einheit zwang Wals-Grünau Aufsteiger Langenegg in die Knie. /Krugfoto Salzburg24
Als geschlossene Einheit zwang Wals-Grünau Aufsteiger Langenegg in die Knie. /Krugfoto

Seekirchen verteilt Geschenke

Sechs Tage nach der Galavorstellung gegen Grünau musste Seekirchen gegen Kufstein im ersten echten Gradmesser einen Rückschlag hinnehmen. Nachdem Stadlmann in Minute zwei nicht die Führung gelang, machten Schriebls Schützlinge den Gegner mit Eigenfehlern stark. Ex-Bundesliga-Profi Idrissou - zuletzt bei Union Hallein - nützte solch ein Geschenk gleich mit seinem vierten Saisontor zur Führung. Durch Treichl, sowie einem Eigentor vom eingewechselten Ogunlade geriet Seekirchen noch mehr ins Hintertreffen. Schlussendlich stand ein verdientes 1:4 für Kufstein auf der Anzeigetafel. "Wir waren nicht konzentriert genug, haben den Gegner mit unseren Fehlern die Punkte quasi geschenkt", sagte Co-Trainer Mario Lapkalo.

Pinzgau Saalfelden weiter ungeschlagen

Mit dem ÖFB-Cup (4:0 gegen Straßwalchen), dem 1:1 gegen Bischofshofen und nun mit dem 2:2 gegen die stark einzuschätzenden Schwazer bleibt Pinzgau weiterhin ungeschlagen. "Wir sind sehr zufrieden und wollen mehr. Die Mannschaft ist hungrig und präsentiert sich sehr engagiert", sagte Neo-Coach Franz Seiler, dessen Team nach einem vergebenen Keil-Elfmeter durch Moosmann (19.) in Front ging. M. Knoflach (72.) konnte mit einem Ping-Pong-Tor zwar ausgleichen, doch Hasic (74.) fand nach idealem Tandari-Zuspiel die perfekte Antwort. Dass es nicht zum Sieg reichte, lag an P. Knoflach (78.), der zu ungestört aus 30 Meter abziehen konnte. "Damit haben wir uns die Butter vom Brot nehmen lassen", fügt Seiler an.

Mitten unter der Partie wurden die ÖFB-Cup-Gegner beider Teams bekannt. Seiler darf sich mit seinem Team gegen St. Pölten und zwei Salzburger Ex-Schützlinge (Ingolitsch und Meisl) messen. "Unser Gegner erhielt mit Red Bull Salzburg unser Wunschlos", schmunzelte Seiler.

Neuzugang Ellmer hatte Sieg am Fuß

Denkbar schlecht startete St. Johann gegen Reichenau in die Partie. Innenverteidiger Özkan servierte mit einem schweren Stoppfehler die Führung (2.) am Silbertablett. Erst als Beran in Minute 25 im Strafraum gefoult wurde und Grüll den Elfmeter verwandelte, kam St. Johann im Spiel so richtig an. Beran setzte sich kurz darauf links energisch durch und belieferte Stürmer Ajibade, der ohne Mühe zum 2:1 einnetzen konnte. Die beste Chance zum Goldttreffer hatte der von Bischofshofen gekommene Angreifer Ellmer zehn Minuten vor Schluss vor. Der Neuzugang fand allerdings keinen Weg an Reichenau-Goalie Hörtnagl vorbei.

"Die Tiroler waren mit ihren weiten Einwürfen und Standardsituationen immer gefährlich", sagte St. Johann-Trainer Ernst Lottermoser, der bei einem Eckball (82.) den Ausgleich mit ansehen musste. "In Summe geht das Unentschieden aber in Ordnung. Nun bereiten wir uns auf das Pongau-Derby am Samstag gegen Bischofshofen vor", erklärte Lottermoser.

Remis am Hochzeitstag des Managers

Eigentlich steht Manager Christian Haas auch bei Auswärtsfahrten immer an der Seite seiner Grödiger Schützlinge. Am Samstag gegen Altachs Amateuren hatte sein Fernbleiben jedoch einen erfreulichen Grund: Der 41-Jährige gab in der Pfarrkirche Grödig seiner Isabella das Ja-Wort. Die Messner-Elf konnte ihn wegen eines späten Ausgleichs der starken Vorarlberger nicht mit der vollen Punkteausbeute beschenken. Dafür ließ sich der Verein mit edlen Recaro-Sitzen für seinen Stammplatz etwas Besonderes einfallen. Auch sportlich lief zunächst alles nach Plan, als Neo-Stürmer Petrit früh die Führung erzielte. Altachs Piken (86.) stand nach einem "Flipper-Ball" allerdings goldrichtig und schob zum 1:1-Endstand ein. "Ich bin dennoch zufrieden, auch wenn wir unsere sehr gute Leistung nicht vollends belohnt haben", erklärte Messner.

Grödig-Manager Christian Haas (re.) ist nun offiziell im Hafen der Ehe angelangt./Krugfoto Salzburg24
Grödig-Manager Christian Haas (re.) ist nun offiziell im Hafen der Ehe angelangt./Krugfoto

Bischofshofen: Liga-Unterschied als Verhängnis

Der Start von Bischofshofen war in Kitzbühel vielversprechend. Die Mannschaft von Trainer Thomas Heissl fand gleich zwei Topchancen vor, verfehlte aber ohne nominellen Stürmer das Tor. Defensiv-Allrounder Pielorz (21.) machte es besser als seine Vorderleute und hämmerte nach einem Ismaili-Zuspiel von links das Leder aus 25 Metern in die Maschen. Danach wachten die Tiroler auf und drehten das Spiel durch einen Doppelpack vom Ex-Bürmooser Margic. Youngster Khalil (59.) glich zwar noch aus, aber auf das 3:2 von Boakye (84.) fand der Aufsteiger keine Antwort mehr. "Uns wurde der Liga-Unterschied zum Verhängnis. Kitzbühel flankte sauberer, bewegte sich besser und hatte im Zentrum effektivere Abnehmer", resümierte Heissl.

Regionalliga West: 2. Runde

  • USK Anif : SV Wörgl 0:1 (0:0)
  • SV Seekirchen : FC Kufstein 1:4 (0:1)
  • FC Kitzbühel : Bischofshofen 1933 3:2 (1:1)
  • Altach Amat. : SV Grödig 1:1 (0:1)
  • VfB Hohenems : FC Dornbirn 1913 0:3 (0:1)
  • TSV St. Johann : Reichenau SVG 2:2 (2:1)
  • SV Wals-Grünau : FC Langenegg 2:0 (1:0)
  • FC Pinzgau Saalfelden : SC Schwaz 2:2 (1:0)

Aufgerufen am 17.11.2018 um 06:18 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/rlw-gruenau-als-salzburgs-aushaengeschild-58734340

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