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RLW-Kampftage: Kampf ums Überleben

Pinzgau-Saalfelden, Wals-Grünau und Seekirchen (v.li.n.re.) kämpfen ab Samstag ums Überleben in der Regionalliga. Salzburg24
Pinzgau-Saalfelden, Wals-Grünau und Seekirchen (v.li.n.re.) kämpfen ab Samstag ums Überleben in der Regionalliga.

Wenn am Samstag die Regionalliga West wieder in die Frühjahrssaison startet, geht für drei Salzburger Vereine der Kampf ums Überleben los. Stellt sich die Frage: Wer kann Abstiegskampf? Spannung bis zum Schluss ist garantiert.

Kurz bevor die Regionalliga in die Frühjahrssaison startet, ruft die S24.at-Sportredaktion die RLW-Kampftage aus. An drei Schauplätzen beleuchten wir die Situation der acht Salzburger Westligisten. Im „Kampf ums Überleben“ dreht sich alles um die Salzburger Abstiegskandidaten. Erfreulicher, aber umso erbitterter wird in „Kampf um die Spitze“ um den Platz an der Regionalliga-Sonne gefochten. Den „Kampf um den Anschluss“ bestreiten die Mannschaften die sich (zumindest jetzt noch) zwischen den Welten aufhalten.

Zittern um Regionalliga

Drei Salzburger Vertreter müssen in der Rückrunde der Regionalliga West um den Klassenerhalt kämpfen. An vorderster Front – also ganz hinten - fightet Schlusslicht Pinzgau Saalfelden ums Überleben. Mit dabei sind auch die Abstiegskampf-Routiniers vom SV Seekirchen und Liga-Neuling SV Wals-Grünau. Bis auf ihre Platzierungen im hinteren Tabellendrittel haben die drei Klubs noch eine weitere Gemeinsamkeit: Jeder Verein hat sich in der Hinrunde von seinem Trainer getrennt.

Das Trainerkarussell

Ende des letzten Jahres wurden die jeweiligen Trainer im Monats-Takt entlassen. Den Anfang machte Saalfelden im Oktober. Trainer Hannes Rottenspacher übergab sein Amt an Michael Steiner und wechselte in an den Schreibtisch als Sportlicher Leiter. Der SV Seekirchen entschloss sich im November überraschend Markus Scharrer vor die Tür zu setzen. Max Scharrer kommentierte seine Entlassung in seiner wöchentlichen Kolumne „Scharrer DIREKT“ und kam beim USK Obertrum unter. In Seekirchen sitzt seitdem Miroslav Bojceski auf der Trainerbank. Gerade noch im alten Jahr, am 31.Dezember gab auch der SV Wals-Grünau bekannt, nicht mehr weiter mit Erfolgstrainer Rene Pessler arbeiten zu wollen. Sein Erbe trat Michael Kalhammer an, der vom Salzburgligisten USV Berndorf nach Grünau wechselte. Kurios: Sein Nachfolger in Berndorf wurde ausgerechnet Ngoc Duc Hoang, besser bekannt als „Ti“, seines Zeichens Co-Trainer von Rene Pessler beim SV Wals-Grünau. Durch diese Veränderungen im Trainerstab erhoffen sich der SV Seekirchen, SV Wals-Grünau und der FC Pinzgau Saalfelden das Ruder in der Rückrunde rumzureißen. Bis dahin liegt allerdings ein harter Weg vor ihnen.

SV Seekirchen: Abstiegskampf-Profis

In Seekirchen hat man nicht nur den Trainer gewechselt, in der Winterpause kamen auch vier neue Spieler die für die Wende sorgen sollen. „Abstiegskampf ist in Seekirchen immer Thema“, erzählte uns Max Scharrer schon in seiner allerersten Ausgabe von „Scharrer DIREKT“. Ein ungeliebtes Steckenpferd der Flachgauer also. Vor Beginn der Rückrunde rangiert Seekirchen mit 15 Punkten noch auf dem rettenden 13. Platz. Allerdings hat der direkte Konkurrent Hard ein Spiel weniger. Für alle drei Salzburger RLW-Vertreter sind die direkten Duelle die Lebensversicherung. Eine Keller-interne Niederlage kann fatale Folgen haben. Am Montag kam es zu so einem direkten Duell – allerdings in der Vorbereitung. Seekirchen und Wals-Grünau trennten sich mit 1:1. „Der erste Test auf Naturrasen ist für uns sehr wichtig. Es ist die letzte echte Standortbestimmung gegen einen Ligakonkurrenten“, erklärte Seekirchen-Co-Trainer Helmut Rottensteiner vor der Partie, im Gespräch mit der S24.at-Sportredaktion. Um auf den Schluss zu kommen, dass Seekirchen und Wals-Grünau ungefähr gleich stark sind, hätte aber auch ein Blick auf die Tabelle genügt. „Ziel sind in der Rückründe 20 Punkte“, gibt Rottensteiner vor. Austria Salzburgs Gerhard Stöger bezeichnete Seekirchen am Montag am Rande einer Pressekonferenz noch liebevoll als „Austria Salzburg 2“ und spielte damit auf die Spieler (Taferner, Urbanek) an, die von Salzburg an den Wallersee wechselten. Na dann heißt’s Gas geben um im Frühjahr auch ähnlich erfolgreich zu sein, wie der „große Bruder“.

Pinzgau Saalfelden glaubt noch dran

„Wir haben noch 13 Finalspiele vor uns, in denen es 39 Punkte zu holen gibt. Mit der Drei-Punkte-Regel ist das noch machbar“, gibt sich FC Pinzgau-Trainer Michael Steiner im ausführlichen Gespräch mit S24.at-Sportredaktion kämpferisch. Für die Fußball-Phrase kassieren wir übrigens noch drei Euro für’s Phrasenschwein ein J. Die Vorbereitung lief für die Steiner-Truppe durchaus zufriedenstellend und die neuen Spieler haben sich auch schon gut integriert, wie uns der Trainer versicherte. Das Team hält auf jeden Fall zusammen und glaubt noch an den Klassenerhalt, der sich laut Steiner auf die letzten drei Runden zuspitzen wird. Fakt ist, dass sich der FC Pinzgau Saalfelden seit dem Michael Steiner auf der Trainerbank sitzt, merklich gesteigert hat. Im ersten kleinen „Finalspiel“ empfängt seine Mannschaft am Samstag den USK Anif.

Wals-Grünau will oben bleiben

Den Regionalliga-Aufsteiger SV Wals-Grünau haben wir in der Herbstsaison durch das „Tagebuch eines Aufsteigers“ von Ex-Trainer Rene Pessler ja schon etwas besser kennengelernt. Die Flachgauer stehen von unseren drei Überlebenskämpfern mit Tabellenplatz 12 derzeit am besten da. Los geht’s am Samstag mit der Auswärtspartie gegen die ebenfalls abstiegsgefährdeten Harder. Ein Sieg im Ländle wäre für die Kalhammer-Truppe Gold wert. Den Grundstein dafür soll wie schon in der Hinrunde Goalgetter Ilija Ivic sorgen, um den sich in der Winterpause viele Gerüchte rankten. Er hielt aber dem Verein die Treue. Anscheinend passt innerhalb der Mannschaft jetzt wieder alles. Wie wir erfuhren, kam es intern zu einigen Unstimmigkeiten, die dann auch dem Trainer den Kopf kosteten. „Einige Spieler kamen wohl nicht so gut mit ihm aus“ berichtet ein Insider der S24.at-Redaktion. Wie man mit dem ehemaligen Erfolgstrainer umging, stieß wohl nicht nur Pessler selbst übel auf. Nicht wenige Trainer und Spieler der Regionalliga schüttelten die Köpfe, wenn wir sie darauf ansprachen. Ganz nebenbei angemerkt: Pessler selbst wollte sich über die Entlassung gar nicht äußern. All das sollten die Flachgauer nun schleunigst hinter sich lassen und unter dem neuen Trainer Michael Kalhammer an einem Strang ziehen. Denn im Abstiegskampf kann schon die kleinste Ablenkung zu viel sein.

Welche Mannschaft tatsächlich den Gang nach unten antreten muss, werden wir spätestens am letzten Spieltag am 9.Mai wissen. Auch noch nicht fix ist die Anzahl der Abstiegsplätze. Da gibt es bekanntlich jedes Jahr ein hin-und-her zwischen den Landesverbänden. Nach derzeitigem Stand wären es drei. Die Absteiger wären Hard, Andelsbuch und der FC Pinzgau Saalfelden.

Am Mittwoch widmen wir uns dem "Kampf um den Anschluss", gefolgt vom "Kampf um die Spitze".

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 25.08.2019 um 03:12 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/rlw-kampftage-kampf-ums-ueberleben-42709429

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