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RLW: Kopflose Schwächephasen entscheiden drei Salzburger Derbys

Anifs Marco Hödl (rot/Mitte) war von Seekirchen (weiß) nicht zu stoppen und traf doppelt. Krugfoto
Anifs Marco Hödl (rot/Mitte) war von Seekirchen (weiß) nicht zu stoppen und traf doppelt.

Zum Rückrundenstart gab es in den drei Salzburger Derbys jeweils einen 4:0-Triumph zu bestaunen. Die Favoriten nutzten kurze Schwächephasen aus und marschierten im Gleichschritt zu klaren Erfolgen. Zudem kam es im Pongau zu einem Duell unter Freunden, das gemeinsam in der Lederhose endete.

"Gegen Anif hängen die Trauben sehr hoch, da benötigen wir schon einen Glanztag", sagte Seekirchen-Trainer Schriebl vor dem Duell im SALZBURG24-Interview. Seekirchen gelang zwar kein Glanztag, aber den 350 Zusehern wurden erneut Tore am Fließband geboten. Im Schnitt fallen bei den Spielen der Schriebl-Crew 4,2 Tore pro Partie. Gegen Tormaschine Anif bestätigte sich diese Statistik sogar.

Zehn Minuten reichen Anif zum Derby-Sieg

Nach der eroberten Tabellenführung und dem 7:0-Kantersieg gegen Wacker Innbrucks Amateure gelang Anif auch gegen Seekirchen ein Blitzstart. Bei einem weiten Pass auf Wallner, dessen Hereingabe Prötsch (2.) als Abnehmer verwertete, schlief die Seekirchner Hintermannschaft. Und schon stand es nach 80 Sekunden 0:1 für den Leader.

Seekirchen scheitert an Keeper Stadlbauer

Seekirchen ließ sich nicht jedoch beirren und fand durch Starzer und zwei Mal Kopleder Hochkaräter zum Ausgleich vor. Entweder klärte ein Anifer auf der Linie oder Stadlbauer war mit herausragenden Reflexen zur Stelle. "Da hat der Goalie alles richtig gemacht", lobte Schriebl den Schlussmann des Meisters. Zwischen der 55. und 65. Minute klingelte es nach schlechter Zuordnung gleich drei Mal im Seekirchner Gehäuse. Wallner und ein Hödl-Doppelpack sorgten für klare Verhältnisse und den 4:0-Endstand. "Da sieht an warum Anif an der Spitze ist, sie haben ihre Qualität super ausgespielt", fügte Schriebl an.

Grödig zeigt in zehn Minuten seine Klasse

Der Liga-Krösus machte mit dem 4:0 die Schlagzeilen wegen des möglichen Aufstiegsverzichts vergessen. Trainer Fötschl, der zuletzt laut über seine Zukunft beim Ex-Bundesligisten nachdachte, behielt mit seinem Team gegen Nachzügler FC Pinzgau Saalfelden die Oberhand. Erst als die Nachwehen der Unruhen nachließen und der Ton der Grödig-Spieler etwas sanfter untereinander ausfiel, fielen auch die Tore in Halbzeit zwei. Kapitän Stobl (49.) eröffnete den Torreigen. Ihm folgte der zuletzt unzufriedene Jukic (53., 56.), der gegenüber Wallner den Vorzug erhielt, mit einem Doppelpack, ehe Wallner (74.) als Joker das 4:0 markierte. "Wir haben zunächst nichts zugelassen, aber durch zehn kopflose Minuten das Spiel verdient verloren", erklärte Pinzgau-Trainer Fürstaller, dessen Team erneut auf den letzten Tabellenplatz rutschte. Da Alberschwende im Kellerduell gegen Hard mit 2:0 siegte, liegen die Saalfeldener aufgrund des schlechteren Torverhältnisses am Tabellenende.

Das 4:0 gegen Pinzgau Saalfelden tat Grödig sehr gut./Krugfoto Salzburg24
Das 4:0 gegen Pinzgau Saalfelden tat Grödig sehr gut./Krugfoto

Duell unter Freunden endet in Lederhose

In St. Johann ist Grünau-Trainer Aigner immer noch ein sehr gern gesehener Gast. Vor allem bei seinem Pendant und Freund Lottermoser, der in St. Johann das Trainerzepter von ihm übernommen hat. Beim "Duell unter Freunden" kristallisierte sich ein strittiges Elfmeterfoul vom Pongauer Schlussmann Hettegger an Goalgetter Pichler als Schlüsselszene heraus. Den fälligen Strafstoß verwandelte nach ausgeglichener ersten Halbzeit Federer (45.+1) zur Führung. Auch St. Johann fiel 18 Minuten lang in ein Loch und agierte in der Defensive unsortiert. Wals-Grünau nutze dies – wie die beiden Tabellenführer – ebenso mit drei Treffern aus. "Der Elfmeter hat uns in die Karten gespielt, danach wurde es eindeutig", resümierte Pichler. Zunächst bediente Ozegovic Pichler (57., 60.) mit zwei Lochpässen – 0:3. Als Federers (63.) Schuss zum 0:4 von Sahin abgefälscht im Kasten landete, war alles entschieden. Im Anschluss fand der Weg des befreundeten Trainer-Duos Lottermoser und Aigner zu Feierlichkeiten im Pongauer Nachtleben – selbstredend als Zeichen der Verbundenheit in Lederhosen.

Regionalliga West: 16. Runde

  • FC Wacker Innsbruck II : SC Schwaz 1:1 (1:1)
  • TSV McDonald´s St. Johann : SV Wals-Grünau 0:4 (0:1)
  • SV Seekirchen : USK Maximarkt Anif 0:4 (0:1)
  • FC Kufstein : FC Eurotours Kitzbühel 1:1 (0:0)
  • SV Wörgl : FC Mohren Dornbirn 1913 0:1 (0:1)
  • SV Grödig : FC Pinzgau Saalfelden 4:0 (0:0)
  • Alberschwende : FC Hard 2:0(0:0)
  • VfB Hohenems : Altach Amat. 2:5 (1:0)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 17.07.2019 um 09:27 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/rlw-kopflose-schwaechephasen-entscheiden-drei-salzburger-derbys-57211936

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