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RLW: Nur Neumarkt verschenkt Punkte in der 6. Runde

Die sechste Runde der Regionalliga West fiel aus Sicht von vier Salzburger Vereine erfreulich aus. Aufsteiger Anif bleibt mit einem Sieg Spitzenreiter Wattens auf den Fersen. Ebenfalls jubeln durfte Seekirchen, Pinzgau und Eugendorf. Neumarkt verschenkte gegen Schwaz zwei Punkte.

Dass Aufsteiger Anif eine gute Mannschaft beisammen und mit Hofer einen exzellenten Trainer auf der Seitenlinie hat, war vielen auch schon vor der Saison bekannt. Dass die Flachgauer jedoch gleich von Beginn an die Liga aufmischen und erster Wattens Verfolger sind, das haben wohl die wenigsten auf ihren Zettel gehabt. Auch im Aufsteiger-Duell gegen Schlusslicht Reichenau prolongierte die Hofer-Elf ihren Lauf.

Stürmertrio erledigt Reichenau

Lediglich zu Beginn des Spiels hatten die Anifer kurz die Kontrolle über das Spiel verloren, doch in der Schwächephase konnten sich die Flachgauer an Tormann Stadlbauer verlassen, der die einzig gefährliche Aktion der Heimischen vereitelte. Danach nahm alles wieder seinen gewohnten Lauf. Die spielstarken Anifer ließen Ball und Gegner laufen und so dauert es bis zur 28. Minute ehe Spielgestalter Wachter nach schöner Kombination mit Omerovic und Peter auf 1:0 stellte. Anif hatte auch in der Folge das Spiel unter Kontrolle und hätte zur Pause auch schön höher führen können. Doch die Chancenauswertung, wie schon in der Vorwoche gegen Pinzgau, verhinderte eine höhere Pausenführung. Der Doppelschlag von Omerovic (48.) und Erdogan (50.) nach Wiederanpfiff war die Vorentscheidung in diesem Spiel. Nach dem Cupspiel in Schwarzach hatte Anif auch diese englische Woche gut weggesteckt und erntete trotz einiger verhauten Chancen Lob vom Cheftrainer Hofer: "Mit unseren Chancen hätte das Spiel 6:0 oder 7:0 ausgehen können, aber man muss auch erstmal auswärts mit drei Toren Vorsprung und zu Null gewinnen."

Eugendorf macht Minus-Serien vergessen

Der USC Eugendorf konnte sich in einem heißen Derby gegen den TSV St. Johann knapp mit 1:0 durchsetzen und legt somit gleich zwei Negativ-Serien ad acta. Das 1:0 gegen St. Johann bedeutete für die Fötschl-Elf nicht nur den ersten Sieg im fünften Aufeinandertreffen, sondern auch den "Dreier" in der Fremde. Doch es hätte auch ganz anders kommen können. Die Pongauer fanden zu Beginn die besseren Chancen vor und hätten durch Ajibade, Eder, Hupf und Unterkofler gleich mehrmals in Führung gehen müssen. Doch der Ball wollte an diesem Tag einfach nicht rein. Besser machten es die neuformierten Eugendorfer. Pamminger und Madlmayr bildeten zum ersten Mal in der laufenden Saison die Innenverteidigung und Reischl bekam auf dem Flügel seine Chance, welche er mit dem Goldtor in der 24. Minute gut zu nützen wusste. St. Johann ließ einfach zu viele Sitzer liegen und musste sich dadurch knapp geschlagen geben. "Wir hätten heute noch lange spielen können und hätten wahrscheinlich kein Tor geschossen", fasst St. Johann-Trainer Franz Aigner das Spiel zusammen.

Taferner als Seekirchner Lebensversicherung

Auch Seekirchen konnte ihren Negativ-Lauf von drei Schlappen in Serie beenden und setzte sich gegen Dornbirn knapp mit 2:1 durch. Mann des Tages war Benjamin Taferner, der mit dem Doppelpack gegen die Voralberger sein Torkonto auf fünf Treffern erhöhen konnte. Das Comeback der beiden wieder genesenen Offensivkünstler Federer und Ünal tat den Seekirchner sichtlich gut. In der Offensive wurde man wieder gefährlicher und vor allem kreativer. Spielmacher Federer war gleich an der ersten guten Aktion der Hausherren beteiligt und bediente Taferner ideal, der gekonnt in der vierten Minute zum 1:0 einnetzte. Wenige Minuten später hatten die Seekirchner etwas Glück. Einmal rettete das Aluminium und beim zweiten Mal konnte der Dornbirner Prirsch den Ball aus kürzester Entfernung nicht im Tor unterbringen. Auf der Gegenseite machten es die Flachgauer in der zweiten Hälfte etwas besser. Der durchbrechende Wührer konnte nur noch mit einem Foul gestoppt werden und holte dabei einen Elfmeter heraus.

Doppeltorschütze Taferner (Seekirchen) verwandelt den Foulelfmeter souverän zum 2:0./ Krugfoto Salzburg24
Doppeltorschütze Taferner (Seekirchen) verwandelt den Foulelfmeter souverän zum 2:0./ Krugfoto

Weil Federer schon ausgewechselt war, übernahm der momentan stark aufspielende Taferner die Verantwortung und erhöhte in der 68. Spielminute auf 2:0. Lange hielt der zwei Tore Vorsprung jedoch nicht. Praktisch im Gegenzug verkürzte Honeck per Kopf auf 2:1 und machte das Spiel wieder spannend. Gegen Ende des Spiels hatten die Seekirchner auch etwas Glück auf ihrer Seite, denn die Dornbirner drückten gewaltig auf den Ausgleich, doch Le Ro und Hörmann vergaben die besten Möglichkeiten und so konnten die Bojceski-Mannen den Sieg über die Zeit retten.

In Salzburg gabs nichts zu holenHeute Nachmittag verlor unsere Mannschaft mit 1:2. Der Treffer von Manuel Honeck war zu...

Posted by FC Dornbirn 1913 on Samstag, 29. August 2015

Eiskalte Saalfeldner überraschten Altacher Amateure

Die Fürstaller-Elf konnte den zweiten Sieg in der laufenden Saison bejubeln. Gegen die Altacher Amateure erwiesen sich die Pinzgauer als eiskalte Vollstrecker vor dem Tor. Die Altacher waren eigentlich das ganze Spiel über die aktivere und bessere Mannschaft, aber der FC Pinzgau behielt vor dem Tor die Nerven und bestrafte die zweite Mannschaft des Bundesligisten eiskalt. Für den ersten Treffer sorgte Verteidiger Kiss, der den Ball aus kurzer Distanz in das Tor hämmerte. In der Folge konnten sich die Saalfeldner bei Goalie Stan Van Hoeven bedanken, dass sie die knappe Führung mit in die Pause nehmen durften. Gleich zu Beginn des zweiten Abschnittes mussten die Altacher den nächsten Rückschlag hinnehmen. Fürstauer erhöhte in der 47. Minute überraschend und komplett gegen den Spielverlauf auf 2:0. Die Vorentscheidung fiel nach einem Patzer des Altacher Schlussmanns. Stemmer konnte einen Freistoß nicht festhalten und Tandari besiegelte den zweiten Saisonsieg der Pinzgauer. "Hinten sind wir gut gestanden und vorne haben wir unsere wenigen Chancen genützt. Sicher ein etwas glücklicher Sieg, aber extrem wichtig", freute sich FCP-Trainer Fürstaller.

Neumarkt verschenkt erneut zwei Punkte

Wie in der zweiten Runde beim FC Pinzgau verschenkte der TSV Neumarkt auch in Runde sechs zwei wertvolle Punkte. Die Neumarkter waren gegen Schwaz zwar die bessere Mannschaft, den dritten Saisonsieg konnte die Hajek-Elf jedoch nicht bejubeln. Nach engagierten Start gingen die Flachgauer auch verdient in Führung. Nach einem Enzenberger-Zuspiel vollendete Friedl in der elften Minute nach schöner Einzelleistung zum 1:0 für die Hausherren. Die Führung war jedoch nur von kurzer Dauer. In der 18. Spielminute tanzte Kapferer die gesamte Neumarkter Hintermannschaft aus und erzielte den 1:1 Ausgleich. In der zweiten Hälfte drückten die Gastgeber dann wieder auf das Tempo, doch das Dreiergespann Hübl, Enzenberger und Mayr konnten ihr Team nach zahlreichen Möglichkeiten nicht wieder auf die Siegesstraße zurückführen. "Wir hätten die Partie eigentlich gewinnen müssen, leider haben wir aus vielen Chancen nur ein Tor gemacht. Zum Schluss hätte der Gegner aber auch noch das entscheidende Tor machen können", so Co-Trainer Werner Promberger nach dem Spiel.

Alle Ergebnisse der sechsten Regionalliga West Runde

Kitzbühel : Wacker Innsbruck Amat.              1:2 (0:1)
Reichenau SVG : USK Anif                            0:3 (0:1)
Hard : Kufstein                                                    1:2 (0:0)
FC Pinzgau Saalfelden : Altach Amat.     3:0 (1:0)
Bregenz SW : Wattens                                       1:4 (0:1)
SV Seekirchen : Dornbirn                            2:1 (1:0)
TSV Neumarkt : Schwaz                               1:1 (1:1)
TSV St. Johann : USC Eugendorf               0:1 (0:1)

Links zu diesem Artikel:

(Quelle: S24)

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