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RLW: Stadtderby zwischen Austria Salzburg und SAK von Böllerwurf überschattet

Austria Salzburg siegt im hitzigen Stadt-Duell gegen den SAK 1914. FMT-Pictures/KJ
Austria Salzburg siegt im hitzigen Stadt-Duell gegen den SAK 1914.

Der Salzburger Super-Freitag mit drei Regionalliga-West-Derbys bot einiges an Brisanz. Neben dem sportlichen Erfolg von Austria Salzburg gegen SAK 1914 stand eine Entgleisung von einem violetten Anhänger im Mittelpunkt. Nach einem Böllerwurf musste der Schiedsrichter-Assistent behandelt und das Spiel unterbrochen werden.

Das herrliche Kaiserwetter lockte 1.250 Zuseher nach Nonntal. Sechs Jahre musste Salzburg auf das Stadt-Duell zwischen SAK 1914 und Austria Salzburg warten.

SAK dominiert – Austria führt

Ähnlich wie im letzten Duell – als die Nonntaler mit 1:2 das Feld als Sieger verließen – war der SAK zu Beginn die bessere Mannschaft, hätte sich die Führung durchaus verdient. Mit aggressivem Zweikampfverhalten und taktischer Raffinesse ließen sie die Violetten kaum ins Spiel kommen. "Da hätten wir das 1:0 machen müssen", erklärte SAK-Co-Trainer Max Friedmann, der mit seinem Team wie aus dem nichts das Gegentor hinnehmen musste. Nach einem Eckball vollendete Austria-Kapitän Ernst Öbster (41.) per Außenrist sehenswert zum 0:1.

Torjubel endet mit Böllerwurf und Spielunterbrechung

Den Führungstreffer hat ein Anhänger aus dem Austria-Sektor zu heftig gefeiert. Neben Leuchtraketen zündeten ein Austria-Anhänger auch einen Böller. Da der Schiedsrichter-Assistent auf einem Ohr – laut SAK-Angaben – nichts mehr hörte, musste der Unparteiische Polak Sen die Partie für sieben Minuten unterbrechen. "Wir wollen den Austria-Fans nichts unterstellen. Von unserer Seite war das kein tätlicher Angriff. Der Assistent stand wohl zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort", erläuterte Friedmann die strittige Situation. "Wir distanzieren uns klar von dieser Aktion. Da hat irgendein Volltrottel einen Böller geschossen. Gut, dass die Kurve Verantwortungsbewusstsein gezeigt und den Übeltäter der Polizei übergeben hat", sagte Austria-Obmann Alexander Hütter in einer ersten Stellungnahme zu SALZBURG24.

Schiedsrichter erneut im Mittelpunkt

Nachdem Christopher Laux in der sechsten Minute der Nachspielzeit die gelbe Karte wegen Unsportlichkeit sah, schickte ihn Sen nach angeblichem Handspiel vom Feld, zeigte sogar noch auf den Elfmeterpunkt. "Diese Fehlentscheidungen waren unter anderem spielentscheidend", so Friedmann. Nicholas Mayer (51.) ließ sich diese Gelegenheit zum 2:0 nicht nehmen. Auch beim 3:0 sahen sich die SAK-Verantwortlichen bedient. Der eingewechselte Kubilay Öztürk lief aus klarer Abseitsposition alleine auf SAK-Keeper Ludwig Stepan zu, der Linienrichter zeigte diese auch an. Sen ließ aber weiterlaufen und Öztürk (72.) jubelte über seinen Premierentreffer. Das SAK-Trainergespann Wintersteller und Friedmann war so erbost, dass Sen darauf auf die Tribüne verbannt wurde. Der Treffer von Dusan Pavlovic (89.) zum 1:3-Endstand war nur noch Ergebniskosmetik.

(SALZBURG24/Andonov)

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(Quelle: S24)

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