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Salzburgs künftiges Fußball-Konzept heißt "8-8-8"

Salzburgs neues Rezept trägt den Namen "8-8-8". Weg von der Legionärsschwemme, hin zu Rot-Weiß-Rot soll der Weg von Österreichs Ligakrösus aus Wals-Siezenheim führen.

Junge heimische Talente sollen demnach mit starken Ausländern sowie etablierten heimischen Kräften eine möglichst erfolgreiche Symbiose bilden. Ein ähnlich lautendes Konzept wurde bereits vor einem Jahr ausgegeben. Trotzdem erhöhte sich der Anteil an österreichischen Spielern im vergangenen Herbst kaum.

Momentan nur Zunkunftsvision im Salzburger Fußball

Wie der "Kurier" berichtete, lautet der Vorschlag der neuen Geschäftsführung wie folgt: Acht starke Legionäre, dazu acht arrivierte Österreicher sowie acht Talente aus den eigenen Akademien sollen den Kader der Profis bilden. "Das ist ein geplantes Szenario, das idealerweise erreicht werden soll", meinte Trainer Ricardo Moniz am Freitag darauf angesprochen. Der Niederländer bezeichnete dies als "Zukunftsvision", in die er sich mit vollem Elan einbringen wolle. "Ich bin aufgerufen, die Spieler dafür zu finden." Aktuell ist Salzburg von einem derartigen Modell ziemlich weit entfernt. 17 Legionäre stehen im 26-Mann-Kader, die meisten von ihnen sind mit Verträgen mit langer Laufzeit ausgestattet. Zumindest holt Moniz immer wieder Talente zur Bundesliga-Mannschaft. Seit dieser Woche neu im Training der Profis steht zum Beispiel der seit kurzem 16-jährige Valentino Lazaro. Dem Mittelfeldspieler bescheinigte der Chefcoach "riesiges Potenzial".

Heimische Jungtalente sollen gezielt gefördert werden

Abhängig sein würde die künftige Marschrichtung ohnedies von der Leistungsfähigkeit der Talente. "Es hängt von ihrer Entwicklung ab. Man kann junge Spieler nur einbauen, wenn sie wirklich Leistung bringen können", meinte Moniz. Vorbilder seien dabei Martin Hinteregger, Georg Teigl oder der schon mit Kurzeinsätzen bedachte Stefan Savic. Alle Drei kommen aus der eigenen Akademie. Anzumerken bleibt jedoch, dass Moniz bereits im Mai des Vorjahres gemeinsam mit dem damaligen Sportchef Heinz Hochhauser einen Philosophiewechsel im großen Stil verkündet hatte. Als idealer Ausbildungs- und Entwicklungs-Platz für junge heimische Spieler wolle man sich präsentieren, hieß es damals. Dann kamen im Sommer Spieler wie der spanische Verteidiger Anton Chema (132 Spielminuten in der Liga) oder Luigi Bruins (127). Der Vertrag mit dem Niederländer wurde bereits im Winter wieder aufgelöst.

38 Prozent aus dem "Österreicher-Topf"

Fast gleichbleibend ist auch Salzburgs Wert in der Statistik der eingesetzten Österreicher, dem sogenannten "Österreicher-Topf". Stand der Anteil heimischer Kicker in der Vorjahressaison im Schnitt bei 37 Prozent, zeigt sich in der aktuellen Spielzeit kaum eine Steigerung. Nach drei Vierteln der Meisterschaft hält Salzburg laut der jüngst von der Bundesliga ausgegebenen Statistik bei 38 Prozent. (APA)
(Quelle: S24)

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