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Marsch steht auf viel Lärm

Geisterkulisse? "Könnte Vorteil sein"

Bullen-Dompteur vor Cup-Finale gegen Lustenau

Nach 82 Tagen ohne Bewerbsspiel geht es für Red Bull Salzburg im Cup-Finale gegen Austria Lustenau gleich von Null auf Hundert. Beim "Kaltstart" nach der großen Corona-Pause greifen die Bullen am Freitag (S24-LIVETICKER ab 20.30 Uhr) nach dem siebten Cup-Pokal. Die fehlenden Zuschauer könnten laut Salzburg-Trainer Jesse Marsch ein "großer Vorteil sein" (siehe Video oben).

Der Sport-Restart in Österreich hat es gleich in sich: Während alle Sportarten erst langsam richtig hochfahren, scharren die Fußballer bereits in den Startlöchern. Wenn es im Endspiel gleich um einen Titel geht, wollen sowohl die Salzburger, als auch die Vorarlberger die Chance nützen und den Trophäenschrank ausschmücken.

 

Siebter Cup-Titel für Salzburg in Reichweite

Wochenlanges Training ohne Wettkämpfe gehört ab Freitag der Vergangenheit an. Denn mit dem Cup-Finale geht es für die Bundesligisten Schlag auf Schlag. Im Drei-Tages-Rythmus kämpfen die Bullen und Co. um wichtige Meisterschaftspunkte. Doch zunächst wollen die zu favorisierenden Mozartstädter rund um Andreas Ulmer den siebten Cup-Titel hochstemmen. 

Der 34-Jährige spielt seit 2009 bei den Bullen, war damit bei allen sieben Finalteilnahmen und sechs Titeln im Cup dabei. Zum Einsatz kam er allerdings nur viermal, 2015 sowie 2018 und 2019 musste er verletzungsbedingt passen.

Ulmer vor Cup-Finale: "Situation ist speziell"

Beim einzigen in der Corona-Pause erlaubten "Geister"-Test unter Ausschluss der Öffentlichkeit gab es vergangenen Freitag in Wals-Siezenheim nur ein 1:1 gegen die WSG Tirol. Dabei fehlte freilich die lautstarke Unterstützung von den Rängen. "Die ganze Situation ist speziell, weil es ein Spiel ohne Zuschauer ist. Alles andere bleibt allerdings gleich. Es ist ein Finale, das wir gewinnen wollen", sagte Kapitän Ulmer. 

Salzburg-Trainer Marsch steht auf viel Lärm

Jesse Marsch, der bei einem Erfolg gegen Lustenau den ersten Pokal als Trainer (abgesehen vom Supporters-Shield-Triumph, der Halbjahres-Meisterschaft in den Vereinigten Staaten) hochstemmen würde, geht in punkto Geisterkulisse noch weiter: "Keine Zuschauer im Stadion kann ein großer Vorteil sein. Wir haben viel über dieses Thema gesprochen." Marsch nimmt somit seine Spieler in die Pflicht und fordert, dass die Akteure auf dem Feld "Persönlichkeit zeigen und miteinander kommunizieren".

Als lautstarke Leader in seinem Team nannte der 46-jährige US-Amerikaner neben André Ramalho, auch Maxi Wöber, Ulmer und Schaltzentrale Zlatko Junuzovic. Auch Dominik Szoboszlai komme immer mehr aus sich heraus. 

Einen großer Anteil an der Entwicklung der Spieler hat laut Marsch das Präsentieren der Persönlichkeit. "Das hat viel zu tun mit reden und kämpfen auf dem Platz". Das Gefühl vor dem Duell in Klagenfurt sei für das gesamte Team ein wenig komisch. Aber: "Es ist ein Spiel, das wir gewinnen müssen. Wenn wir denken, dass unser Talent genug ist, dann werden wir Ärger bekommen", betonte der Salzburg-Coach. 

(Quelle: SALZBURG24)

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