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Abwehr bleibt Baustelle

Europacup-Debüt vor Salzburger Mega-Experiment

So könnte Salzburg gegen Villarreal spielen

Jesse_Marsch, FC_Red_Bull_Salzburg GEPA/Red Bull
Salzburg-Trainer Jesse Marsch auf der Suche nach der besten Startelf gegen Villarreal.

Für Red Bull Salzburg steht am Donnerstag beim Europa-League-Sechzehntelfinale gegen Villarreal das bisherige Jahres-Highlight an. Für das K.o.-Duell müssen die Bullen das Abwehrzentrum umbauen. Wem schenkt Trainer Jesse Marsch das Vertrauen?

Wenn die Bullen beim zehnten Anlauf (Rekordwert mit Ajax Amsterdam) in der EL die K.o-Runde überstehen wollen, braucht es gegen den spanischen Top-Klub mehr als nur eine solide Leistung.

Zwei Positionen bei Bullen offen

Während der Großteil der Marsch-Crew für die europäische Bühne quasi einen Fixplatz hat, tauchen in der Innenverteidigung sowie im Mittelfeld des österreichischen Serienmeisters zwei Fragezeichen bezüglich Startelf-Tickets auf.

 

Da Andre Ramalho aufgrund einer Gelbsperre fix ausfällt und Maximilian Wöber (Oberschenkelverletzung) so wie Bernardo (Seitenbandriss) auch nicht mit an Bord sind, muss Salzburg eine neue Defensiv-Zentrale aus der Taufe heben. Bullen-Dompteur Marsch ist darauf freilich vorbereitet. Zum einen bestand Albert Vallci die Feuertaufe auf seiner Lieblingsposition als Innenverteidiger gegen Hartberg und Austria Wien (im Cup) sowie gegen Wattens. Beim 4:2-Auswärtssieg sah die Bullen-Defensive jedoch nicht immer sattelfest aus.

Darf sich Salzburgs Solet beweisen?

Zum anderen lieferte auch Sommer-Neuzugang Oumar Solet vergangenen Mittwoch gegen die Austria eine grundsolide Partie. Neben den Debüt-Schützen Luka Sucic und Brenden Aaronson erntete auch der Franzose Sonderlob von Marsch: "Er hat richtig gut gespielt, das war wichtig." Viel Spielpraxis hat Solet mit sechs Bundesliga-Einsätzen jedoch nicht. Schon gar nicht auf der europäischen Bühne, wo der 21-Jährige bislang keine Erfahrung gesammelt hat. Für den 1,92-Meter-Koloss wäre das Duell gegen Villarreal das Europacup-Debüt.

Oumar_Solet, FC_Red_Bull_Salzburg GEPA/Red Bull
Feiert Salzburgs Oumar Solet gegen Villarreal sein Europacup-Debüt?

Zudem durfte der Abwehrmann am Wochenende gegen Wattens keine Minute ran, um für das Jahres-Highlight auf Match-Temperaturen zu kommen. Gut möglich, dass sich Marsch damit bedeckt halten will und im Hintergrund an einem Experiment bastelt.

Deier- oder Viererkette bei Salzburg?

Eine etwas ungewöhnliche Lösung wäre Enock Mwepu als Vallci-Partner in der Innenverteidigung spielen zu lassen. Diese Rolle durfte er bereits im Juni beim 7:2-Sieg gegen Rapid Wien ausfüllen. Oder Salzburgs Coach entscheidet sich mit Mwepu im Zentrum, Albert Vallci links und Solet auf der rechten Abwehrseite. Der in Überform aufspielende Rasmus Kristensen und Kapitän Andreas Ulmer würden somit vor die Dreierkette hochgezogen werden.

Hätte Salzburg Jerome Onguene nicht zum FC Genoa nach Italien verliehen, würde ein erfahrener zentraler Abwehrspieler noch zur Verfügung stehen. Zusatz: Youngster David Affengruber, der Innenverteidiger ist, steht nicht im EL-Kader der Bullen.

Aaronson und Sucic im internen Duell

Im Mittelfeld muss Marsch im internationalen Geschäft den zu RB Leipzig abgewanderten Dominik Szoboszlai ersetzen. Neben Zlatko Junuzovic, Mohamed Camara (und Enock Mwepu?) sind in der Schaltzentrale bzw. auf den Flügeln maximal zwei Plätze frei.

Um diese werden sich wohl Neuzugang Aaronson und Shootingstar Sucic duellieren. Sollte Mwepu zurückgezogen werden, haben beide Youngsters gute Karten. Aber auch der wiedergenesene Antoine Bernede könnte überraschend im Aufgebot stehen.

Im Angriff vertraute der Bullen-Trainer zuletzt immer dem Traum-Duo Patson Daka und Knipser Sekou Koita. "Euro-Bomber" Mergim Berisha war zuletzt verletzt und wird sich wohl mit der Rolle als Jokers zufrieden geben müssen.

Villarreal hat Siegen verlernt

"Villarreal ist sehr gefährlich und nicht umsonst in La Liga im vorderen Feld mit dabei. Und sie haben mit Unay Emery einen Coach, der den Bewerb kennt wie kaum ein anderer. Wir brauchen eine gute Abwehr- und Mannschaftsleistung, dass wir diese Phase schaffen können", erklärte Trainer Jesse Marsch. "Eine Topleistung gegen den Ball ist das Wichtigste. Wir müssen intensiv spielen und versuchen die Führung zu finden", erklärte Marsch vor dem 74. Europa-League-Spiel der Salzburger Vereingsgeschichte.

Den Bullen könnte jedoch Mut machen, dass das gelbe U-Boot – wie Villarreal genannt wird – die jüngsten fünf Partien nicht gewinnen konnte. Vier Remis und eine Niederlage stehen für den Liga-Sechsten vor der Salzburg-Partie zu Buche.

(Quelle: SALZBURG24)

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