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Salzburg vor St. Pölten: "Aufmerksam" in "entscheidende Phase"

Könnte gegen St. Pölten von Beginn an starten: Minamino. Red Bull / GEPA
Könnte gegen St. Pölten von Beginn an starten: Minamino.

Der Unterschied könnte größer kaum sein. Am Donnerstag beim 2:2 noch gegen den spielstarken Primera-Division-Club Real Sociedad gefordert, trifft Red Bull Salzburg am Sonntag (LIVETICKER ab 16.30 Uhr) in der 23. Bundesliga-Runde zuhause auf Tabellen-Schlusslicht St. Pölten. Trainer Marco Rose will keine Ausreden gelten lassen: "Es ist eine entscheidende Phase der Saison."

Es ist jedenfalls ein scharfer Rollentausch, den Salzburg innerhalb von rund 40 Stunden vornehmen muss. Gegen spielstarke Basken auswärts noch in der klaren Außenseiterrolle, sind es am Sonntag die Bullen, von denen die Herstellung klarer Verhältnisse erwartet wird. Rose zweifelt prinzipiell nicht an der Einstellung seiner Truppe. "Wir haben solche Spiele schon öfter gehabt und es bisher meist gut gemacht", erinnerte der Deutsche. Bei allem Vertrauen in die Mannschaft, könne eine Extraportion Sensibilisierung aber nicht schaden. "Das ist das tägliche Brot. Da muss man schon sehr fokussiert reingehen. Wir werden natürlich noch einmal darüber reden, dass am Sonntag auch wirklich jeder mit hundertprozentiger Einstellung in die Partie reinmarschiert", stellte Rose klar. "Ich finde, dass das jetzt eine entscheidende Phase in der Saison ist, und wir wollen da aufmerksam sein."

Minamino spielt sich in den Fokus

Welche personellen Änderungen Rose - etwa auch im Hinblick auf das Rückspiel gegen Sociedad am Donnerstag - vornehmen wird, bleibt abzuwarten. So könnte etwa Takumi Minamino, in San Sebastian in der 94. Minute Torschütze des wichtigen Ausgleichstreffers, von Beginn an seine Chance erhalten. Innenverteidiger Andre Ramalho, vor dem Spiel in Spanien mit Oberschenkelproblemen fraglich und schließlich nach 71 Minuten ausgetauscht, ist jedenfalls bereit. Mittelfeld-Stammspieler Valon Berisha wird demgegenüber weiterhin mit einer Hüftblessur fehlen.

St. Pölten hat Horror-Bilanz

Auch der Sicht St. Pöltens ist die Lage statistisch ähnlich trist wie die aktuelle Situation im Verein: Alle bisherigen sieben Pflichtspiele gegen Salzburg gingen verloren, in der laufenden Saison kassierte man auswärts ein 1:5 und zuhause ein 1:3. Dass es vereinsintern derzeit rundgeht, dürfte die Herausforderung nicht kleiner machen. Seit Montag verlor man innerhalb von nur fünf Tagen erst Präsident Gottfried Tröstl (Rücktritt), dann Sportdirektor Markus Schupp (Trennung).

SKN-Coach Lederer gibt sich kämpferisch

"Das Spiel gegen Salzburg wird verdammt schwierig, aber wir wollen natürlich gewinnen", meinte St. Pöltens Trainer Oliver Lederer. Seit dem einzigen Saisonsieg, einem Heim-1:0 gegen die Austria am 29. November, setzte es zuletzt wieder fünf Niederlagen mit 3:14 Toren. Es droht die Relegation, 13 Punkte fehlen auf Platz neun. "Wir müssen volle Bereitschaft zeigen in diesen 14 Spielen. Wir wollen ordentliche Leistungen bringen für die Fans, Sponsoren und alle, die noch zum Verein stehen", forderte Lederer von seinen Kickern.

Einen Punkt in Salzburg zu ermauern, damit kann Lederer allerdings nichts anfangen. "Ich bevorzuge die aktive Spielweise, dazu stehe ich zu 100 Prozent. Ich sehe auch keinen Anlass, das zu ändern", betonte der 40-Jährige. Immerhin hat er gute Erinnerungen an einen Salzburg-Ausflug am 27. November 2016. An diesem Tag fügte die Admira den Bullen die bisher letzte Heimniederlage zu. Der Admira-Coach damals: Oliver Lederer.

(APA)

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