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Salzburg will kleine Titelchance in der Südstadt wahren

Alles andere als ein Sieg wäre ein weiterer Rückschlag im Kampf um die kleine Chance auf eine erfolgreiche Titelverteidigung. Fußball-Meister Red Bull Salzburg muss am Mittwoch (18.30 Uhr/live Sky) auch bei Schlusslicht Admira gewinnen, soll der Druck auf Tabellenführer Austria aufrecht bleiben.

Mit einem vollen Erfolg im Bundesliga-Nachtragsspiel würde der erste Verfolger seinen Rückstand auf neun Punkte reduzieren. Die Salzburger scheinen neuen Elan aus einem Westderby bei Wacker Innsbruck mitgenommen zu haben. Das in letzter Sekunde sichergestellte 3:2 soll die Initialzündung zu einer Siegesserie sein. "Ob wir dazu auch befähigt sind, müssen wir aber unter Beweis stellen", mahnte Bullen-Trainer Roger Schmidt.

Schmidt will Platz CL-Qualifikation sichern

Für Schmidt geht es weiterhin primär darum, Rang zwei und damit einen Platz in der Champions-League-Qualifikation abzusichern. Bei einem Spiel weniger liegen die Salzburger acht bzw. neun Punkte vor Rapid und Sturm. "Voraussetzung sind jetzt sechs Punkte gegen Admira und am Samstag gegen Ried, damit wir den Abstand zu Platz drei groß genug halten", sagte der Deutsche.

Spekulationen über Aufholjagd in Richtung Austria

Nur hinter vorgehaltener Hand wird mit einer Aufholjagd in Richtung Austria spekuliert. "Wir haben zwar den Abstand verkürzt, er ist aber immer noch groß genug", erinnerte Schmidt. Nach dem Westderby seien auch die weniger positiven Dinge angesprochen worden - etwa das mangelhafte Defensivverhalten. "Das ist aber nicht nur ein Fehler der Verteidigung, sondern da ist die ganze Mannschaft betroffen", meinte Außenverteidiger Christian Schwegler. "Das Defensivverhalten muss bereits vorne beginnen."

Schwegler war mit seinen weiten Einwürfen auf den Kopf von Nebenmann Franz Schiemer zuletzt sogar der gefährlichste Salzburger. Sowohl beim WAC (1:1) als auch in Innsbruck resultierten daraus entscheidende Tore. "Es ist eine spezielle Waffe, die wir nützen sollten", meinte Schmidt, der trotz einer Durststrecke auch vor der Admira warnte: "Die spielen einen guten Fußball, kommen derzeit aber bei den Ergebnissen zu schlecht weg."

Südstädter mit vier Punkten in 13 Spielen

Tatsächlich haben die Südstädter in den jüngsten 13 Ligaspielen nur vier Punkte geholt, in den vergangenen acht Runden gab es sieben Niederlagen. "Wir brauchen nicht herumzureden: Salzburg ist über uns zu stellen", erklärte Admira-Trainer Dietmar Kühbauer. "Wir sind klarer Außenseiter, es ist aber sicher nicht aussichtslos." Sein Team habe weniger zu verlieren als der Gegner.

Die Admira könnte im Kampf um den Klassenerhalt Bonuspunkte holen. Ein Zähler fehlt dem Tabellenletzten auf Wr. Neustadt, zwei Zähler sind es auf Innsbruck. Gegen Salzburg haben die Niederösterreicher seit ihrem Wiederaufstieg im Sommer 2011 zu Hause nicht verloren. Das 0:1 am Samstag gegen den WAC war allerdings bereits die sechste Heimniederlage in Serie.

Kühbauer gibt sich optimistisch

Kühbauer gab sich dennoch optimistisch. "Ich sehe, wir kommen wieder in die Richtung." Gegen den Aufsteiger hätte lediglich die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor gefehlt. "Wir hätten die Möglichkeiten vor der Hütte gehabt", sagte Kühbauer. "In den Spielen davor war es manchmal nur Schönspielerei, die niemanden interessiert."

Gegen Salzburg sei wichtig, möglichst lange die Null zu halten. Neben Stürmer Issiaka Ouedraogo muss Kühbauer aber auch die Außenverteidiger Gernot Plassnegger und Stephan Palla gesperrt vorgeben. Die Bullen sind sieben Spiele unbesiegt, haben von den vergangenen elf Partien nur eine verloren. Kühbauer: "Salzburg hat wieder ein bisschen Luft bekommen. Sie sehen wieder eine Chance." Auf den Titel nämlich. (APA)

(Quelle: S24)

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