Jetzt Live
Startseite Fußball
Fußball

Salzburger Liga: So verläuft die Saison 2015/2016

Micha Geley (re.) vom SC Golling im Duell mit Wals-Grünau Stürmer Cem Emen (li.) Krugfoto
Micha Geley (re.) vom SC Golling im Duell mit Wals-Grünau Stürmer Cem Emen (li.)

Die neue Saison in der Salzburger Liga steht vor der Tür und der herbeigesehnte Start der Meisterschaft ist endlich da. Welche Teams werden um den Titel mitspielen und wer muss um den Klassenerhalt kämpfen? Wir haben uns mit Trainern unterhalten und wagen eine Saisonvorschau.

Zwei lange Monate sind seit dem Schlusspfiff der letzten Saison vergangen. Nachdem viele Test- und vor allem Cupspiele in der Vorbereitung bestritten wurden, wartet nun das erste Pflichtspiel in der regulären Meisterschaft. Einige Teams waren am Transfermarkt sehr aktiv, andere hingegen schenken nahezu dem gleichen Kader das Vertrauen. Wer findet sich im Kampf um den Aufstieg in die Regionalliga West wieder und welche Teams müssen um den Klassenerhalt zittern?

Die Titelaspiranten der Salzburger Liga

Zwei Teams gehen als Favoriten um den Meistertitel in die neue Saison. Größter Anwärter dürfte der SV Wals-Grünau sein. Die Mannschaft hat sich im Sommer namhaft verstärkt und geht für die Konkurrenz als klarer Titelfavorit in die Saison. Als neuen Trainer konnten sie sich die Dienste vom elffachem österreichischen Nationalspieler, Edi Glieder, sichern und dürften mit den Neuzugängen am Spielersektor perfekt für den Titelkampf aufgestellt sein. Cem Emen, Thomas Kocher (beide USK Anif), Christopher Mayr (SV Seekirchen) und Andreas Innerlohinger (Comeback) verstärken die Mannschaft rund um die bereits gut besetzten Walser. "Wenn man sich die Qualität im Kader von Grünau ansieht, dann kann das Saisonziel nur der Aufstieg in die Regionalliga sein", so Altenmarkt-Trainer Arsim Deliu im SALZBURG24-Gespräch.

Teamzusammensetzung spricht für Wals-Grünau

"Die Mischung aus erfahrenen und talentierten Spielern spricht für die Glieder-Elf," lauten weitere Statements zu dem Topfavoriten. Der zweite große Favorit ist der SV Kuchl. Nach dem dritten Platz in der Vorsaison ist auch heuer wieder mit den Tennengauern zu rechnen. Die Kuchler haben sich mit Johannes Siller (USK St. Koloman) und Martin Ellmauthaler (Comeback) punktuell verstärken können und vertrauen ansonsten derselben Mannschaft. "Meiner Meinung nach, wird nicht die beste Mannschaft heuer Meister werden, sondern jene, die es sich leisten will in der Regionalliga zu spielen", so der neue SAK-Trainer Eidke Wintersteller (SC Golling) zum Titelkampf.

Ligabomber der letzten Saison Matthias Pichler (SV Kuchl/li.) gegen Daniel Leitner (FC Bergheim/re.)/ Krugfoto Salzburg24
Ligabomber der letzten Saison Matthias Pichler (SV Kuchl/li.) gegen Daniel Leitner (FC Bergheim/re.)/ Krugfoto

Die ersten Jäger

Neben Grünau und Kuchl gilt auch der SV Straßwalchen als Titelanwärter. Die Flachgauer mit Neo-Coach Michael Kahlhammer (FC Hallein) haben sechs Neuerwerbungen zu verzeichnen und wollen mit Petrit (Ausland), Schober (ATSV Stadl-Paura), Taschwer (FC Hallein), Zoister (USV Berndorf), Kohler (USK Gneis) und Janjic (SV Austria Salzburg) den Titelkampf spannend machen. Auch der UFC Altenmarkt, welcher in den vergangen Jahren immer eine gute Rolle in der Salzburger Liga gespielt hat, ist für die viele Trainer eine Top-5-Mannschaft.

Die Unbekannten

Für viele Experten sind neben den Grödiger Amateuren auch der FC Puch und der SK Bischofshofen nur schwer zu berechnen. Alle drei Teams haben einen Umbruch im Kader vorgenommen und kräftig umgebaut. Die Grödiger mussten viele Leistungsträger abgeben und verstärkten sich vorwiegend mit jungen Spielern. Ob es der neue Trainer Salih Mohammed (Red Bull Salzburg) mit den Neuerwerbungen Endletztberger (Union Hallein), Omeradzic (Wals-Grünau), Feiser (USK Anif) und Konsorte es schafft, die Grödiger im oberen Drittel zu platzieren, bleibt abzuwarten.

Mega-Umbruch in Puch und Bischofshofen

Der FC Puch wird in der neuen Saison kaum wieder zu erkennen sein. Das Team rund um Trainer Robert Brandner verstärkte sich unter anderem mit Poldlehner (SV Straßwalchen), Pavlovic (SV Seekirchen) und Antonijevic (USV Fuschl). Beim SK Bischofshofen bleibt kein Stein auf dem anderen: Bei den Pongauern steht nun mit Ex-Judoka Patrick Reiter eine GmbH an der Spitze. Am Spielersektor hat sich ebenso viel getan. Man verpflichtete neben Trainer Sergio Raimundo zusätzlich noch vier Legionäre aus Portugal, Brasilien und Kroatien. Sollte im Umfeld bei den Pongauer alles ruhig bleiben, wird die Raimundo-Truppe laut Experten eine gute Rolle in der Salzburger Liga einnehmen.

Hannes Endletzberger (re.) geht wieder für seinen Heimatverein SV Grödig auf Punktejagd./Krugfoto Salzburg24
Hannes Endletzberger (re.) geht wieder für seinen Heimatverein SV Grödig auf Punktejagd./Krugfoto
Hannes Endletzberger (re.) geht wieder für seinen Heimatverein SV Grödig auf Punktejagd./Krugfoto

Die breite Mitte

Die Plätze im breiten Mittelfeld werden laut Aussagen der Trainer Union Hallein, der SAK 1914, der FC Bergheim, die TSU Bramberg und der SC Golling belegen. Union Hallein musste mit Heidlmayr (Karriereende), Endletzberger (Grödig Amateure) und Prommegger drei Leistungsträger abgeben. Es bleibt abzuwarten wie die Neuzugänge diese kompensieren können und ob die Angerer-Elf wieder so eine konstante Saison absolvieren kann. Der SAK hat seinen Kader nur punktuell aufgebessert. Mit Eidke Wintersteller kehrt ein Altbekannter auf die Trainerbank zurück und mit Ludwig Stepan konnte man einen Torhüter verpflichten, welcher sich mit Soder um den Platz zwischen den Pfosten matchen soll. Der FC Bergheim spielte in der letzten Saison eine sensationelle Hinrunde, im Frühjahr konnte man aber nicht an die Leistungen anschließen. Man darf gespannt sein, wie die Mannen von Trainer Helmut Hauptmann nun in Form sind und wie die Neuverpflichtungen Prötsch (SV Gmundner Milch), Thaller, Ziss (beide SV Hallwang), Eder (FC Zell am See) und Co. sich bereits eingefügt haben.

Wundertüten Bramberg und Golling

Die TSU Bramberg sowie der SC Golling sind für viele nur schwer zu berechnen. Die Pinzgauer verloren im Sommer einige Stammkräfte und sind mit den sechs Neuen nur schwer einzuschätzen. Beim Aufsteiger aus Golling steht nach dem Wintersteller-Abgang nun Georg Hauthaler (SV Wals-Grünau) in der Coaching Zone. Die Tennengauer verstärkten sich nur punktuell und holten mit Shaqiri (1. SSk 1919) und Cihat Kaya (Grödig Amateure) einen Tormann und eine Offensivkraft.

Die Nachzügler

Als größter Außenseiter geht wohl der FC Hallein in die neue Spielzeit. Die Mannen rund um Neo-Trainer Christian Feuerstein und Mike Rosbaud verloren in der Transferzeit fast alle Führungsspieler und konnten diese nur mit Jungen ersetzen. Für viele gelten sie als fixer Absteiger. Doch genau das könnte den Tennengauer in die Karten spielen. Bleibt abzuwarten ob sich die Jungen an die raue Luft in der Salzburger Liga gewöhnen können. Neben Hallein müssen von der Papierform und Transferaktivitäten her der UFC Maria Alm, der FC Zell am See und der SV Hallwang gegen den Abstieg kämpfen. Alle drei Teams haben sich laut Trainer-Aussagen mit den Neuzugängen nicht ersichtlich verbessern können und könnten in den Abstiegskampf verstrickt werden.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 15.07.2020 um 01:07 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/salzburger-liga-so-verlaeuft-die-saison-2015-2016-47890300

Kommentare

Mehr zum Thema