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Salzburger Liga: Tops und Flops der 10. Runde

Kuchls Sebastian Stiegler (li.) erzielte das 1:0 gegen Golling. Das Tennengau-Derby endete ohne Sieger mit 1:1. Krugfoto
Kuchls Sebastian Stiegler (li.) erzielte das 1:0 gegen Golling. Das Tennengau-Derby endete ohne Sieger mit 1:1.

Nach zehn Runden hat fast jedes Team ein Drittel der Meisterschaft absolviert. Wer hat die Erwartungen erfüllt und welche Mannschaften spielen erwartungsgemäß im Tabellenkeller um den Klassenerhalt? SALZBURG24 hat die Salzburger Liga genauer unter die Lupe genommen.

Vor dem Liga-Start zählte Absteiger Eugendorf sowie Neumarkt als Vize-Meister der Papierform nach zu den Titelkandidaten. "Wir wollen Meister werden und zurück in die Westliga", unterstrich Neumarkt-Trainer Miroslav Bojceski die Ambitionen der Wallerseer.

Fehlende Variabilität als Sargnagel

Titelkandidaten avancieren zu Verfolger: Dass es aber kein Selbstläufer wird, haben die Wallerseer bei der Niederlage gegen Strobl und bei dem Remis gegen Bürmoos gesehen. In der zehnten Runde konnte weder Eugendorf, noch Neumarkt bei der Nullnummer im Schlager den Anschluss an Spitzenreiter Bischofshofen finden. "Ein Top-Duell, das im Endeffekt keinen Sieger verdient hat", erklärte Bojceski im SALZBURG24-Gespräch. Eugendorf legte zwar im Saisonverlauf viel Wert auf spielerische Lösungen, doch wie bei Neumarkt machte sich die fehlende Variabilität in Punktverluste bemerkbar. Im direkten Duell mussten sich beide Teams klar geschlagen geben – Eugendorf gar mit einer denkwürdigen 7:1-Schlappe. Mit vier Unentschieden darf sich die Schwaiger-Elf Remis-König der Liga nennen, der Abstand zum Pongauer Leader beträgt satte sieben Punkte. Neumarkt hinkt mit fünf Zählern hinterher.

Bischofshofen als Zünglein an der Waage

Legionärstruppe als großer Gejagter: Bischofshofen, das mit zehn Neuzugängen von Beginn an die Außenseiterrolle einnahm, wollte das Zünglein an der Waage sein. "Wenn wir es schaffen, die Top-Teams zu ärgern, kann diese Saison vieles passieren. Der Aufstieg wäre schön, aber kein muss", erläuterte BSK-Trainer Miro Polak, dessen Team jüngst gegen Kuchl erstmals Schwächen zeigte und die erste Niederlage einstecken musste. Mit einer stabilen Defensive um Pöllhuber und Bodrusic mischen im Angriff Antunovic, Ismaili und Co. ihre Gegner regelrecht auf. Bei 13 verschiedenen Torschützen sind die Pongauer nur schwer auszurechnen. Nach einem Rückstand drehte der Leader das Spiel in Runde zehn gegen Bergheim mit einem Mann weniger.

Strobl überrascht als Liga-Neuling

Aufsteiger als größte Überraschung: Nach zwei Meistertiteln in Folge schlägt Strobl auch in der vierthöchsten Liga große Wellen. Der Aufsteiger kann an guten Tagen mit jeder Mannschaft mithalten. Coach Heissl analysiert jeden Gegner und gibt der Mannschaft viele Hilfsmittel und eine Spielidee mit. "Wir halten ganz gut mit und wissen, dass wir kein Kanonenfutter sind. Dennoch gehen wir in jedes Duell als Außenseiter rein", sagte Heissl. Gegen Altenmarkt ging ein verrücktes Spiel knapp verloren. Der Spielverlauf: 2:0 für die Pongauer, 2:4 für Strobl, ehe Altenmarkt mit dem 5:4-Endstand im torreichsten Spiel der Saison verdient die drei Punkte einheimste und auf Platz zehn kletterte.

Neben Bergheim zählt auch Bürmoos zu den positiven Überraschungen. Die Lothring-Crew verlor erst zwei Mal und konnte am Freitag passend zum 90-Jahr-Jubiläum durch Permannschlagers Goldtor einen knappen 1:0-Erfolg gegen Schlusslicht SAK bejubeln. "Zunächst war das Ziel der Nicht-Abstieg. Nun orientieren wir uns ans Mittelfeld", sagte Lothring. Am Wochenende feierte der Jubilar im großen Bürmooser Festzelt.

Fehlende Routine beim Westliga-Absteiger

Herausforderer hinken nach: Nach dem vierten Rang im Vorjahr zählte Straßwalchen zu den heißesten Kandidaten auf einen Spitzenplatz. Die Flachgauer konnten die (eigenen) Erwartungshaltung kaum erfüllen und müssen das Feld nun von hinten aufrollen. Im Nachzügler-Duell gegen Union Hallein trennten sich die Tabellennachbarn nach Treffern von L. Crnegorcevic und Berner 1:1. Mit neun Zählern hängt Straßwalchen weiterhin im hinteren Drittel fest.

Der tiefe Fall des Westliga-Absteigers: Eigentlich sollte der SAK als ehemaliger Regionalligist genügend Qualität besitzen, um eine gute Rolle in der Liga zu spielen. Jedoch hält Neo-Coach Gierzinger mit den Nonntalern überraschend die rote Laterne inne – nach dem Abstieg der nächste Tiefpunkt für die Städter. "Es ist eine extreme Herausforderung, die wir uns gerne stellen. Uns fehlen vorne einfach die Tore, wir wollen und müssen das Entwicklungsjahr mit fehlender Routine mit dem Klassenerhalt abschließen", sagte SAK-Coach Gierzinger. Auch Hallwang, Golling, das sich im Tennengau-Derby 1:1 gegen Kuchl trennte, und Union Hallein brauchen jeden Punkt, um nicht in noch größere Gefahr zu geraten.

Salzburger Liga: 10. Runde

  • SV Bürmoos : SAK 1914 1:0 (1:0)
  • TSV Neumarkt : USC Eugendorf 0:0 (0:0)
  • SC Golling : SV Kuchl 1:1 (0:1)
  • FC Zell am See : SV Austria Salzburg 4:1 (3:0)
  • SK Bischofshofen : FC Bergheim 2:1 (0:1)
  • ÖTSU Hallein : SV Straßwalchen 1:1 (0:0)
  • UFC Altenmarkt : SK Strobl 5:4 (2:4)
  • TSU Bramberg : UFC SV Hallwang 0:0 (0:0)

 

Aufgerufen am 23.02.2019 um 07:58 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/salzburger-liga-tops-und-flops-der-10-runde-56938525

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