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Salzburger Liga: Tops und Flops der 14. Runde

Abwehrbollwerk Bodrusic (re.) leitete mit Köpfchen die Feierlichkeiten zum Herbstmeistertitel in Bischofshofen ein. Krugfoto
Abwehrbollwerk Bodrusic (re.) leitete mit Köpfchen die Feierlichkeiten zum Herbstmeistertitel in Bischofshofen ein.

Während Bischofshofen den Herbstmeistertitel feiert, übergibt der SAK die rote Laterne an resignierende Gollinger. Indes schließt Bramberg zur Spitzengruppe auf und Bürmoos stellt erneut ihre Heimstärke unter Beweis. Das sind die Tops und Flops der 14. Runde in der Salzburger Liga.

Bischofshofen bleibt auch nach der abgeschlossenen Hinrunde in der Salzburger Liga das Maß aller Dinge.

TOPS: Bischofshofen krönt sich zum Herbstmeister

Ausgerechnet zur Einstandsfeier und dem Trainer-Debüt von Eder fügte der Liga-Krösus Union Hallein die erste Pleite nach fast exakt einem Jahr zu. Nachdem es Khalil, Jovanovic und Ismaili bereits in der Anfangsphase verpasst haben die Weichen auf einen Sieg zu stellen, erlöste Innenverteidiger Bodrusic den Leader mit dem 1:0 in der 63. Minute. 220 Sekunden später stand mit dem 2:0-Endstand durch Ellmer der Herbstmeistertitel für den BSK fest. "Davon kann man sich nichts kaufen. Für mich war das kein Grund zum Feiern, auch wenn ich sehr froh bin, dass wir auf schwierigen Bodenverhältnisse gesiegt haben", sagte Bischofshofen-Coach Polak im SALZBURG24-Gespräch. Für die Salinenstädter war es die erste Heimniederlage seit dem 2:4 gegen Neumarkt vom 22. Oktober des Vorjahres.

BSK-Trainer Miroslav Polak führte die Pongauer zum Herbstmeistertitel. /Krugfoto Salzburg24
BSK-Trainer Miroslav Polak führte die Pongauer zum Herbstmeistertitel. /Krugfoto

Endet das Abenteuer für drei Legionäre?

Ein bitterer Beigeschmack hat auch der gefährdeten Dreier-Abgang der US-Boys O'Keefe, Barksdale und Rodewald. Ihr Aufenthaltsvisum läuft ab und könnte im schlimmsten Fall nicht verlängert werden. Am Mittwoch könnte das Abenteuer für die Legionäre bereits enden. Reagiert hat BSK-Boss Reiter daher mit der Verpflichtung von Altenmarkts Schilchegger, der von Deliu beim 1:1 gegen Kuchl aus dem Kader gestrichen worden ist. "Da er unbedingt im Winter weg will, kann ich es gegenüber den anderen nicht verantworten, dass er noch zum Einsatz kommt. Bitter enttäuscht bin ich, dass es mir Schilchegger nicht persönlich gesagt hat sondern Reiter mich darüber informiert hat", erklärte der Altenmarkt-Trainer, der das aufstrebende Talent lieber bei St. Johann gesehen hätte.

Verfolger Neumarkt lässt sich nicht abschütteln

Erster BSK-Verfolger Neumarkt erledigte seine Aufgabe mit Bravour und hielt den Sechs-Punkte-Abstand. Die Nord-Derbys zwischen Neumarkt und Straßwalchen verliefen in der Vergangenheit immer auf Messers Schneide. Nach einem 2:2-Remis gewann die Bojceski-Crew das letzte Duell mit 2:1. Auch am Freitagabend gingen die Neumarkter als knapper Gewinner vom Wallerseer Kunstgrün. Straßwalchen versuchte mit vielen geschickten Fouls den Spielfluss des Gegners zu unterbinden und lauerte im Konter auf ihre Chancen. Straßwalchens sportlicher Leiter Markus Chudoba übernahm das Ruder, da Chefcoach Kalhammer wegen einer Operation der Weisheitszähne w.o. geben musste. Auch seine Truppe, die Offensiv kaum in Erscheinung trat, musste sich nach der 17. Standardsituation geschlagen geben.

Friedl zirkelte den Ball von der linken Seite auf das Tor, Leitner war als Letzter dran und ließ sich als Goldtorschütze feiern. "Auf diese Leistungen können wir aufbauen. Wenn wir den Abstand auf Bischofshofen halten, dann wollen wir uns verstärken", sagte Bojceski im SALZBURG24-Gespräch, der in zehn Tagen bei einem Gespräch mit Präsident Berendt die Weichen auf einen Angriff in der Rückrunde stellen will.

Bramberg erlegt Austria Salzburg vor 1.000 Zusehern

Den gewohnten Spieltermin von Sonntag auf Samstag zu verlegen trug im Pinzgau Früchte – sportlich wie finanziell. Denn am Samstagabend wohnten 1.000 Fußball-Fans beim Duell gegen die Violetten auf der Bramberger Anlage bei – 300 kamen aus der Mozartstadt. Mit dem zweiten Sieg im dritten Spiel blieb auch Neo-Coach Davare beim 2:0-Triumph ungeschlagen. Nachdem die anfängliche Nervosität aufgrund der Fan-Massen ad acta gelegt wurde, verteidigten die Pinzgauer durch Tore von Enzinger und Innerhofer den vierten Rang. "Ein sensationeller Auftritt des Teams. Hut ab vor dieser Leistung und den herausgespielten Toren ", strahlte Davare über das ganze Gesicht.

SAK verlässt das Tabellenende

Das Kellerduell zwischen SAK und Hallwang war nichts für schwache Nerven. Nachdem sie Städter bis zur 1:0-Führung von Heinrich alles im Griff hatten, drehte Hallwang durch Ploner und Andonov das Spiel zu ihrem Gunsten. Erst nach der Halbzeit fingen sich die Nonntaler an ihrem "Family Day" vor 540 Zusehern. Rath glich in Minute 50 nach einem Unachtsamkeit der Gäste zum 2:2 aus, ehe Joker Alterdinger nach schöner Vorarbeit von Rückkehrer Vucanovic zum 3:2-Endstand einnetzte. "Auch wenn die Mannschaft noch sehr verunsichert ist, haben wir unseren Aufwärtstrend bestätigt. Bis zum Winter wollen wir da unten endgültig raus", sagte SAK-Trainer Gierzinger, der mit seinem Team den achten Punkt im vierten Spiel einfuhr.

FLOPS: Bergheim geht in Bürmoos baden

Auch im sechsten Spiel in Serie gab es für Bergheim nichts zu jubeln. Die Strasser-Crew zerbröckelte an der neuen taktischen Ausrichtung von Neo-Coach Rödl. Gegen dem neuen 4-3-3-System der heimstarken Bürmooser, die zuhause nur ein Mal verloren haben, ging Bergheim mit einer 4:0-Klatsche am wohl letzten Spätsommertag baden. Clement eröffnete mit einem Solo den Torreigen. Bergmüller im Fallen und Studener nach einer Volleyabnahme nach einem verlängerten Freistoß machten schon vor der Pause den Deckel zu. Den 4:0-Endstand besorgte Höller mit einem traumhaften Weitschuss. "Marco (Rödl, Anm.) ist die beste Lösung für den Verein. Als Ex-Profi und engagierter und motivierter Trainer kann er viel bewegen", streute ihm Goalgetter Bergmüller Rosen. Er habe eine klare Linie und sorgt auch mit seiner Art für Disziplin und Ordnung. Ovesny bekam dies bereits nach seinem Ego-Auftritt in Kuchl zu spüren und schmorte 64. Minuten auf der Bank.

Bei Golling ist Resignation zu spüren

Brückler, Gollings sportlicher Leiter, hat in den vergangenen Tagen bereits bei einer Ansprache gegenüber der Mannschaft die Spieler in die Pflicht genommen. Eine erhoffte Reaktion blieb beim 0:4-Debakel gegen Zell am See aus. Seit sieben Spielen ist die Buck-Crew auf heimischen Terrain ohne Sieg. "Wir haben richtig eine auf die Mütze gekriegt. In Summe eine katastrophale Leistung die uns den letzten Platz beschert hat", ärgerte sich Buck, der bei den Spielern auch in einigen Aktionen Resignation gespürt hat. "Wir liefen bei Ballverlust nicht mal mehr nach. Das muss sich ändern", ärgerte sich Buck. Am Montag steht erneut eine Absprache mit dem Team an. Inhalt soll die Einstellung und der Glaube an die eigenen Fähigkeiten sein.

Salzburger Liga: 14. Runde

  • SAK 1914 : UFC SV Hallwang 3:2 (1:2)
  • SV Bürmoos : FC Bergheim 4:0 (3:0)
  • TSV Neumarkt : SV Straßwalchen 1:0 (0:0).
  • SK Strobl : USC Eugendorf 2:3 (2:2)
  • SC Golling : FC Zell am See 0:4 (0:2)
  • ÖTSU Hallein : SK Bischofshofen 0:2 (0:0)
  • UFC Altenmarkt : SV Kuchl 1:1 (1:0)
  • TSU Bramberg : SV Austria Salzburg 2:0 (2:0)

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(Quelle: S24)

Aufgerufen am 16.07.2019 um 05:58 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/salzburger-liga-tops-und-flops-der-14-runde-57175291

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