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Salzburger Liga: Tops und Flops der 15. Runde

Hallwang (Sebastian Dietmann/re.) behielt gegen Union Hallein im Kellerduell die Oberhand. Krugfoto
Hallwang (Sebastian Dietmann/re.) behielt gegen Union Hallein im Kellerduell die Oberhand.

Zum Ausklang der Hinrunde in der Salzburger Liga lieferten sich Nachzügler Hallwang und Union Hallein einen wahren Abstiegskampf. Während Eugendorf erfolgreich in den Nachzügler-Marathon gestartet ist, offenbart sich bei Herbstmeister Bischofshofen die fehlende Nachhaltigkeit als größte Baustelle.

Drittletzter gegen Vorletzter: Ähnlicher hätten die Vorzeichen für das Kellerduell nicht sein können. Hallwang hatte vor dem Aufeinandertreffen nur einen Zähler (14) mehr, dafür aber das exakt gleiche Torverhältnis wie Union Hallein. Beide Teams präsentierten zudem vor der Winterpause einen neuen Trainer. Während Eder bei Union Hallein gegen Bischofshofen in der Vorwoche mit 0:2 zuhause verlor, durfte Aschauer bei Hallwang erst ein Training leiten. Einzig die Auswärtsschwäche von Hallein war ein eklatanter Unterschied.

TOPS: Hallwang versüßt Aschauer das Debüt

Für den Einstand nach Maß für Ex-Profi Aschauer sorgte Dietmann nach einem verlängerten Miller-Kopfball. Der linke Flügelflitzer hämmerte nach einer Direktabnahme den Ball bereits in der zweiten Minute unhaltbar zum 1:0 in den Winkel. Hallwang stand danach defensiv sehr kompakt und ließ nur Chancen durch Troger und Sparber zu – Dramac war mit tollen Paraden jedoch zur Stelle. "Wir haben im letzten Drittel keine Durchschlagskraft", ortete Eder im SALZBURG24-Gespräch den Schwachpunkt seines Teams.

Jürgen Aschauer konnte in Hallwang einen gelungen Einstand feiern./Krugfoto Salzburg24
Jürgen Aschauer konnte in Hallwang einen gelungen Einstand feiern./Krugfoto

391 Tage ohne Sieg – Hallwang prolongiert Halleins Auswärtsfluch

Dennoch übernahm Hallein die Kontrolle des Spiels, wusste aber keine Großchancen herauszuspielen. Nach einem Konter holte der pfeilschnelle Eingang einen Elfmeter heraus, den Tragner (76.) zum 2:0-Endstand verwandelte. "Vorne waren wir extrem effizient und hinten ließen wir nicht viel zu. Mit solch einer Einstellung können wir noch viel erreichen. Auch wenn spielerisch noch viel Luft nach oben ist", erklärte Aschauer. Für Hallein, das seit 391 Tagen ohne Sieg auf fremden Terrain ist, wird es im Keller immer düsterer. "Es ist zwar kein Beinbruch, aber wir müssen anfangen Tore zu schießen" sagte Eder, der noch auf Schlusslicht Golling und seinen Ex-Klub Eugendorf trifft.

Eugendorf startet Nachzügler-Marathon erfolgreich

Will Eugendorf nach der Winterpause an Leader Bischofshofen dran bleiben, müssen gegen die Nachzügler SAK, Hallwang und Union Hallein drei Siege her. Die erste Hürde absolvierte die Schwaiger-Crew bereits am Nationalfeiertag. Auf schwer zu bespielenden Terrain brauchte Eugendorf viel Geduld. Die Nonntaler ließen nicht viel zu und agierten in einem zerfahrenen Spiel lange auf Augenhöhe. Erst als die Schüsse von David Ramspacher und Schobesberger abgefälscht im Tor landeten, war die Partie entschieden. "Der Sieg war nicht ganz unverdient. Aber das Team meisterte die schwere Aufgabe mit Bravour", erklärte Schwaiger, der bei geringen Abstand zum Leader im Winter Veränderungen im Kader anstrebt. "Wir haben viele zentrale Spieler, jedoch zu wenig Alternativen im Sturm und auf den Seiten."

FLOPS: Gollinger Serie riss gegen Bischofshofen

Auch wenn Golling als Schlusslicht gegen Leader Bischofshofen als klarer Außenseiter galt, taten sich die Pongauer gegen ihren Angstgegner sehr schwer. Die vergangenen drei Duelle gingen allesamt in den Tennengau - ein Beweis, dass Golling für den Tabellenführer ein schwerer Brocken ist. Der letzte Sieg ist bereits mehr als zwei Jahre her. Auch diesmal verlangte Golling dem Herbstmeister alles ab und hätte durchaus für eine Sensation sorgen können. Grund, dass die Serie riss, lag an der Chancenverwertung von Lürzer, der drei Mal alleine auf das Tor rannte. Antunovic machte es nach einer Vorlage von Khalil besser und besorgte für den BSK die Führung. Als Jovanovic im Rutschen das 2:0 schoss benötigte der Leader die Mithilfe der Gäste. "Aufgrund der vergebenen Chancen von Golling ein glücklicher Sieg", sagte Polak, der nach dem Anschlusstreffer von Lürzer erst durch Ismailis 3:1 in der Nachspielzeit durchatmen konnte. "Die Leistung in der zweiten Halbzeit war hervorragend, die Mannschaft wird sich schon noch belohnen", sagte Golling-Trainer Buck.

Bischofshofen fehlt die Nachhaltigkeit

Als BSK-Boss Reiter im Sommer zehn neue Spieler verpflichtete, staunte die Konkurrenz nach deren Auftritte nicht schlecht. "Sollten sie die Leistungen durchziehen und die Spieler halten können, dann geht der Meistertitel nur über Bischofshofen", lautete die Einschätzung der gegnerischen Mannschaften. Nun plagen den Leader jedoch Kaderprobleme. Rodewald und Barksdale wurde das Visum nicht verlängert. Sie mussten ihre Heimreise bereits antreten, Reiter versucht dennoch alles um sie zurück zu holen. Mit O'Keefe, der ebenso durch "Surge international", einem Sportprojekt für Flüchtlinge, nach Österreich kam, geht Bischofshofen der dritte US-Boy abhanden. Garcia, der keinen Anschluss fand, plagt das Heimweh und wird ab Winter ebenso nicht mehr zur Verfügung stehen. Ein absehbarer Einsatz von Veljkovic, der sich an der Wirbelsäule verletzte, ist auch nicht in Sicht. "Wir brauchen auf allen Positionen Verstärkungen", fordert Polak, der bereits kommende Woche mit zwei Neuverpflichtungen erhört werden könnte. Im Gegenzug will Erzrivale St. Johann Stürmer Ellmer in die Regionalliga West lotsen. Just vor dem Spitzenduell gegen Neumarkt offenbart sich die fehlende Nachhaltigkeit in Bischofshofen erneut als größte Baustelle. Reiter wird aber nicht nervös: "Nachdem wir im Sommer an 26 regionalen Spielern gescheitert sind, bieten sich nun drei Spieler pro Woche selber bei uns an. Sogar aus der zweiten und dritten Liga", sieht Reiter keinen Grund zur Panik.

Bürmoos (Switil/li.) konnte Austria Salzburg (Rekic/re.) kein Bein stellen und rettete in Unterzahl einen Punkt./Krugfoto Salzburg24
Bürmoos (Switil/li.) konnte Austria Salzburg (Rekic/re.) kein Bein stellen und rettete in Unterzahl einen Punkt./Krugfoto

Die restlichen Samstagsspiele zwischen Austria Salzburg und Bürmoos (0:0) und Straßwalchen gegen Bramberg (1:1) endeten unentschieden. Davare bleibt mit Bramberg somit weiter als Coach ungeschlagen. Für Straßwalchen wird es hingegen in der hinteren Tabellenregion unangenehm. Mit 16 Punkten aus 15 Spielen liegt die Kalhammer-Elf weit unter den (eigenen) Erwartungen.

Salzburger Liga: 15. Runde

  • FC Bergheim : UFC Altenmarkt 0:0 (0:0)
  • USC Eugendorf : SAK 1914 2:0 (0:0)
  • UFC SV Hallwang : ÖTSU Hallein 2:0 (1:0)
  • SK Bischofshofen : SC Golling 3:1 (2:0)
  • SV Austria Salzburg : SV Bürmoos 0:0 (0:0)
  • SV Straßwalchen : TSU Bramberg 1:1 (1:0)
  • FC Zell am See : TSV Neumarkt abgesagt
  • SV Kuchl : SK Strobl abgesagt

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(Quelle: S24)

Aufgerufen am 27.05.2019 um 11:35 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/salzburger-liga-tops-und-flops-der-15-runde-57229090

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