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Wechsel nach Deutschland

Bullen verlieren Sportkoordinator nach Leipzig

Ära Rangnick endet

Red Bull Salzburg Logo GEPA/Red Bull
Von Salzburg nach Leipzig geht es für Sportkoordinator Christopher Vivell.

RB Leipzig hat sich für die Club-Umstrukturierung auch bei Red Bull Salzburg bedient. Der Dritte der deutschen Fußball-Bundesliga verpflichtete Christopher Vivell, der bei den Bullen als Head of Recruitment und Sportkoordinator tätig war. In Leipzig übernimmt der 33-Jährige den neuen Posten des Technischen Direktors und wird als Chefscout Trainer und Spieler für Profis und Nachwuchs beobachten.

Die Leipziger verstärkten zudem ihre medizinische Abteilung mit Helge Riepenhof, der die neue Position des Direktors für Medizin und Sportwissenschaften einnehmen wird. Der 42-Jährige war Mitglied des deutschen Ärzte-Teams bei den Olympischen Spielen in Peking, London und Rio de Janeiro. Im Fußball sammelte er Erfahrungen als Teamarzt der AS Roma und auch von Brighton & Hove Albion.

Ralf Rangnicks Ära bei Red Bull endet

Mittlerweile offiziell ist das Ende von Ralf Rangnick bei Red Bull. Auf Wunsch des ehemaligen Sportdirektors von Fußball-Bundesligist Red Bull Salzburg wird der Vertrag mit dem Getränke-Konzern aufgelöst. Sein Abgang kam schleichend, beim Standort Salzburg hat er die momentane Dominanz mitbegründet. Vom Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz kamen zum Abschied salbungsvolle Worte.

"Für mich ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, meine Tätigkeit bei Red Bull zu beenden. Ich möchte mich bei allen Mitarbeitern und speziell bei Dietrich Mateschitz für die Unterstützung und das Vertrauen bedanken. Er hat mir die Möglichkeit gegeben, hier über all die Jahre etwas Einzigartiges aufzubauen", wurde Rangnick, der zuletzt noch als "Head of Development Soccer" tätig war, am Freitag in einer Mitteilung des Konzerns zitiert.

Mateschitz dankt Ex-Salzburg-Sportdirektor

Rangnick hatte in seiner im Vorjahr geschaffenen Position noch einen Kontrakt bis 2021. Die Auflösung ist nun das Ende eines schleichenden Abschieds. Seit Ende 2012 war er als Sportdirektor für Leipzig mitverantwortlich am Aufstieg des Vereins aus den Amateurligen zum Champions-League-Teilnehmer.

In Salzburg zog der aufgrund seiner direkten Art nicht überall beliebte Fachmann offiziell von 2012 bis 2015 die Fäden. Und baute das weitläufige Transfernetz auf, mit dem der Serienmeister auch regelmäßige, prominente Abgänge immer wieder gut kompensiert. Rangnick war zuvor nach einem Burn-out-bedingten Jahr Auszeit ins Fußball-Geschäft zurückgekehrt, im September 2011 hatte er seinen Vertrag beim FC Schalke 04 aufgelöst. Als Trainer von Hannover 96, 1899 Hoffenheim und des VfB Stuttgart hatte er sich einen Namen erarbeitet.

Ein anvisiertes Intermezzo bei der AC Milan zerschlug sich erst vor wenigen Tagen. Den Exit holte Rangnick in Form einer einvernehmlichen Trennung nach. Mateschitz verabschiedete seinen Architekten mit besten Referenzen: "Wir lassen Ralf Rangnick nur ungern ziehen, entsprechen aber seinem Wunsch nach Vertragsauflösung und danken ihm für die außergewöhnliche Arbeit, die er in den letzten acht Jahren geleistet hat. Dank Ralf Rangnick gilt Red Bull Soccer heute weltweit als Referenzpunkt und Vorbild für erfolgreiches Management im Fußball", erklärte Mateschitz.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 22.01.2021 um 09:57 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/salzburgs-sportkoordinator-vivell-ab-sofort-in-leipzig-taetig-91001803

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