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Scharrer DIREKT: Salzburger Festspiele

S24-Experte Markus Scharrer erwartet auch im Rückspiel gegen Ajax eine fulminant aufspielende Salzburger Mannschaft. In „Scharrer DIREKT" gibt er dazu einen Ausblick auf den Rückrundenstart der Ersten Liga.

Gala in Amsterdam

Heute Abend findet in der ausverkauften Bullen Arena das Rückspiel zwischen Red Bull Salzburg und Ajax Amsterdam statt. Die Frage ist, ob es heute nach der Gala in Amsterdam wieder Salzburger Festspiele gibt? Meine Antwort darauf ist, warum nicht, was spricht dagegen?! Mein Tipp im ersten Spiel war 1:1 und damit war ich, wie so viele, weit weg vom tatsächlichen Ergebnis. Von diesem Spiel und der Leistung war nicht nur ich begeistert, sondern die ganze Fußballpresse weltweit. Ich habe noch in meinen Vorbericht auf das erste Spiel gegen Ajax geschrieben, dass ich mich auf das Duell zweier Mannschaften freue, die mit einem offenen Visier bedingungslosen Offensiv-Fußball spielen. Gesehen habe ich dann eine Mannschaft aus Salzburg, die von der ersten Minute an den Gegner beherrscht hat. Ich hatte vom Anpfiff weg den Eindruck, als ob sie Ajax auffressen wollten. Es spielte nur eine Mannschaft nach vorne, und zwar Red Bull Salzburg. Von Ajax kam nichts, gar nichts. Sie hatten nicht einmal die Zeit einen kontrollierten Spielaufbau zu spielen, weil sie immer unter Druck waren und dadurch sehr viele Fehler machten. Der Torhüter der Holländer hatte mit dem Fuß mehr Ballkontakte als alle Stürmer zusammen. Ajax wusste 90 Minuten kein Rezept gegen dieses extreme Pressing. Sie hatten einen Schuss aufs Tor und der war in der Nachspielzeit. Es war das Beste, was ich je von einer österreichischen Mannschaft im Europacup gesehen habe. Man darf eines nicht vergessen, das war nicht irgendein Gegner, sondern Ajax Amsterdam auswärts vor über 50.000 Zuschauern. Ein großes Lob an alle für diese grandiose Leistung. Der Zuckerguss an diesem Abend war natürlich das Zaubertor von Soriano.

Salzburg wird Druck machen

Gespannt bin ich heute, wie Ajax auf das aggressive Pressing der Salzburger reagieren wird. Was haben sich die Trainer und ehemaligen Weltklasse-Spieler de Boer und Bergkamp einfallen lassen für das heutige Spiel? Welche Lehren haben sie aus dem ersten Spiel gezogen? Was werden sie ändern? Welche Taktik geben sie aus? Ich denke, dass Salzburg-Trainer Roger Schmidt nicht viel ändern wird. Seine Mannschaft wird heute Abend wieder versuchen, mit extremen Pressing Ajax 90 Minuten daheim vor ausverkauftem Haus unter Druck zu setzten. Freuen wir uns, auf eine offensive Salzburger Mannschaft und eine tolle Stimmung im Stadion.

Erste Liga

Die Erste Liga startet am Freitag ins Frühjahr. Sie beginnt gleich mit dem großen Schlager Altach gegen Kapfenberg. Der Tabellenführer Altach, mit fünf Punkten Vorsprung, empfängt den Tabellenzweiten aus Kapfenberg im eigenen Stadion. Für mich sind die Vorarlberger Favoriten, nicht nur in diesem Spiel, sondern auch auf den Titel. Mit einem Sieg gegen die Steirer wäre man acht Punkte vor der Truppe von Kurt Russ. Gespannt darf man auch sein, ob die junge Mannschaft aus Liefering wieder so sensationell gut in die Frühjahrmeisterschaft startet, wie zu Beginn der Saison. Man hat das Team ja wieder verjüngt und sich im Winter von einigen alten Führungsspielern (Schrott, Konrad, Kovacec) getrennt. Was absolut richtig ist. Es ist perfekt für die jungen Spieler, dass sie in der zweiten Liga Spielpraxis und Erfahrung sammeln können. Denn das Vorbild und Ziel von den Jungs muss es sein, so wie Andre Ramalho, den Sprung in die Profiabteilung zu schaffen. Die Trainer Zeidler und Löw werden sie dabei voll und ganz unterstützen.

Spannend dürfte auch der Abstiegskampf verlaufen, denn die letzten vier in der Tabelle sind nur durch zwei Punkte getrennt. Auch dem neuen Mattersburg-Trainer Ivica Vastic wird man genau auf die Finger schauen. Nach seinem schnellen Ende bei Austria Wien ist er wieder im Trainergeschäft. Es kommen einige wichtige langzeitverletzte Spieler bei Mattersburg wieder zurück und man wird sehen, wie sich der Bundesliga-Absteiger im Frühjahr schlagen wird. Aber der Abstand zur Spitze ist mit 20 Punkten viel zu groß nach einem enttäuschenden Herbst.

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(Quelle: S24)

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