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So steht es um die Westliga-Reform

Die Zukunft der Regionalliga West steht derzeit in den Sternen. SALZBURG24/Wurzer
Die Zukunft der Regionalliga West steht derzeit in den Sternen.

Der Glanz der Regionalliga West soll aufpoliert werden. Darüber sind sich alle drei Landesverbände einig. Tirol und Vorarlberg wollen eine schnelle Einigung treffen, während der Salzburger Fußballverband noch etwas zögert. Wir geben euch einen Überblick, wie es in der Reform-Causa aussieht.

"Die Regionalliga West benötigt dringend ein Face-Lifting", erklärte Tirol-Präsident Josef Geisler im exklusiven Gespräch mit SALZBURG24. Geisler äußerte den Wunsch, dass zehn Vereine aus dem jeweiligen Landesverband im Herbst-Durchgang zunächst regional in ihrem Bundesland spielen sollen. Erst im Frühjahr sollen überregionale Duelle um den Aufstieg stattfinden. Die Klubs müssen derzeit lange Wege auf sich nehmen. Das führt zu hohen Kosten und wenig Anklang bei den Zuschauern. Und diese sollten wir ins Boot holen, damit mehr Emotionen entstehen können”, erklärte Geisler.

Salzburg will "nichts übers Knie brechen"

Tirol und Vorarlberg sollen sich laut Geisler einig sein und wollen bereits 2019/2020 reformieren. Nach zwei gemeinsamen Sitzungen in den vergangenen drei Wochen wurden die Salzburger Vereine am Donnerstag vom zweiten Entwurf per Mail verständigt. "Wir wollen allerdings nichts übers Knie brechen und eine wohl überlegte Entscheidung treffen. Wichtig wird sein, dass sich alle drei Bundesländer nochmals absprechen und die Wünsche der Vereine berücksichtigen", sagte Peter Haas, Geschäftsführer des Salzburger Fußballverbands. Beim Großteil der Salzburger Westligisten ist der Wunsch nach Veränderung groß. Dass sich Salzburgs Vereine auf eine Reform im Jahr 2019 einigen, kann laut derzeitigem Stand ausgeschlossen werden. "Das wird sich wohl nicht ausgehen. Wir wollen uns Zeit lassen und jeden Standpunkt berücksichtigen", erklärte Haas.

Abschaffung der Westliga frühestens 2020

Sollte bei den kommenden Treffen keine Einigung erzielt werden, können Tirol und Vorarlberg den bestehenden "Vertrag" erst im März 2019 kündigen. Das heißt, dass die Westliga in dieser Form erst frühestens 2020 abgeschafft werden würde. Wie geht es weiter? In den nächsten Tagen werden Geisler, Herbert Hübl (Salzburg-Präsident) und Horst Lumper (Vorarlberg) gemeinsam mit den Vereinen die Reformpläne weiter vorantreiben. Ein schnelle Entscheidung - wie zunächst angenommen - wird wohl nicht fallen. Die Zeichen, dass es zu einer Rückkehr wie in den 80er und 90er Jahren kommt, stehen derzeit ebenso schlecht.

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