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SV Grödig rückt "Fall Taboga" mit Topleistung in Hintergrund

Grödig-Trainer Adi Hütter. APA/ Neubauer
Download von www.picturedesk.com am 24.11.2013 (15:24). APA15199122 - 19102013 - MARIA ENZERSDORF - ÖSTERREICH: Grödig-Trainer Adi Hütter am Samstag, 19. Oktober 2013, während der tipp3-Bundesliga-Begegnung zwischen FC Admira Wacker Mödling und SV Scholz Grödig in Maria Enzersdorf. APA-FOTO: HERBERT NEUBAUER - 20131019_PD3180

Der "Fall Taboga" hat dafür gesorgt, dass der gesamte SV Grödig in ein schlechtes Licht gerückt wird. Im ersten Spiel nach Bekanntwerden des Skandals rund um den mittlerweile entlassenen Ex-Grödig-Kapitän und Sanel Kuljic zeigte sich der Aufsteiger allerdings unbeeindruckt.

Der Verein bot beim 2:0 in Wiener Neustadt eine starke Vorstellung und gab damit aus sportlicher Sicht die richtige Antwort.

Hütter: „Sieg ist Balsam für die Seele"

"Es war unser Ziel wieder für positive Schlagzeilen zu sorgen, wegen der Sache in den letzten zwei Wochen und weil uns Wiener Neustadt mit dem 3:6 in Grödig die schlimmste Niederlage zugefügt hatte. Der Sieg ist Balsam für die Seele", sagte Grödigs Trainer Adi Hütter. Seine Truppe hatte die Partie aufgrund des Regens fast irregulärem Terrain stets im Griff und bot auch spielerisch eine starke Vorstellung. "Was die Mannschaft auf diesem Terrain gezeigt hat, war klasse. Ich bin stolz", lobte der Vorarlberger Kapitän Ione Cabrera und Co.

Leitgeb von Taboga angesprochen

Bei seinen Kickern sei auch ein bisschen Wut im Bauch gewesen. "Immer wieder wurde über die Sache geschrieben und viele Menschen haben einen Kratzer abbekommen, obwohl sie nichts dafür können", sagte Hütter. Einer davon ist Mario Leitgeb, der im Sky-Interview seine Sicht der Dinge preisgab. "Es gab damals ein sehr kurzes, loses Gespräch, das ich nicht für ernst genommen habe. Heute stehe ich da und weiß, dass es besser gewesen wäre, es gleich zu erzählen, aber im Nachhinein ist man immer gescheiter", sagte der Mittelfeldspieler, der von Taboga bezüglich einer Spielmanipulation angesprochen wurde.

„Wir sind Opfer"

Er habe jedenfalls genauso wie zwei seiner aktuellen Teamkollegen niemals auch nur daran gedacht, ein Spiel zu manipulieren. "Für uns ist es eine ganz schwierige Situation, wir stehen plötzlich in Zusammenhang mit Manipulation, obwohl wir uns nichts zuschulden kommen lassen haben. Wir sind Opfer, können ja nichts dafür, dass wir angesprochen wurden", sprach Leitgeb Klartext. Für ihn ist die Sache jetzt jedenfalls erledigt. "Ich möchte mich jetzt nicht mehr damit beschäftigen. Bei uns ist diese Woche schon Ruhe eingekehrt, das hat man auch auf dem Platz gesehen. Wir haben von Anfang an Charakter gezeigt und einen super Fußball geboten", sagte Leitgeb.

Zulechner sichert Sieg

Vorne machte Philipp Zulechner die nötigen Tore. Der 23-Jährige nahm den Schwung vom ÖFB-Nationalteam mit und übernahm mit seinen Saisontoren Nummer 12 und 13 auch die Führung in der Schützenliste. "Es ist absolut erfreulich, dass Philipp nach seiner Rückkehr vom Nationalteam gleich wieder getroffen hat", freute sich Hütter über das Doppelpack seines Topstürmers.

Die Salzburger sind als Vierter mitten drinnen im Kampf um Platz zwei, nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses liegen sie hinter der Austria und Ried zurück. Davon können die Wiener Neustädter nur träumen, der Vorsprung des Achten auf das Tabellenende schmolz nach der dritten Niederlage ohne Torerfolg in Serie auf sieben Punkte. "Wie wir in der ersten Hälfte aufgetreten sind, ist nicht zu akzeptieren. Wir waren viel zu passiv, viel zu ängstlich und haben wieder unnötige Fehler gemacht. So kann man nicht bestehen, vor allem gegen eine technisch starke Mannschaft", ärgerte sich Wiener Neustadts Coach Heimo Pfeifenberger.

Der Ex-ÖFB-Teamspieler hofft auf eine baldige Besserung, genauso wie seine Kicker. "Wir müssen viel aggressiver und näher bei den Leuten sein. Wir müssen uns als Mannschaft schleunigst wieder in die Spur bringen", war sich Goalie Thomas Vollnhofer bewusst. (APA)

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