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SV Grödig vor dem schwersten Spiel des Jahres

Ausgerechnet einen Tag nach der Vertragsauflösung mit Verteidiger Thomas Zündel empfängt der SV Grödig Austria Wien. Trainer Adi Hütter stehen gegen den Meister nicht einmal mehr vier fitte Verteidiger zur Verfügung.

„Wir haben keine Leute mehr", gestand Grödig-Trainer Adi Hütter, einen Tag vor dem Spiel gegen Austria Wien. Dominique Taboga und Thomas Zündel sind keine Vereinsangehörigen mehr, dazu fällt Kapitän Ione Cabrera wegen eines Ermüdungsbruches im Sprunggelenk bis Jahresende aus. „Ich muss eine komplett neue Abwehr aufbieten, das ist keine einfache Situation", betonte Hütter. Schon gar nicht gegen den Titelverteidiger, der sich mit zuletzt drei Ligasiegen in Folge im Aufwind befindet.

Grödig wird kreativ

Zu den bereits bekannten Ausfällen kommt auch noch Innenverteidiger Maximilian Karner, der am Samstag verletzungsbedingt nicht einsatzfähig ist. Auf der Außenbahn steht Lukas Schubert (Herzmuskelentzündung) bis Jahresende nicht zur Verfügung. Der letzte verbliebene Außenverteidiger Marvin Potzmann ist fraglich. Hütter wird also kreativ sein müssen, um eine konkurrenzfähige Elf aufstellen zu können. Mittelfeldspieler Thomas Salamon wird zum Aushilfsverteidiger auf der linken Seite. „6er" Peter Tschernegg wird wie schon gegen Wr. Neustadt als zweiter Innenverteidiger neben Christian Hayden auflaufen. Dazu holt Hütter den erst 17-jährigen Marco Oberst von den Amateuren als Ersatzmann in den Kader.

Kader schrumpft

Sein Team ist zu Hause allerdings bereits fünf Spiele sieglos. Nur neun der insgesamt 25 Punkte wurden in der eigenen Untersbergarena eingefahren. Dazu kommt die akute Personalnot. Hütter ist bemüht, überhaupt zwölf fitte Österreicher für den Spielbericht zu finden, um weiter an den Fördergeldern der Liga aus dem Österreicher-Topf zu partizipieren.

Neue Spieler erst im Winter

„Wir müssen neue Spieler holen, allerdings erst in der Winterpause", verkündete Sportdirektor Christian Haas bei der Pressekonferenz am Freitag. Aktuell könne man nur vertragslose Spieler verpflichten. In der Wintertransferperiode sei das Angebot besser. Bis dahin muss Hütter mit dem begrenzten Spielermaterial auskommen, welches ihm zur Verfügung steht. Die drei weiteren, wie Zündel von der Polizei befragten Spieler, genießen laut Christian Haas weiterhin das volle Vertrauen und stehen auch im Kader für das Austria-Spiel.

Schwere Partie

Haas und Hütter beschworen gleichermaßen eine Jetzt-erst-recht-Mentalität. "Wir haben die Austria schon einmal geschlagen", erinnerte Hütter an den 3:2-Sieg in Wien im ersten Saisonduell Mitte September. Der Vorarlberger warnte aber vor dem guten Umschaltspiel des Titelverteidigers. Hütter: "Die Austria hat in den vergangenen Wochen gezeigt, dass sie verdient Meister geworden ist." Kein wirklich angenehmer Gegner für den SV Grödig.

Wobei: Welcher Gegner wäre nach all diesen Rückschlägen ein Guter? Vermutlich muss diese Mannschaft erst gefunden werden.

(Redaktion/APA)

(Quelle: S24)

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