Jetzt Live
Startseite Fußball
Fußball

SV Seekirchen bleibt in der Regionalliga

Stellen Sie sich vor es ist Abstiegskampf und keiner kämpft. So geschehen in der abgelaufenen Saison in der Regionalliga West. Nutznießer dieser Konstellation ist der SV Seekirchen.

  Am Mittwoch fiel die Entscheidung, dass der SV Seekirchen als sportlicher Absteiger, in der Saison 2012/13 trotzdem in der Regionalliga West spielen wird und darf. Grund dafür war die Verzichtserklärung der Tiroler Mannschaften Union Innsbruck und Reichenau. Sie wollen auf keinen Fall in der Regionalliga spielen, da es für sie keinen Sinn macht. „Der Tiroler Landesverband setzt sich  schon länger für die Auflösung der Regionalliga ein“, so ein Vertreter des Salzburger Fußballverbandes (der ungenannt bleiben möchte) im Gespräch mit SALZBURG24. Ob das aus sportlicher Sicht Sinn macht bleibt dahingestellt. Fix ist nur, dass man sich in Seekirchen darüber freut. „Nachdem es immer hieß, dass wir fix in der Liga bleiben, haben wir auch die Kaderplanung darauf ausgelegt. Gott sei Dank hat es dann auch wirklich geklappt“, so Seekirchen Trainer Markus Scharrer im Gespräch mit SALZBURG24. „Zu Gratulieren gibt’s da aber nichts. Wir hätten es lieber sportlich geschafft“, so Scharrer weiter. Er und der SV Seekirchen können jetzt zumindest in aller Ruhe für die kommende Saison planen. „Wir profitieren sehr von den Verpflichtungen der Austria Salzburg-Abgänger (Stefan Federer, Georg Seidl, Andreas Oberauer, Lukas Wührer). Die Jungs hatten viel bessere Angebote von anderen Vereinen, wollten aber unter mir spielen und ausgebildet werden“, plaudert Scharrer aus dem Nähkästchen. Das Ziel in Seekirchen ist es in der Saison 2012/13 einmal nicht in den Abstiegskampf verwickelt zu sein.

Salzburger Teams dominieren Regionalliga

Durch den Ligaverbleib von Seekirchen und dem Fixaufsteiger aus der Salzburger Liga, wird die Regionalliga West in der kommenden Saison von den Teams aus Salzburg dominiert. Zumindest von der Anzahl der teilnehmenden Mannschaften. Mit dabei sind die Red Bull Juniors, Anif/Red Bull Farmteam, SV Austria Salzburg, FC Pinzgau Saalfelden, TSV Neumarkt, SV Seekirchen und der Aufsteiger der Salzburger Liga.

„Regionalliga ist eine Baustelle“

„Momentan wird an der Zukunft der Regionalliga gefeilt. Man könnte sagen sie ist eine große Baustelle“, hieß es unter vorgehaltener Hand seitens des SFV. „Für viele Mannschaften ist die Liga unwirtschaftlich und ohne Direktaufstieg einfach nicht attraktiv genug“, so der Kontakt von SALZBURG24 weiter. Dieser Meinung ist auch Seekirchen-Trainer Scharrer. „Die Relegation ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Wo gibt’s das sonst, dass der Meister nicht direkt aufsteigt?! Da muss sich der ÖFB endlich mal eine ordentliche Lösung einfallen lassen“ so Scharrer. Sein Vorschlag wäre eine 2. Bundesliga mit 16 Vereinen, in der großteils Halbamateure spielen. Zusätzlich schlägt er eine U21-Meisterschaft vor, wie es sie noch vor einigen Jahren gab. So richtig zufrieden ist mit der derzeitigen Situation in der Regionalliga eigentlich niemand. Besonders die Relegation ist allen beteiligten ein Dorn im Auge. Irgendwie verständlich, da rackert man eine ganze Saison sportlich und wirtschaftlich um den Aufstieg, nur um dann in der Relegation unglücklich auszuscheiden. Aus diesem und weiteren Gründen müssen sich die Landesverbände und der ÖFB baldigst auf eine sinnvolle Lösung einigen. Vielleicht wird dann demnächst im Abstiegskampf auch wieder gekämpft.
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 23.04.2021 um 12:32 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/sv-seekirchen-bleibt-in-der-regionalliga-59352910

Kommentare

Mehr zum Thema