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Tagebuch eines Aufsteigers: Das Spiel der Spiele

Rene war zumindest mit dem Einsatz seiner Mannschaft im "Spiel der Spiele" zufrieden. FMT-Pictures/M.W.
Rene war zumindest mit dem Einsatz seiner Mannschaft im "Spiel der Spiele" zufrieden.

Noch nie war für Wals-Grünau-Trainer Rene Pessler sein Tagebuch so wichtig, wie in der vergangenen Woche. Es galt zwei Niederlagen und zahlreiche Verletzungen wegzustecken.

Also die letzte Woche war für uns nicht wirklich eine tolle Woche.

In seinem letzten Tagebuch-Eintrag berichtete Wals-Grünau-Trainer Rene Pessler über die gute Vorbereitung, auf das Landescup-Spiel gegen den SC Golling. Am Tag danach war der Ärger über das Ausscheiden natürlich groß. Erfreulich war die Rückkehr eines „verschollenen“ Spielers, der angeblich Spielpraxis mitbringt.

Zuerst haben wir ein Cup-Match aus der Hand gegeben, obwohl wir schon sehr früh 2:0 geführt hatten. Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Dusan Pavlovic haben wir nicht nur Ihn verloren, sondern auch das Elfmeterschießen. Wir haben uns durch die Harte Spielweise der Hausherren und durch die kuriosen Schiedsrichterentscheidungen aus unserem Konzept bringen lassen, was einer Mannschaft wie Wals-Grünau nicht passieren dürfte. Dadurch haben wir uns die Chance entgehen lassen, um in den ÖFB-Cup zu kommen und gegen einen attraktiven Gegner zu spielen. Das einzig Positive an diesem Spiel war das Comeback von Quirin Söhnlein. Er war jetzt ein Jahr in Ghana bei Red Bull als Sportwissenschaftler tätig und hat angeblich in der dritten Liga gespielt.

Noch mehr schlechte Nachrichten

Doch nach der Cup-Pleite sollte es noch dicker kommen für Rene und einen seiner Schützlinge.

Am Donnerstag bekam ich die schlechte Nachricht, dass nicht nur Michi Prötschi, Romschi Erlacher sondern auch noch Dusan Pavlovic für längere Zeit ausfallen werden. Gerade für Dusan (EX-Austrianer) tut es mir leid, weil er jetzt nicht gegen seinen Ex-Club spielen kann.

Das Spiel der Spiele

Das Spiel gegen die Austria ist natürlich für jeden Verein im Salzburger-Unterhaus das Spiel der Spiele. Und genau so wurde noch die zwei Tage vorm Spiel trainiert. Der Kapitän „Poidl“ heizte die Truppe noch zusätzlich an, damit ja um jeden Zentimeter gefightet wird.

Kurz vorm Spiel konnte Sebastian „Rauti“  Rauter grünes Licht für‘s Spiel geben. Er hatte sich im Training das Knie geprellt und klagte über große Schmerzen. Aber für so ein wichtiges Spiel, kann man schon mal die Zähne zusammen beißen.

Platzwunden und Einsatz

Das Spiel lief so, wie wir es erwartet hatten. Die Austria hatte den Ball unter Kontrolle und wir die Austria. Erst ein Konter der Austria verhalf Ihnen zu einem Strafstoß und somit zum 1:0. Als in der zweiten Halbzeit eine Einzel-Aktion von Michael Perlak zum 2:0 führte, war die Partei entschieden. Auch weil wir in diesem Spiel nur sehr wenige offensiv Aktionen schafften. Nur nach einem Freistoß hatten wir kurz Hoffnung auf ein spannendes Finish, aber der Assistent auf der Linie zeigte bereits Abseits an, als der Ball im Netz zappelte. Grundsätzlich muss man sagen, dass wir gesehen haben wie eine Top-Mannschaft Fußball spielt und die Austria mehr als verdient gewonnen hat. Aber der Einsatz (Platzwunden von Heidlmayr und Ivic) und der Wille meiner Mannschaft stimmen mich positiv für die nächsten schweren Spiele.

Verbrüderung mit dem Feind

Eines muss ich noch zum Spiel gegen die Austria nachtragen. Ich bin kein Liebling der Schiedsrichter und es ist auch nicht mein Ziel, es zu werden. Ich kritisiere Sie auch sehr schnell und werde oft laut auf der Bank. Gegen die Austria hat ein gewisser Herr Maislinger gepfiffen und ich muss sagen, dass ich noch nie einen besseren und erfahreneren Schiedsrichter gesehen habe als ihn. Im Gegensatz zu anderen Kollegen, kann man mit ihm vernünftig sprechen und er nimmt sich auch die Zeit dafür. Echt menschlich.

Kopf hoch

Die neue Woche beginnt für Quirin Söhnlein mit einer Grippe (angeblich soll es in Ghana etwas wärmer sein als bei uns) und für Hannes Endletzberger mit starkem Kopfweh. Ich hoffe, Sie werden bald wieder fit und können mit der Mannschaft mittrainieren.

Am Samstag steht dann das Prestige-trächtige Spiel gegen den zweiten Aufsteiger Andelsbuch an. Ob Rene sich auch diesmal mit dem Schiedsrichter anfreundet und es in Grünau wieder drei Punkte zu feiern gibt, wird er uns am nächsten Mittwoch in seinem „Tagebuch eines Aufsteigers“ berichten. Außerdem wird ihn die S24-Sportredaktion diesmal genau beobachten.

(Quelle: S24)

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