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Tagebuch eines Aufsteigers: Zweit-Job als Kellner

Seine Spieler lassen sich die Haare schneiden, der Coach hat andere Methoden sein Haupthaar zu pflegen. KRUG/Archiv
Seine Spieler lassen sich die Haare schneiden, der Coach hat andere Methoden sein Haupthaar zu pflegen.

Unser prominenter Tagebuch-Autor Rene Pessler hadert diese Woche mit vergebenen Elfmetern und zeigt uns seine verborgenen Talente als Aushilfskellner.

Zu Beginn der englischen Woche in der Regionalliga West setzte es für Aufsteiger Wals-Grünau eine herbe 4:6-Auswärtsniederlage gegen Wacker Innsbruck. Trotz einer 2:0-Frührung schafften es die Jungs von Trainer Rene Pessler nicht das Ergebnis über die Zeit zu retten. Vielleicht lag ihnen ja noch die gefrorene Torte im Magen.

Die Fahrt nach Innsbruck ging mit drei kleinen Bussen ziemlich zügig und alle freuten sich schon auf Kaffee und leckeren Kuchen bei einer Raststation. Obwohl wir uns am Vortag angekündigt hatten, ging nichts wie es hätte gehen sollen. Wir waren alle im ersten Stock und ein Kellner „versuchte“ uns zu bedienen. Aber leider war er etwas überfordert, so dass ich und mein Co-Trainer Ti die Bestellungen aufnahmen und den Kaffee servierten. Der Kellner brachte zwar den Kuchen, leider war dieser noch etwas gefroren und Romschi (Erlacher) konnte ihn kaum essen.  Für das Wasser zum Kaffee und die Teller waren wieder wir zuständig. Ti und ich gingen ungezählte 100-mal die Treppe rauf und runter.

Ein Match wie ein Treppenlauf

Leider war das Spiel gegen die Innsbruck Amateure nicht anders und es ging rauf und runter. Wir verloren das Spiel nach einer 2:0-Führung noch 4:6. Nach dem Spiel ging es mit der Familie Pilaj (gute Innsbruck Kenntnisse) zu einem urigen Gasthof, wo wir nicht nur eine Stunde auf die Bestellung warten durften, sondern auch noch einen Tiroler Jodel-Abend über uns ergehen lassen mussten. Zwei Stunden später und mit brummendem Kopf konnten wir endlich die Heimreise antreten.

Gäste aus Tirol

Nach dem Spiel, ist vor dem Spiel. Schon am Samstag stand das schwere Heimspiel gegen Meister Wattens an.

Die Vorbereitung für das Heimmatch gegen Wattens lief sehr gut und wir trainierten vorwiegend die defensive Ausrichtung der Standards für das kommende Match. Mein Co-Trainer und ich studierten das Video Wattens gegen den FC Liefering und gingen mit einem guten Gefühl in das Spiel. Wir besprachen vorm Spiel noch die Eckbälle (defensiv) und hatten eine genaue Zuteilung, wer was machen sollte. Leider bekamen wir dann schon nach 10 Minuten das 0:1 durch einen Eckball der Tiroler. Das Spiel endete 3:1 für Wattens, wobei wir einen Elfer (Pavlovic) verschossen. Aber gegen den Meister der letzten zwei Jahre kann man schon mal verlieren.

Probleme vom Punkt

Das Grünau nicht nur in der Kampfmannschaft ein Elferproblem hat, zeigte sich leider auch am Sonntag beim Spiel unserer 1B-Mannschaft gegen Oberndorf. Auch bei diesem Spiel verschossen wir durch Dominik Prötsch einen Elfer. Das Spiel endete leider 1:4 für Oberndorf.

Liebes Tagebuch: Wir blicken nach Vorne

Am Samstag steht wieder ein Heimspiel in Grünau auf dem Plan. Der Gegner ist der Tabellen-Fünfte Dornbirn. Die Grünauer versuchten in der Vorbereitung bereits den „Kopf frei zu kriegen“. Fotos folgen.

Neue Woche, Neues Spiel: Wir müssen jetzt die letzte Woche vergessen und uns auf das nächste Heimspiel am Samstag um 17.00 Uhr gegen Dornbirn konzentrieren. Einige Spieler haben das Sprichwort „ Erfolg ist Kopfsache“ zu wörtlich genommen und haben sich die Haare abschneiden lassen. Ob die Mädl´s drauf stehen, wird sich am Samstag beim Heimspiel zeigen.

Job-Wechsel?

Was das weibliche Publikum zur Kopf-frei-Taktik sagt,  ob die Elfer diesmal ins Netz gehen und Rene wieder als Oberkellner aufläuft, erfahren wir am Mittwoch in der nächsten Ausgabe von „Tagebuch eines Aufsteigers“.

(Quelle: S24)

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