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Austria Salzburg: "Wollen keine Melkkuh sein"

Austria Salzburg macht bei einem Protest in Eugendorf über "unfaire Behandlung" aufmerksam. Krugfoto
Austria Salzburg macht bei einem Protest in Eugendorf über "unfaire Behandlung" aufmerksam.

Die Anhänger von Austria Salzburg fühlen sich auswärts ungerecht behandelt und "nicht willkommen". Laut Austria-Präsident Claus Salzmann sollen bei Gastspielen in der Salzburger Liga bis zu 60 Prozent höhere Ticketpreise für die Maxglaner verlangt worden sein.

Worauf die Salzburgerbeschlossen, ein Zeichen zu setzen.Die Violetten geben an, bei Auswärtsspiele finanziell "gemolken" zu werden. Salzmann klärt im Gespräch mit SALZBURG24 auf.

Protest gegen unfaire Behandlung

Der Kern der Austria-Anhängerinklusive der Fangruppe Curva Viola protestierte daher just im letzten Auswärtsspiel in Eugendorf: Um auf die höheren Ticket- und Gastropreise aufmerksam zu machen, begaben sich die Fans am angrenzenden Feld außerhalb des Platzes und brachten die Flachgauer so um Einnahmen. "Grund dafür war, dass uns Eugendorf nicht den Gästesektor hinter dem Tor gab und unsere Fans nach unfairer Behandlung während der laufenden Saison einmal ein Zeichen setzen wollten", erklärte Salzmann im Gespräch mit SALZBURG24.

"In gewisser Weise kamen die Eugendorfer hier leider auch zum Handkuss für Vergehen anderer Vereine. Weder bei den Eintrittspreisen noch den Bierpreisen wurde gegen die guten Sitten verstoßen", hieß es in der Aussendung der Austria. Auf S24-Anfrage beim SFV muss Eugendorf-Obmann Norbert Haslauer bis zur nächsten Sitzung desStraf- und Beglaubigungsausschusses, welche am Mittwoch stattfindet, Stellung beziehen. Eine dem Eugendorfer Verein nahestehende Person hat zudemAnzeige erstattet, da die Fans "als Zaungäste" keinen Eintritt bezahlt haben.

Austrianer fühlen sich als "Melkkuh anstatt als Gäste"

Auswärts sollen Vereine - laut offizieller Stellungnahme der Violetten- mehr für die Eintrittskarten verlangen, als die vorgesehene Höchstgrenze des Salzburger Fußballverbandes es besagt. Während in ein paar Fällen im Nachhinein "die Probleme" gelöst werden konnten, bleibt den Austrianern das Gefühl mancherorts nicht als Gäste empfangen zu werden "sondern maximal als Melkkuh geduldet zu sein." Daher hofft der Vorstanddes SV Austria Salzburg auf eine Diskussionmit dem SFV, um dieDurchführungsbestimmungen für Meisterschaften um folgende Punkte zu erweitern:

  • Gleichbehandlung von Heim- und Auswärtsanhang: Keine Erhöhung der Ticketpreise für Spiele des Meisterschaftsbetriebs während der Saison für ausgewählte Spiele (kein Topspielzuschlag).
  • Verpflichtende, angemessene Ermäßigungen für Schüler, Studenten, Grundwehr- und Zivildiener sowie Pensionisten.
  • Freier Eintritt für alle körperlich oder geistig beeinträchtigten Personen unter Vorlage eines entsprechenden Ausweises.
  • Eine Erhöhung des Strafrahmens bei Verstößen gegen diese Bestimmung (aktuell 10 bis 40 Euro).
  • Einheitliche Gastropreise im Heim- und Auswärtsbereich.
 

Salzmann klärt Missstände auf

Um welche Vereine beziehungsweise Spiele es genau geht, wollte der Verein nicht nennen. "Wir wollen keinem den schwarzen Peter zuschieben, sondern auf das Problem aufmerksam machen. Es kann genauso sein, dass andere Vereine auch davon betroffen sind. Vielleicht verlangt eine Heimmannschaft bei einem Topspiel gegen den SAK auch mehr?" Bevor die nächste Auswärtsfahrt ansteht, empfängt die Austria am Samstag um 17 Uhr den UFC Altenmarkt vor heimischer Kulisse. Im Duell um den Herbstmeister hat Stadtrivale SAK die Nase vorne und kann sich am Freitag um 19 Uhr bei Adnet den ersten Titel holen.

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