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Spieler fordern Aus

Adnet entlässt Aufstiegs-Trainer

Wintersteller geht zum Erzrivalen

Eidke Wintersteller, Adnet, Roman Walkner Krugfoto
Eidke Wintersteller (li.) ist bei Adnet Geschichte. Für ihn übernimmt interministisch Sektionsleiter Roman Walkner (re.)

Spannungen zwischen Adnet-Trainer Eidke Wintersteller und den Spielern brachten beim Salzburgligisten das Fass zum Überlaufen. Nachdem der Trainer seinen Abschied im Sommer angekündigt hat, baten die Kicker den Vorstand um einen vorzeitigen Wechsel.

Die Tage für Wintersteller und seinem Co-Trainer Max Friedmann waren ohnehin gezählt – am Donnerstag verkündete das Duo ihren Abschied im Sommer. Nach der 1:4-Pleite gegen Straßwalchen zog der Klub am Samstag nun etwas überraschend mit sofortiger Wirkung die Reißleine.

Eidke Wintersteller, Adnet, Roman Walkner Krugfoto

Adnet-Spieler baten Verein um Trainerwechsel

In den vergangenen Wochen schlichen sich in Adnet immer häufiger Unruhen ein. Das Verhältnis zwischen dem Trainerteam und der Mannschaft war angespannt – nahezu zerbrochen. Als die Spieler dann von einem Gerücht um den Wechsel zu Erzrivale Union Hallein erfuhren, baten sie den Vorstand den Trainerwechsel nicht erst im Sommer vorzunehmen. "Es gab Situationen, wo beide Seiten nicht mehr gut miteinander ausgekommen sind", erklärt Adnet-Kapitän Florian Widl im Gespräch mit SALZBURG24.

Wintersteller sah aufgrund einiger Undiszipliniertheiten die Zusammenarbeit als gefährdet. "Ich hatte den Eindruck, dass einige Spieler gegen das Trainerteam gearbeitet haben. Daher kam das Aus jetzt nicht überraschend. Wir haben uns im beidseitigem Einverständnis getrennt." Das bestätigt auch Obmann Gerald Panzl: "Den Spielern war der Wechsel jetzt lieber, als erst im Sommer", sagte Panzl auf S24-Anfrage. Interimistisch übernimmt Sektionsleiter Roman Walkner das Ruder als Coach, bis ein neuer starker Mann gefunden wird. "Das kann in den nächsten Stunden oder Tagen soweit sein", bestätigte der Obmann, dem Höllbacher, Zanchetta und Haipl abhanden kommen könnten. Alle drei denken laut über ihr Karriereende nach.

Wintersteller dockt bei Union Hallein an

Nach zwei Jahren und dem erstmaligen Aufstieg in die Salzburger Liga geht somit die Wintersteller/Friedmann-Ära in Adnet zu Ende. Knapp 1.500 Meter Luftlinie entfernt haben die beiden allerdings eine neue Herausforderung gefunden. "Sie werden Heinz Vitzkotter als Coach beerben, der als Sportdirektor dem Verein weiter erhalten bleiben wird", bestätigt Union-Macher Hannes Grandits den erfolgreichen Deal im dritten Anlauf. Bereits im Sommer und in der Winter-Transferperiode stand Wintersteller ganz oben auf seiner Wunschliste.

Nachdem Bramberg am Sonntag im Krimi Thalgau mit 5:4 biegen konnte, übernahm die Union zum zwölften Mal diese Saison als Tabellenletzter die Rote Laterne.

(Quelle: SALZBURG24)

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