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Regionalliga-Endspurt

Wie FC Pinzgau zum Spielverderber wird

Ziege-Truppe braucht Traumlauf

Tamas Tandari, Pinzgau, Wals-Grünau Krugfoto
Tamas Tandari (Mitte) will mit dem FC Pinzgau die "Pflicht"-Hürde Wals-Grünau (Marcel Bernhofer) nehmen.

Die Regionalliga Salzburg schien zum Paarlauf zu avancieren. Austria Salzburg und St. Johann lachten großteils als Duo von der Spitze. Mit einer Erfolgsserie will der FC Pinzgau die Chance auf das überregionale Westliga-Play-off wahren und zum Spielverderber werden.

Klar, die besten Karten auf das Kräftemessen mit den besten Teams aus Tirol und Vorarlberg hat das Spitzen-Duo aus Austria Salzburg und St. Johann. Nach der Machtablöse im Liga-Kracher am Wochenende lachen die Violetten nun zum dritten Mal vom Thron.

 

Pinzgau_Anif FCPS/Jasmin Walter
Der FC Pinzgau gewinnt beim SAK 1914 zum ersten Mal auf fremden Terrain. Jonas Schwaighofer (Mitte) traf zur 1:0-Führung. (ARCHIVBILD)

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St. Johann indes kann auf zehn Bestplatzierungen nach 15. Runden zurückblicken, ist nun aber im Kampf um die Winterkrone ins Hintertreffen geraten. Dahinter lauert der FC Pinzgau, der sich aufgrund sechs Remis nur in Lauerstellung befindet und träumen darf. Die Crew von Star-Trainer Christian Ziege hegt als einzige Mannschaft Ambitionen auf einen Zweitliga-Aufstieg. Um die letzte Chance am Leben zu halten, müssen die Saalfeldener am Dienstagabend (19 Uhr) den personell angeschlagenen Nachzügler aus Wals-Grünau biegen.

Austria_Salzburg_St.Johann Krugfoto
St. Johann führt vor Austria Salzburg weiterhin die Regionalliga an.

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"Die letzten Wochen waren für unsere Mannschaft sehr intensiv, aber wir werden gegen Wals-Grünau noch einmal alle Kräfte mobilisieren und alles reinwerfen. Die Trümpfe auf die Top-Zwei liegen immer noch bei Austria Salzburg und St. Johann, aber wir haben die Chance mit einem Heimsieg am Dienstag noch einmal vorsichtig anzuklopfen – diese Situation wollen wir uns erarbeiten", erklärte Ziege.

Pinzgau im Endspurt auf Überholspur

Der Trend beim derzeitigen Tabellenvierten zeigt ganz klar nach oben. Die letzten drei Duelle konnten mit einem Torverhältnis von 11:1 gewonnen werden. Startschuss zur Aufholjagd war der 7:0-Kantersieg gegen desloate Anifer, der als Initialzündung gedient haben könnte.

St. Johann, Austria Salzburg Krugfoto
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Mit Kapitän Tamas Tandari verfügen die Pinzgauer zudem einen derzeit perfekt aufgelegten Leithammel. Der 33-Jährige hat auch in Hinblick auf die Torschützenkrone in der Regionalliga Salzburg wieder Lunte gerochen und rangiert aktuell mit elf Toren und einem Treffer Rückstand auf Marco Hödl (SV Austria Salzburg) mit Anifs Enis Kuka auf Platz drei in diesem Ranking.

Saalfeldener nur Passagier

Zudem stellt die Ziege-Crew aktuell sowohl die zweitbeste Offensive (29 Treffer), als auch die zweitbeste Defensive (14 Gegentore) der Liga. Austria Salzburg hält mit 35 erzielten und 13 erhaltenen Treffern in dieser Statistik die Bestmarken.

Kann der FC Pinzgau den Traumlauf weiterhin aufrechterhalten und die restlichen vier Partien für sich entscheiden, wird der Druck für das Spitzen-Duo enorm groß. Doch die Austria und St. Johann haben es selber in der Hand. Ohne auf den Gegner schauen zu müssen, reichen ihnen ein bzw. zwei volle Erfolge, um das Play-off-Ticket zu lösen. Kuchl hat als Dritter in drei verbleibenden Spielen sechs Zähler Rückstand – der Aufstiegskampf ist wohl außer Reichweite.

Das Restprogramm der Saalfeldener, die daher auf Schützenhilfe angewiesen sind, ist mit Wals-Grünau, Seekirchen, Kuchl und Austria Salzburg denkbar schwer.

Pfeifenberger tritt in Grödig ab

Bei Liga-Konkurrent Grödig kommt es indes zu einem Trainerwechsel. Heimo Pfeifenberger hört nach der Hinrunde als Coach auf. Sein Erbe könnte Alexander Schriebl antreten, der jüngst die UEFA Pro-Lizenz abschloss und beim heutigen Grödig-Gegner Seekirchen tätig war.

(Quelle: SALZBURG24)

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