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Pfeifenbergers Visionen

Fusionen? So stehen Salzburgs Vereine dazu

Gespaltenes Stimmungsbild

Union Hallein, FC Hallein Krugfoto
Eine Fusion zwischen Union Hallein (Zeljko Crnogorcevic/li.) und dem FC Hallein (Thomas Miller) steht im Raum.

Fußball-Ikone Heimo Pfeifenberger hat mit seiner Vision, dass Salzburger Fußballklubs miteinander fusionieren sollen, am Mittwoch ein großes Echo ausgelöst. Wir haben bei den Salzburger Vereinen nachgefragt.

"Kleinere Vereine sollen miteinander fusionieren und so gemeinsam ihre Kräfte bündeln", erklärte Fußball-Ikone Heimo Pfeifenberger am Mittwoch im exklusiven SALZBURG24-Gespräch. Mit dieser Aussage wurde der Vorschlag zum großen Gesprächsthema bei den Vereinen. Wir liefern euch einen Ausschnitt, wie die Stimmung in drei von fünf Gauen aussieht.

Fusionen im Fußball-Unterhaus: Gespaltener Lungau

"Ja ich begrüße den Vorschlag grundsätzlich", erklärte Tamsweg-Präsident Harald Moser auf S24-Nachfrage. Im Nachwuchsbereich soll im Lungau bereits eng zusammengearbeitet werden. Tamsweg, Mariapfarr und Mauterndorf sollen ihre Kräfte bündeln und wirken so der schrumpfenden Mitgliederzahl bei den Kindern entgegen. Ein Beispiel dafür: Im gesamten Lungau wurde laut Moser im vergangenen Jahr nur eine U16-Mannschaft gemeldet.

"Wenn wir in der Kampfmannschaft mehr erreichen und höher spielen wollen, wären Fusionen durchaus sinnvoll", fügte Moser an, der aber die Realisierung aufgrund der herrschenden Rivalität zwischen den Klubs als sehr schwer ansieht. Mit dem USK St. Michael wurde diese Diskussion bereits geführt, aber schnell wieder ad acta gelegt. "Wir haben genug Spieler, aber einen FC Lungau zu gründen und höher zu spielen, klingt schon attraktiv", gesteht St. Michael-Obmann Franz Ferner, der wie Pfeifenberger glaubt, dass es in zehn Jahren sowieso notwendig sein wird, miteinander zu fusionieren.

Harald Moser, Krugfoto
Tamsweg-Präsident Harald Moser (li.) spielte als Aktiver nach seiner Profi-Station Admira Wacker unter anderem beim TSV St. Johann.

Fortschritte im Tennengau

Seit bereits knapp drei Jahren ist eine Fusion der beiden Halleiner Klubs Union und FC ein Thema. "Die Idee verfolgt der FC Hallein schon länger, aber leider stoßen wir damit bei der Union auf taube Ohren", sagte FC-Obmann Helmut Wasserbacher, der dennoch Fortschritte wahrnimmt. Im September steht ein Termin mit allen Vereinsverantwortlichen und der Stadtpolitik ins Haus. "In der zweitgrößten Stadt Salzburgs wünschen wir uns einen starken Halleiner Klub", verlautbarte Wasserbacher. Die Union sieht einer Fusion keinen Sinn. "Das kommt für uns nicht in Frage, da sich dadurch bis auf eine bessere Anlage keine Vorteile für uns ergeben würden", sagte Union-Sektionsleiter Hannes Grandits.

Info am Rande: Bereits im Jahr 2004 fusionierte der Halleiner SK mit Olympia zum heutigen FC Hallein.

Abwarten im Pongau

Im Pongau kooperieren der TSV St. Johann und der SK Bischofshofen bereits jetzt und nützen ihre Synergien. Allerdings nur im Nachwuchs, da laut St. Johann-Obmann Josef Klingler bei den Erwachsenen kein Bedarf besteht. "Derzeit kommt da ein klares nein von uns. Bei uns ist alles intakt, aber sag niemals nie. Wer weiß, was die Zukunft bringen wird", erklärte Klingler.

Josef Klingler Krugfoto
St. Johann-Präsident Josef Klingler spricht sich gegen eine Fusion im Pongau aus.
(Quelle: SALZBURG24)

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