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Nach Ikache-Aus

Nicht Hofer! Anif präsentiert neuen Cheftrainer

Regionalligist besetzt Trainerposten intern nach

Georg Hauthaler Krugfoto
Von der 1b in die Kampfmannschaft: Georg Hauthaler übernimmt ab September das Zepter in Anif.

Regionalligist Anif hat auf den am Wochenende verkündeten Abschied von Cheftrainer Raphael Ikache rasch reagiert. Wie bereits berichtet übernimmt der 36-Jährige bei Red Bull Salzburg einen Job in der Nachwuchsabteilung. Die Flachgauer zögerten daraufhin nicht lange und präsentieren am Dienstag mit 1b-Coach Georg Hauthaler seinen Nachfolger.

Anif

Der zweifache Ex-Meister der dritthöchsten Spielklasse (2017, 2018) wird ab 1. September von Hauthaler trainiert. Die Vereinsführung entschied sich relativ rasch nach dem bekanntgewordenen Abschied von Ikache für eine interne Lösung.

Hauthaler erhält Vertrauen in Anif 

Statt Erfolgstrainer und Meistermacher Thomas Hofer, dessen Engagement zuletzt beim SAK jäh endete, zogen die Anifer den Betreuer der Juniors vor. "Mich freut es wahnsinnig. Es war total überraschend", sagte Hauthaler im Gespräch mit SALZBURG24. Nach nur einem Jahr bei den Anif-Fohlen schenkte man dem ehemaligen Trainer von Hallwang, Golling, Berndorf und Grünau 1b das Vertrauen. "Ich kenne den Verein nun sehr gut. Es wird in einem familiären Rahmen recht professionell gearbeitet", schwärmt der 39-Jährige, der im Besitz der UEFA-A-Lizenz ist.

Georg Hauthaler Krugfoto
Georg Hauthaler erhält das Vertrauen und wird Cheftrainer in Anif.

Regionalliga-Debüt gegen Erzrivale

Ikache wird noch bis zum 1. September die Geschicke an der Seitenlinie in Anif leiten, ehe nach der Cup-Partie gegen Kapfenberg Hauthaler an der Reihe ist. Sein Trainer-Debüt in der Regionalliga steigt ausgerechnet beim Heimspiel gegen Erzrivale Grödig. "Es ist gut, dass ich noch ein bisschen Zeit habe, um die Mannschaft und auch die kommenden Gegner zu beobachten", sagte der gebürtige Siezenheimer, der von "Co" Lukas Kuon und Tormanntrainer Stan van Hoeven unterstützt wird.

(Quelle: SALZBURG24)

Vorbildliche Fans treiben Trio an Spitze

SV Austria Salzburg, SV Grödig, Regionalliga FMT-Pictures/KJ
Eindrücke vom Regionalliga-Duell zwischen Austria Salzburg (violett) und Grödig (weiß).

Über neun Monate mussten die Salzburger Regionalligisten auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs warten. Am Wochenende war es soweit. Beim Start stachen drei Teams mit 3:1-Erfolgen hervor. Zudem sorgten die Zuseher auf den Rängen für einen rundum gelungenen Auftakt.

In den Fußballstadien kehrte am Freitag nach langer Pause wieder Stimmung und Leben ein. Bei den ersten Bewerbsspielen des Jahres richteten sich neben dem sportlichen Abschneiden die Augen auch auf die Tribünen. Im ganzen Land Salzburg tüftelten die Amateurvereine an Präventionskonzepten. St. Johann machte im Pongau-Derby gegen Erzrivale Bischofshofen den Anfang und bewies mit Fiebermessen beim Eingang, dass Corona weiterhin allgegenwärtig ist.

Beim Pongau-Derby stechen Fans hervor

"Wir haben ein online abrufbares Konzept entwickelt, um 750 Fans reinlassen zu können", erklärte Trainer Ernst Lottermoser im Gespräch mit SALZBURG24. Gekommen sind 500 Schaulustige, die das erste Kräftemessen nach 273 Tagen ohne Pflichtspiel mitverfolgen wollten. Und die Zuseher sahen einen knappes, aber nicht hochkarätiges 1:0 der Hausherren. Das Goldtor gelang Manuel Waltl (27.) nachdem Milan Sreco und Benjamin Ajibade die Vorarbeit für den einzigen Jubelschrei der Anhänger sorgten. "Es war ein gelungene Veranstaltung, bei der sich die Fans vorbildlich verhielten."

Die Fieber-Messgeräte kamen auch in Maxglan zum Einsatz. Während im Pongau keine Maskenpflicht herrschte, setzte Austria Salzburg beim Duell gegen Grödig freiwillig auf den Mund-Nasenschutz. 750 Anhänger verteilten sich auf zwei Tribünen und rund um das Spielfeld, doch zunächst riss es die gegnerische Fan-Minderheit zum ersten Jubelschrei von den Sitzen. Beim Comeback-Spiel nach achten Jahren Abstinenz auf der Grödiger Bank bejubelte Heimo Pfeifenberger die Führung von Eyüp Erdogan (40.). Der Vorsprung hielt aber nicht lange, da der Ex-Bundesligist Austrias Neuzugang Marco Oberst (45.+2) komplett vergas und diesen kurz vor dem Pausenpfiff mutterseelenallein einnicken ließ.

"Wir haben das Spiel in Wahrheit in sieben Minuten verloren. Auch wenn die Austria das gesamte Spiel über präsenter war", resümierte Pfeifenberger auf S24-Anfrage.

Krainz-Einstand mit Traum-Volley

Marco Hödl (49.) und ein Traum-Volley von Neuzugang Manuel Krainz (51.) drehte das Spiel zugunsten der Violetten. "Wir waren 90 Minuten präsent und haben sehr verdient gewonnen", resümierte Austria-Trainer Christian Schaider, dessen Team am Samstag (17 Uhr) auf Ligafavoriten FC Pinzgau trifft.

Pinzgau mit Favoritensieg

Die Saalfeldener mühten sich gegen starke Wals-Grünauer zu einem 3:1-Sieg. Zunächst köpfelte Mittelfeldmann Alfusainey Jatta (34.) zum 1:0 ein, ehe Grünaus Matthias Pichler (55.) das 1:1 erzielen konnte. "Auch wenn wir die Partie unter Kontrolle hatten, dürfen uns so leichtfertige Fehler wie zum Ausgleich nicht passieren. Dass wir danach zurückgeschlagen haben, zeigt den Charakter und den Willen unserer Mannschaft,“ zeigte sich Pinzgau-Coach Christian Ziege nach dem ersten Sieg zufrieden. Harry Cooksley (56.) und Joker Semir Gvozdjar (90.+4) sorgten im Endspurt doch noch für klare Verhältnisse.

 

Bei Kuchl stimmte nur Ergebnis, nicht die Leistung

Nicht ganz so klar war die Partie zwischen Kuchl und SAK. Während die Tennengauer vor dem Liga-Start von den gegnerischen Trainern hoch eingeschätzt wurden, bekamen die Städter den Titel als Wundertüte verpasst. Zwar wurden die Kuchler rund um die Neuzugänge Robert Strobl und Torschütze Christoph Hübl ihrer Favoritenrolle gerecht, zufrieden war der Trainer nach dem Auftakterfolg aber nur mit dem Ergebnis, nicht mit der Leistung: "Wir waren nicht mutig genug und haben die Kontrolle über das Spiel immer mehr verloren", sagte der Kuchl-Betreuer Mario Helmlinger auf S24-Anfrage.

Schlussendlich schaute nach Treffern von Matthias Seidl (28.), Christian Kaindl (68.) und Hübl (77.) doch noch ein 3:1-Sieg heraus. Ein spezielles Lob hatte der Trainer jedoch an die Vereinsverantwortlichen: "Sie haben hinsichtlich Corona professionelle Lösungen für die Zuseher gefunden. Der Dreier geht als Dankeschön an sie." Für Helmlinger war es vor 450 angereisten Fans der erste Auftakterfolg in seiner zweijährigen Ära.

SAK-Coach Roman Wallner trauert indes einem Punktgewinn nach: "Wir haben uns für den Aufwand nicht belohnt. Mit der Leistung war ich sehr zufrieden."

Raphael Ikache verlässt Anif in Richtung Bullen

Kein volle Punkteausbeute gab es in der Partie zwischen Anif und Seekirchen. In einem unterhaltsamen Duell, dem 350 Anhänger bewohnten, trennten sich die Teams torlos. Zum einen, weil die Gäste Hochkaräter, wie einen Elfmeter von Fabian Neumayr (41.), ausließen und zum anderen, weil Anif-Keeper Josef Stadlbauer mit Glanzparaden die Null festhielt. Auch wenn die Saison erst los ging, kündigen sich Veränderungen im Trainerstab beider Teams an. Während Anifs Trainer Raphael Ikache (36 Jahre) ab September bei Red Bull im Nachwuchsbereich tätig sein wird, angelt Bundesliga-Aufsteiger Ried nach Seekirchens Tormanntrainer Hans-Peter Berger. Zudem könnte Neumayr in Richtung Zweitligist Horn abwandern.

Regionalliga Salzburg: 1. Runde

  • St. Johann : Bischofshofen 1:0 (1:0)
  • Anif : Seekirchen 0:0 (0:0)
  • Austria Salzburg : Grödig 3:1 (1:1)
  • Kuchl : SAK 1914 3:1 (1:0)
  • Wals-Grünau : Pinzgau Saalfelden 1:3 (0:1)

Somit führen nach dem ersten Spieltag mit FC Pinzgau Saalfelden, Austria Salzburg und Kuchl drei Teams die Regionalliga-Salzburg-Tabelle mit je drei Zählern und einem Torverhältnis von 3:1 an.

Aufgerufen am 28.10.2020 um 09:07 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/unterhaus/georg-hauthaler-1b-trainer-steigt-in-anif-auf-91350988

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