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Ex-Fußballprofi

13-Stunden-OP beendet Schuberts Leidenszeit

Unterhaus-Kicker lässt alte Verletzung behandeln

Vor zwölf Jahren zog sich Lukas Schubert als damaliger Fußball-Profi in Grödig (Flachgau) einen Bruch des linken Kahnbeins zu. Nun wurde der Unterhaus-Kicker des UFC Siezenheim mithilfe eines Operations-Roboters 13 Stunden lang an der Hand operiert.

„Ich weiß jetzt, dass ich das schon viel früher hätte machen sollen“, meint Ex-Bundesliga-Spieler und Siezenheim-Akteur Lukas Schubert wenige Tage nach dem Eingriff.

Schuberts Kahnbein wird operiert

2009 traf den Ex-Mittelfeldspieler des SV Grödig während eines Trainings ein Ball von Herwig Drechsel mit voller Wucht an der linken Hand. Dabei brach das Kahnbein, der größte Handwurzelknochen. "Solche Brüche heilen nur sehr schwer, weil die Handwurzelknochen schlecht durchblutet sind und das Knochengewebe an den betroffenen Stellen oft abstirbt“, erklärt Dr. Kathleen Tomasi, Oberärztin an der Uniklinik für Orthopädie und Traumatologie, in einer Aussendung der Salzbruger Landeskliniken (SALK) am Freitag.

Die Folgen für den Unterhaus-Kicker: Eingeschränkte Beweglichkeit der Handgelenke und chronische Schmerzen. Der 32-Jährige berichtet, er sei nachts aufgrund der Schmerzen im Handgelenk immer wieder aufgewacht.

Eingriff dauert 13 Stunden

Vor Kurzem wurde der nunmehrige U13-Nachwuchstrainer des FC Red Bull Salzburg von einem interdisziplinären Team des Zentrums für Rekonstruktive Chirurgie am Uniklinikum Salzburg operiert. Dem Team gehörten neben Dr. Tomasi unter anderem Professor Alexander Gaggl, DDr. Simon Enzinger und Hand-Chirurg Dr. Heinz Bürger an. Dabei kam auch der neue Symani-Operationsroboter für mikrochirurgische Eingriffe zum Einsatz.

In einem 13-stündigen Eingriff entnahm das OP-Team Lukas Schubert ein rund ein Kubikzentimeter großes Knochenstück aus der Innenseite des linken Knies inklusive der dieses Knochenstück versorgenden Gefäße. Dieses Stück wurde dann anstelle des abgestorbenen Knochengewebes in das Handgelenk eingepasst. "Um die Durchblutung zu sichern, mussten wir Gefäße mit einem Außendurchmesser von unter einem Millimeter vernähen“, berichtet DDr. Enzinger. Dazu wurde ein Faden mit einem Durchmesser von 0,01 Millimeter verwendet.

Mikrochirurgie-Roboter im Einsatz

"Die Vorteile dieser robotischen Mikrochirurgie für den Patienten liegen auf der Hand“, fassen die Ärzte zusammen: "Die Narbe auf der Hand ist nur rund fünf Zentimeter lang, die am Knie rund acht Zentimeter. Dementsprechend schneller verläuft die Heilung. Die Heilungschance bei Kahnbeinbrüchen liegt bei Eingriffen mit Transplantaten inklusive der Gefäßversorgung bei mehr als 90 Prozent, bei konventionellen Eingriffen beträgt sie rund 50 Prozent. Der Mikrochirurgie-Roboter vereinfacht dieses Prozedere, und steigert die Erfolgsrate nochmal.“

Schubert kann wieder "pumpen"

Bei Schubert dürfte die Operation das gewünschte Ergebnis gebracht haben. Bereits am dritten Tag nach der Operation zeigten sich in der Hand erste Fortschritte und er konnte trotz der Knochen-Entnahme am Knie weitgehend ohne Einschränkung gehen. Der Leistungssportler wird nach der Heilungsphase auch bald wieder Liegestütze machen können, was vor dem Eingriff unmöglich war.

Ob er in Zukunft wieder als Aktiver die Fußballschuhe schnüren wird, steht noch nicht fest.

(Quelle: SALZBURG24)

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