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Leidenschaft für untere Ligen

"Amateurfußball genießt zu wenig Aufmerksamkeit"

Unterhaus-Kicker ins Rampenlicht

Das Pärchen knipst ehrenamtlich im Fußball-Unterhaus. provat
Das Pärchen knipst ehrenamtlich im Fußball-Unterhaus.

Fehlende mediale Präsenz und wenig Wertschätzung für den Amateurfußball. Aus diesem Grund verbindet ein junges Paar aus Salzburg ihre Leidenschaft zum Sport mit der Liebe zur Fotografie und will die Kicker aus dem Fußball-Unterhaus in Salzburg in das Rampenlicht rücken.

Für Natascha Mahlknecht und Jürgen Obermayr wird dem Breitensport - speziell dem Salzburger Fußball-Unterhaus - zu wenig mediale Präsenz geboten. Aus diesem Grund startete das Paar die Mission: "Amateurkicker in das Rampenlicht". Für die beiden leisten auch die in den niedrigeren Klassen aktiven Sportler ebenso tolle Leistungen: "Auch sie spielen 90 Minuten und sind mit vollstem Einsatz dabei, daher sollten auch sie mehr Plattform erhalten", erklärte das junge Paar aus Eben ihre Mission im SALZBURG24-Gespräch.

Ein Projekt mit Herzblut

Obermayr hat früher selber bei ASKÖ Ebensee gegen das runde Leder getreten, musste durch eine Krebserkrankung wohl oder übel seine Fußballschuhe an den Nagel hängen und avancierte nun zum "aktiven" Zuseher. Beruflich in Villach unterwegs, beheimatet als Oberösterreicher in Eben (Pongau), reist er jedes Wochenende nach Salzburg um seinem Hobby nachzugehen. "Wenn mittwochs Spiele stattfinden, nehme ich sogar die weite Anreise aus Kärnten auf mich", sagte der 36-jährige Obermayr.

"Andere Paare gehen tanzen, wir eben auf den Fußballplatz"

Andere Hobbys außer Fußball - Fehlanzeige! Mahlknecht und Obermayr teilen ihre Leidenschaft zum Sport, verbringen die gemeinsame Freizeit am Wochenende fast immer auf Salzburgs Sportplätzen. "Andere Paare gehen tanzen, uns findet man eben auf dem Fußballplatz", scherzte die 44-jährige Mahlknecht. "So eine fußballverrückte Frau muss man erst einmal finden", ergänzte Obermayr. Das Engagement der beiden trug bereits erste Früchte. Das positive Feedback vieler Spieler und Vereine erhöhe die Motivation der Hobbyfotografen um ein Vielfaches. "Einige Vereine zeigen uns ihre Wertschätzung damit, dass sie unsere Beiträge teilen, uns freien Eintritt zu den Spielen gewähren und eine Saisonkarte übergeben" erklärte Mahlknecht, die mit ihrem Partner zum Saisonstart eine Facebook-Seite gegründet hat.

Wertschätzung für den Amateurfußball

Viele Amateurfußballer gehen ihrem Hobby ehrenamtlich nach. Nach diesem Schema übt auch das Paar ihre Leidenschaft aus. "Gerade weil die Leistungen der Unterhaus-Vereine oft viel zu wenig wertgeschätzt werden, wollen wir diese ins rechte Licht rücken. Auch in den unteren Klassen wird mit viel Herzblut trainiert und gespielt. Sie haben es sich verdient, dass wir uns für sie engagieren und zeigen, dass der Unterhaus-Fußball die Leute genauso interessiert wie die oberen Ligen. Den gezeigten Leistunge gehört mehr Wertschätzung gezeigt", fasste Mahlknecht zusammen.

(Quelle: SALZBURG24)

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