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"Panenka-Tor"

Geniestreich lässt Rapid von Monaco träumen

Matchwinner Knasmüllner dreht Duell gegen Prag

Eine klare Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte und ein letztlich verdienter 2:1-Heimerfolg haben Rapid der dritten Qualifikationsrunde der Fußball-Champions-League am Dienstag ein gutes Stück näher gebracht.

Das frühe 0:1 (3.) steckte Grün-Weiß weg, Christoph Knasmüllner veredelte die Aufholjagd mit einem Doppelpack und lässt Grün-Weiß vom Drittrundenduell mit AS Monaco träumen. "Wir haben gezeigt, dass wir eine richtig geile Truppe sind", sagte Knasmüllner.

Knasmüllner mit "Panenka-Tor"

Mit seinem gefühlvollen Chip über Goalie Florin Nita (63.) sorgte Knasmüllner nicht nur bei dem auf der Tribüne applaudierenden Ex-Rapidler Antonin Panenka für Zungenschnalzen. "Ein Geniestreich", lobte Trainer Dietmar Kühbauer seinen Mittelfeldmann, "er hat uns ins Spiel zurückgeholt." Auch von den Rängen – 19.500 waren ins Allianz Stadion geströmt - kam nach der Dürre der vergangenen Monate viel Stimmung. "Es war sensationell, wie sie uns gepusht haben", meinte Knasmüllner, auch Kühbauer sprach den Zuschauern "riesigen Dank" aus. "Mit dem 1:1 ist es explodiert. Da merkt man schon, dass es den Extraschub gibt."

Rapid Wien wankt und fängt sich

Vorerst hatte es für Rapid aber eine Schubumkehr gegeben. 140 Sekunden nach Anpfiff war es nach einem kurz abgespieltem Freistoß und gehöriger Unordnung in der Defensive 0:1 durch Ladislav Krejci II gestanden, es folgte ein mühevoller Weg zurück in die Partie. "Wenn man schon nach zwei Minuten in Rückstand gerät, kommt schon einiges ins Wanken", erklärte Kühbauer die spielerisch maue, wenn auch prinzipiell dominante Vorstellung seiner Truppe in der ersten Hälfte. "Ich will nicht Verunsicherung sagen, aber wir haben dem Gegner in die Karten gespielt", analysierte er.

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Gepostet von SK Rapid Wien am Dienstag, 20. Juli 2021

Kühbauer: "Keine Lösungen gefunden"

Mehr als zwei, drei Halbchancen und ein gefährlicher Weitschuss von Neuzugang Robert Ljubicic (Kühbauer: "Es war nicht alles gut. Aber er hat ein Löwenherz, hat sehr gute Pässe gespielt und war immer präsent") schaute vor Seitenwechsel nicht heraus, vielmehr verhinderte Goalie Richard Strebinger zweimal Schlimmeres. "Wir haben keine Lösungen gefunden, den falschen Ball gespielt und speziell im letzten Drittel die Zweikämpfe nicht so gewonnen, wie man das international braucht. Wir haben sehr viel mit langen Bällen operiert, das war auch nicht die beste Entscheidung", konstatierte Kühbauer. "Aber wir waren trotzdem im Spiel drinnen."

Sparta Prag verliert nach Blitztor

So richtig rund lief es aber erst nach einigen Minuten der zweiten Hälfte. "Wir haben einige Dinge angesprochen. Die Energie war zwar auch in der ersten Hälfte da, aber es war dann die Positionierung besser, das Ballverhalten war besser. Und mit dem Geniestreich von Knasi ist dann Sparta auch ins Wanken gekommen", meinte Kühbauer, der den in der zweiten Hälfte offensiv kaum mehr präsenten Tschechen freilich attestierte, eine "sehr, sehr gute Mannschaft zu sein".

 

 

 

 

 

 

 

So erfreut Kühbauer auch bilanzierte: Vor dem Rückspiel am Mittwoch kommender Woche (20.30 Uhr) in Prag sei Vorsicht angesagt. "Es spricht für die Mannschaft, dass sie an sich geglaubt hat und Dinge besser gemacht hat, aber das bedeutet nichts für das Rückspiel", mahnte der Coach, der mit seiner Elf am Samstag zum Bundesligaauftakt Hartberg empfängt. "Wir sind schon sehr bescheiden und wissen, dass wir zwei gute Leistungen brauchen", erklärte er im Hinblick auf die kommenden zwei Aufgaben.

 

Bei Rapid-Aufstieg wartet Monaco

 

Der Sieger des Duells trifft am 3./4. (auswärts) bzw. 10. August (heim) auf den achtfachen französischen Meister AS Monaco von Ex-Bayern-Coach Niko Kovac, dessen Bruder und Co-Trainer Robert am Dienstag im Stadion weilte. "Wenn wir schon an Monaco denken, sind wir fehl am Platz", stellte Kühbauer klar.

 

Neben dem Sieg hat Rapid vor dem Auswärtsduell in Tschechiens Hauptstadt ein weiteres Argument auf seiner Seite: Den Umstand, dass die Auswärtstorregel mit laufender Saison nicht mehr gilt. Dadurch erhält das Gegentor vom Dienstag weniger Gewicht. Hätte Sparta einst ein 1:0-Heimsieg gereicht, wäre das nun zu wenig. "Die Auswärtstorregel ändert jetzt auch nichts. Wir müssen einfach mehr Tore schießen als der Gegner", meinte dazu ein sichtlich enttäuschter Sparta-Coach Pavel Vrba.

 

(Quelle: SALZBURG24)

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