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Muttertags-Spaziergang

Bullen überrennen WAC bei Walke-Comeback

Goalie-Routinier darf nach 1.085 Tagen wieder ran

Quasi im Vorbeigehen besiegte Red Bull Salzburg den WAC. Am Muttertag ließ der Double-Sieger nichts anbrennen und überrannte die Kärntner mit 4:0. Alexander Walke hielt bei seinem Comeback nach 1085 Tagen zum 95. Mal im Bullen-Dress seinen Kasten am Sonntag sauber.

Salzburg

Die nationalen Titel gehen auch heuer standesgemäß an die Bullen. Trotz des Double-Gewinns ließ die Crew von Trainer Matthias Jaissle nicht locker.

"Einbahnstraßenfußball" in Wals-Siezenheim

Der 4:0-Triumph gegen den WAC lief wie auf einer schiefen Ebene ab. Dadurch, dass die Elf von Robin Dutt nur wenig Gegenwehr an den Tag legte, konnte man getrost vom "Einbahnstraßenfußball" sprechen.

"Zunächst gibt es ein großes Lob an das Team, speziell für die erste Halbzeit. Das war ein geiler Auftritt der Jungs, sie haben tollen Fußball gespielt und wir waren mit dem Ball sehr dynamisch unterwegs. So haben wir uns das vorgestellt", resümierte Jaissle.

Karim Adeyemi, Red Bull Salzburg GETTY/RED BULL
Red Bull Salzburgs Karim Adeyemi wird vor den Journalisten abgeschottet.

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Nach 1085 Tagen darf Walke wieder ran

Weil der vor dem Absprung stehende Ersatztormann Nico Mantl aufgrund einer Magendarm-Erkrankung ausfiel, und Jaissle "Einser" Köhn eine Pause gönnte, kam Walke wieder einmal in den Genuss.

"Persönlich hat sich das sehr gut angefühlt und ich habe mich wirklich sehr
gefreut. Noch wichtiger ist aber, dass wir das Spiel gewonnen haben und nach
der so starken ersten Halbzeit wären noch mehr Tore möglich gewesen", betonte Walke.

Ob er bei den Bullen noch ein Jahr dran hängt, wollte der Keeper nicht verraten. "Es gibt mehrere Möglichkeiten", sagte er auf SALZBURG24-Nachfrage. Welche Optionen das wären, sprach der Deutsche nicht aus.

Nico Mantl, Red Bull Salzburg GETTY/RED BULL
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Der Goalie-Oldie feierte 1085 Tage nach seinem letzten Einsatz am 19. Mai 2019 als 38-Jähriger sein Comeback zwischen den Pfosten und hielt bei einem einzigen Torschuss des Gegners in 227 Spielen zum 95. Mal die Null.

Neues Jaissle-System

Bullen-Trainer Matthias Jaissle wagte mit einer 3-4-1-2-System gar ein taktisches "Experiment". Mit Oumar Solet, Bernardo und Max Wöber startete Salzburg mit einer Dreier-Abwehrkette ins Spiel.

Davor bildeten Rasmus Kristensen, Mohamed Camara, Nicolas Seiwald und Maurits Kjaergaard sowie Luka Sucic als "Zehner“ das Mittelfeld. An vorderster Front stürmten Karim Adeyemi und Junior Adamu.

Red Bull Salzburg, WAC, Adeyemi GETTY/RED BULL
Karim Adeyemi traf gegen den WAC in der ersten Hälfte im Doppelpack.

WAC macht es Salzburg zu einfach

Die Angreifer waren es auch, die in den ersten 37 Minuten für den verdienten 3:0-Vorsprung gesorgt hatten. Der WAC bot den Bullen viel Raum und ließ den Serienmeister fast nach Belieben gewähren. Bereits nach zwei Minuten verwertete Adeyemi eine Sucic-Flanke per Kopf mustergültig ins rechte Eck.

Danach bediente der künftige Haaland-Ersatz Adamu, der ohne Mühe auf 2:0 erhöhte.

"Die erste Halbzeit war enorm gut von uns. Es war alles dabei, was der Trainer von uns verlangt. Uns macht es momentan enorm Spaß, Fußball zu spielen. Bis zum Saisonende haben wir noch einen Punkterekord zu knacken. Das wollen wir unbedingt schaffen", sagte Sucic.

Adeyemi schnürt Doppelpack bei Abschiedstournee

Als die Kugel nach einem einfachen Ballverlust der Kärntner von Solet bei Adeyemi landete, "netzte“ der Neo-DFB-Kicker im Anschluss einer Finte zum 3:0.

Das unterscheidet Walke von Butt

Die größte Chance auf einen weiteren Treffer vergab zunächst Kristensen (40.) per Elfmeter, als der Däne nach einem Rot-Foul von Eliel Peretz (Torchancenverhinderung) den Ball über den Kasten hämmerte.

Dass Walke selbst zum Strafstoß würde, kam für den 38-Jährigen nicht infrage. "Ich glaube das ist unsportlich, ich würde das niemals machen", sagte Walke.

Hans-Jörg Butt lässt grüßen: Der Schlussmann vom HSV, Leverkusen und Bayern München trug sich 26 Mal in der deutschen Bundesliga in die Schützenliste ein.

Solet mit Premieren-Treffer

In der zweiten Hälfte schaltete der überlegene Tabellenführer trotz Überzahl auf Sparflamme und bot den 8.007 Zuschauer:innen für Salzburger Verhältnisse Fußball-Magerkost. Den 4:0-Endstand besorgte Solet mit seinem Debüt-Treffer in der laufenden Saison nach einem Eckball-Abpraller.

Siegrekord im Visier

Somit ist die Jaissle-Crew seit 25 Heimpartien ungeschlagen und hält die Chance am Leben, den Siegrekord des FK Austria Wien von 26 Triumphen aus der Saison 1985/86 zu egalisieren.

Dafür benötigt Salzburg noch bei Rapid Wien und daheim bei der Meisterfeier am 21. Mai gegen Austria Klagenfurt einen Sieg.

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(Quelle: SALZBURG24)

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