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Neue Ideen

Salzburgs Liga-Bosse basteln an "coolem Produkt"

Köpfe der Regionalliga-Chefs rauchen

Anif, Seekirchen, Regionalliga, Tobias Wechselberger, Vinzenz Zschock Krugfoto
Spielen Anif (Vinzenz Zschock/re.) und Seekrichen (Tobias Wechselberger) in der nächsten Regionalliga-Saison in einer Zwölfer-Liga?

Sportlich befindet sich die Regionalliga Salzburg Corona-bedingt bereits in der Winterpause. Untätig bleiben die Sport-Chefs der zehn Klubs sowie der Fußballverband (SFV) jedoch nicht. Im Gegenteil: Es wird an Plänen gebastelt, wie die höchste Fußball-Amateurliga des Bundeslandes attraktiver gemacht und beendet werden könnte. Seekichen-Obmann Anton Feldinger spricht von einem "coolen Produkt", das mit neuen Ideen mehr Strahlkraft erhalten soll.

Salzburg

Die Herbstsaison wurde aufgrund der Corona-Pandemie bekanntlich unterbrochen – für eine Wertung fehlen der Liga noch vier Spiele. In einem Video-Meeting am Dienstagabend tauschten sich die Vertreter der zehn Klubs mit SFV-Präsident Herbert Hübl und Geschäftsführer Peter Haas zu folgenden drei Themen aus:

  1. Wie kann die Saison zu Ende gespielt und gewertet werden?
  2. Was passiert im Frühjahr?
  3. Und wie geht es im Sommer es nach dem auslaufenden Vertrag weiter?

Regionalligisten wollen Liga Glanz verleihen

Fragen, die zunächst zwar nicht beantwortet werden konnten, aber aus denen kreative Ideen entstanden, wie Seekirchen-Obmann Anton Feldinger im Gespräch mit SALZBURG24 erklärte: "Wir wollen alle gemeinsam das Produkt Regionalliga Salzburg cooler machen." Allen voran ging es zunächst, wie die noch nicht fertig gespielte Herbstsaison gewertet wird. "Es waren gute Gespräche, bei denen alle an einem Strang ziehen. Ganz im Sinne 'Fußball zuerst'", sagte Hübl auf S24-Anfrage.

Hannes Rottenspacher, Krugfoto
Pinzgaus Sektionsleiter Hannes Rottenspacher und die restlichen Regionalliga-Verantwortlichen basteln an der Liga-Zukunft.

Man einigte sich einstimmig darauf, dass jedes Team im Frühjahr auf 14 gespielte Runden kommen soll. Mit der daraus resultierenden Endtabelle – bei der Kuchl und Austria Salzburg nicht mehr von der Spitze zu verdrängen sind – würde die Top-Teams in die überregionale Westliga hieven. Der Rest spielt, sofern es Corona zulässt, die Saison wie gehabt fertig. Zu klären gilt jedoch, ob auf die eigentlich im Reglement beschlossene Punkteteilung verzichtet wird.

"Wir planen schon für die Westliga und beteiligen uns an den spannenden Themen in Salzburg", erklärt Kuchls Obmann Sebastian Wimmer.

Wird Regionalliga Salzburg aufgestockt?

So weit, so gut. Doch was geschieht im Sommer, wenn der SFV sich mit dem auslaufenden Vertrag ohne Tirol und Vorarlberg selbst organisieren darf bzw. muss? Nach derzeitigem Stand steht für die Saison 2021/22 eine Aufstockung auf 12 Mannschaften im Raum. Bis zum Winter würden 18 Runden auf dem Plan stehen, der Rest im Frühjahr. Und in einem oberen und unteren Play-Off könnten sich die Klubs dann um die ÖFB-Cup-Tickets sowie um den Abstieg duellieren. Beschlossen ist jedoch noch nichts, weitere Konferenzen stehen auf der Tagesordnung.

 

Um dieses mögliche Format so attraktiv wie möglich zu gestalten, sollen alle Klubvertreter an einem gemeinsamen Stang ziehen. "Ziel ist es, dass man die Liga gemeinsam vermarktet und aufwertet", sagte der Seekirchen-Obmann. Konkret stehen gemeinsame Dressen-Ausrüster, ein einheitliches Ticketing-System sowie Streaming-Dienste zur Diskussion. "Alles Vorschläge, die es im Detail zu besprechen gilt. Es ist eine sehr gute Gruppe am Werk, die mit viel Engagement an der Zukunft arbeitet", erklärte Pinzgaus Sektionsleiter Hannes Rottenspacher.

Potential, um aus der Regionalliga Salzburg ein "cooles Produkt" zu machen, wäre ja allemal vorhanden.

(Quelle: SALZBURG24)

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