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Horror-Nachricht

Violetter Schock nach Demo und Derby-Sieg

Austria-Kapitän Krainz reißt sich Kreuzband

Zuerst demonstriert, danach gewonnen und bei der Herbst-Party geschockt. Austria Salzburg ging am Samstag durch ein Wellenbad der Gefühle. Alle sechs Spiele des 18. Spieltags im Überblick.

Die Kräfteverhältnisse in der Stadt Salzburg haben sich eindeutig in Richtung Austria verschoben. Nachdem der SAK 1914 von 2018 bis 2020 die Mozartstadt dominierte, behielten danach die Violetten stets Oberwasser.

SAK, Austria Salzburg, Regionalliga Salzburg FMT-Pictures/TA
Matthias Theiner (Mitte) schießt die Austria mit dem Pausenpfiff mit 3:0 in Front.

Nach Demo wird Stadt-Rivale demontiert

Ein weiterer Beleg war das Stadt-Derby am Samstag, in dem die Austria klar mit 4:2 die Oberhand behielt. Bereits sieben Mal in Folge gingen die Maxglaner als Sieger vom Platz. Angepeischt von rund 400 Demonstrant:innen, die davor auf die Stadionproblematik aufmerksam machten, heimste die Truppe von Christian Schaider am 18. Spieltag den zwölften Sieg ein. Somit überwintern die Violetten mit drei Punkten hinter Herbstmeister Bischofshofen (3:0-Sieg gegen Hallein) auf Rang zwei.

20221105_fmt_austria_demo_stadion_KJ014.JPG FMT-Pictures/KJ
Hunderte Austria-Fans forderten am Samstag bei einer Demo in der Stadt Salzburg eine Lösung für die aktuelle Stadionthematik. 

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Hiobsbotschaft von Kapitän Krainz

Noch bevor die Austrianer mit dem Toreschießen begann, gab es eine Hiobsbotschaft für den Klub. Kapitän Manuel Krainz riss sich in Minute 18 das Kreuzband und fällt lange aus.

SAK, Austria Salzburg, Manuel Krainz FMT-Pictures/KJ
Bitter: Austria Salzburgs Kapitän Manuel Krainz (re.) verletzte sich schwer und reißt sich im Stadt-Derby das Kreuzband. (ARCHIVBILD)

Bereits während des Duells wurde eine MR-Untersuchung gemacht, die die Horror-Diagnose bestätigte. "Das ist extrem bitter", seufzte Schaider im Gespräch mit SALZBURG24, der von der schockierenden Nachricht beim Herbst-Ausklang und dem gemeinsamen Feiern erfuhr.

Die Tabelle der Regionalliga Salzburg nach dem 18. Spieltag. ⚽️

Gepostet von Regionalliga Salzburg am Samstag, 5. November 2022

Austria macht gegen SAK 1914 kurzen Prozess

Ohne den verletzten Leader trafen Marinko Sorda, Marco Hödl und Matthias Theiner vor der Pause zur 3:0-Führung. Der SAK 1914 machte es den Gästen mit vielen Defensivfehlern zu leicht. "Wir haben unsere Chancen nicht gemacht und das hat die Austria mit taktischer Disziplin sofort bestraft", resümierte SAK-Coach Roman Wallner. Die Nonntaler belegen nach dem Herbst – je nach Ausgang von Kuchls Nachtragsspiel – Rang neun oder zehn.

Der Vize-Herbstmeister bilanziert zufrieden: "Wir haben einen guten Herbst gespielt und bloß zwei Niederlagen kassiert. Einzig die vier Remis, von denen wir zwei verhindern müssen, schmerzen", erklärte Schaider.

Unheimlich! Fünf Pinzgauer Siege unter Fürstaller

Dahinter machen die Saalfeldener in der Tabelle mächtig Dampf. Während sich die meisten Teams auf die lange Pause freuen, könnte es für den FCPS wohl ruhig noch weiter gehen. Denn: Markus Fürstaller und der FC Pinzgau Saalfelden – das passt!

Auch im fünften und letzten Spiel unter dem Interimstrainer bleibt der Tabellendritte siegreich. Im "Süd-Derby" gegen den amtierenden Landesmeister St. Johann gewannen die Pinzgauer klar mit 4:1. Speziell Semir Gvozdjar, der einen Dreierpack schnürte, war kaum zu halten und blüht unter Fürstaller richtig auf. "Wir haben sehr gut begonnen und uns eine komfortable Führung herausgespielt. Dann haben wir aber den Nachdruck etwas vermissen lassen, gehen aber als verdienter Sieger vom Platz", sagte Fürstaller.

Saalfelden übt weiter Druck aus

Daran änderte auch der Kunstschuss von St. Johanns Florian Ellmer aus rund 25 Metern nichts mehr. "Wir haben sie leider nie gefährden können. Das Ergebnis geht in Ordnung", so St. Johann-Trainer Ernst Lottermoser.

Bischofshofen, Regionalliga Salzburg, Andreas Fötschl Krugfoto
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Somit bleiben die Saalfeldener das einzige Team, das dem Führungsduo noch richtig gefährlich werden könnte. Gewinnen die Pinzgauer nächste Woche den Nachtrag gegen Seekirchen, würde der Abstand auf die Austria drei Zähler betragen. Wer weiß, vielleicht können die Verantwortlichen dann ja auch Fürstaller für eine Verlängerung begeistern.

Kuchl nimmt Seekirchens Festung Aug ein

Apropos Seekirchen: Saisonübergreifend nach elf Spielen setzte es für die Truppe von Mario Lapkalo zum ersten Mal seit Ende April eine Heimniederlage.

Mit der 1:3-Pleite gegen Kuchl verlieren die Wallerseer etwas den Anschluss auf die Spitzenplätze. Mit Interimscoach Thomas Hofer gelang den Tennengauern das Kunststück, die Festung Aug zu stürmen. Trainersohn Alexander Hofer, Yannik Fötschl und Adrian Vurbic stellten bereits nach 26 Minuten mit einem Blitzstart die 3:0-Führung her. Abdulhakim Ahmad Daneji traf zwar kurz nach Wiederanpfiff für Seekirchen, am Ausgang des Duells änderte sich jedoch nichts mehr.

Hofer-Zukunft in Kuchl ungewiss

"Wir haben genau das gespielt, was der Gegner wollte, waren extrem aggressiv und haben auf Konter gespielt", sagte Hofer. Ob sein Engagement nach dem Nachtragsduell gegen Golling verlängert wird, entscheidet sich nach dem Derby.

"Der Fokus liegt auf dem letzten Spiel. Danach sehen wir weiter", betonte der Kuchler Interimstrainer. Die Vorzeichen für eine längere Zusammenarbeit stehen gut.

Golling schießt Grödig ab

In eine gute Ausgangsposition beim Kampf um die Top-Sieben hat sich Golling gebracht. Gegen Schlusslicht Grödig und sein Ex-Team feierte Trainer Christoph Lessacher einen 6:0-Kantersieg.

Lukas Brückler und Alem Huremovic schnürten dabei einen Doppelpack. Eric Mitterlechner und Ben Leitenstorfer machten die Abfuhr für den Ex-Bundesligisten perfekt. Auffallend: Grödig-Trainer Thomas Schnöll wechselte bereits zur Pause fünf Mal, doch das brachte nicht den erwünschten Effekt. Ob er im Frühjahr weiter als Übungsleiter am Fuße des Untersbergs tätig sein wird, steht in den Sternen.

Kein Kletzl-Sieg gegen Ex-Team

Den Turnaround schaffte indes Anif gegen Wals-Grünau. Gegen sein Ex-Team gab Bernhard Kletzl und dessen Team eine 2:0-Führung aus der Hand. Auf das Traumtor von Petrit Nika ins Kreuzeck und David Ebners 2:0 fand Hasan Acar per direkt verwandelten Freistoß die perfekte Antwort. Anif-Kapitän Max Danner nutzte ein Geplänkel im Sechzehner fixierte in Hälfte zwei das 2:2-Remis.

"Wir hatten 90 Minuten das Spiel beherrscht und haben uns verdient den Punkt geholt", sagte Anif-Coach Markus Huber, der sich für die Rückrunde "ein bis zwei Führungsspieler" wünscht.

Bischofshofen führt Liga an

Bereits am Freitag heimste Bischofshofen einen souveränen 3:0-Erfolg gegen Nachzügler Hallein ein. "Wir haben dem Gegner keine Chance gelassen", betonte Bischofshofens Trainer Andreas Fötschl. Für die Pongauer trafen Konstantinos Chatzipirpiridis und Bohdan Kuksenko, ehe Zeljko Crnogorcevic mit dem Eigentor den Endstand markierte.

Zwei Regionalliga-Nachtragsspiele offen

Kommenden Samstag finden die letzten zwei Partien des Jahres statt. Während Kuchl Nachbar Golling zum Derby bittet, kann Pinzgau gegen Seekirchen dem Top-Duo noch näher rücken.

Regionalliga Salzburg: 18. Runde

  • SAK 1914 – Austria Salzburg 2:4 (0:3)
  • FC Pinzgau – St. Johann 4:1 (3:0)
  • Seekirchen – Kuchl 1:3 (0:3)
  • Golling – Grödig 6:0 (4:0)
  • Anif – Wals-Grünau 2:2 (1:2)
  • Bischofshofen – Hallein 3:0 (1:0)
(Quelle: SALZBURG24)

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